Olympia: Das Starboot ist endgültig draußen

Hintertüre geschlossen

Die Ära des Starbootes bei Olympia ist beendet. Das Exekutive Committee des IOC hat bei seinem jüngsten Treffen in Sotschi keine Ausnahme zur Entscheidung von 2011 in St. Petersburg zugelassen.

Landunter für Stanjek-Vorschoter Fridtjof Kleen. Aber er taucht wieder auf. © Marina Könitzer

Keine olympische Zukunft für die besten deutsche Starboot Crew Stanjek/Kleen.  © Marina Könitzer

Vor fast drei Jahren fiel die überaschende Entscheidung, neben dem Frauen Match Race und den Surfern auch das Starboot aus dem Olympiaprogramm für 2016 in Rio zu werfen. (Johannes Polgar berichtete aus St. Petersburg).  Die Surfer erreichten später die Wiedereinsetzung und auch die Starboot-Lobby hoffte auf ein Comeback.

Hinter den Kulissen wurde hart gearbeitet, um doch noch ein Hintertürchen für Rio zu öffnen. Zwischendurch gab es schon Erfolgsmeldungen, dass das Vorhaben erfolgreich verlaufen sei, aber nun ist es endgültig gescheitert.

Die brasilianische Zeitung Estadao berichtet, dass seit dem jüngsten Treffen des IOC Executive Committee in Sotschi das Thema vom Tisch ist. Die zehn Olympischen Klassen für 2016 sind nach wie vor:RS: X m/f;  Laser, Laser Radial, 470 m/f 49er, 49er FX, Finn Dinghy und Nacra 17 mixed. Sie wurden inzwischen auch für 2020 bestätigt mit der Möglichkeit das Kitesurfen als zusätzliche Disziplin zu etablieren.

Die Starbootsegler schienen auf einem guten Weg, ein letztes Mal in Rio Medaillen sammeln zu können. Brasilien zeigte als Gastgeber ein starkes Interesse. Das Starboot sollte das Interesse des Landes an den Spielen stärken, weil die Brasilianer darin bisher die meisten Medaillen gewonnen haben.

Ein eher schwaches Argument, das auch nur sehr leise in der Öffentlichkeit ausgesprochen wurde. Aber neben dem ISAF Präsidenten Carlo Croce soll sich sogar die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff für die Starboote eingesetzt haben.

Nach dem olympischen Aus für das Starboot muss jetzt abgewartet werden, wie sich die Klasse entwickelt. Sie hat eine starke Basis, aber es wird schwierig, die absoluten Spitzensegler zu halten.

Es muss sich zeigen, ob die Star Sailors League attraktiv genug für die Starboot-Profis sein kann. Wenn es gelingt, eine echte lukrative Weltliga zu schaffen, gibt es eine große Chance. Denn die älteren Segler haben zurzeit auch keine Alternative im Olympiaprogramm.

Ansonsten könnte die Zukunft auch so aussehen.

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Carsten Kemmling

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18 Kommentare zu „Olympia: Das Starboot ist endgültig draußen“

  1. avatar Robert sagt:

    Richtig so, völlig unspektakuläre Rentnerklasse…

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    • avatar Ahnenforscher sagt:

      Der Name Robert gehört aber auch mindestens ins Mittelalter!

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    • avatar Fix oder Nix sagt:

      Dein Kommentar, disqualifiziert dich eigentlich von ganz alleine….

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    • avatar Beutel sagt:

      Schon mal ein Starboot bei Wind gesehen?
      Erklär mir mal bitte, was das mit Rentnersegeln zutun hat.

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  2. avatar WB sagt:

    Prima das es die alten Seilschaften nicht wieder geschafft haben mit dieser alte Kiste einen Platz im Bootskontingent für Olympia zu blockiern. Da gibt es schon genug nicht mehr zeitgemäße Klassen.

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  3. avatar Lyr sagt:

    immer dieses Gefasel ums “zeitgemäße” und “Seilschaften” -alias höhere Mächte, wenn es doch eigentlich nur um persönliche ganz subjektive Emotionen geht.

    ich fand die Klasse sehr geil, aufregend und eindeutig spektakulär!
    Bin traurig, dass ich in Zukunft diese gigantischen und trotzdem eleganten Schiffe nicht mehr im Olympiaprogramm verfolgen darf.
    Aber das ist auch nur meine ganz persönliche Meinung/Emotion… 😉

    beste Grüße
    Jan

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  4. avatar markus sagt:

    Eiegentlich bin ich erleichtert. Olympia ist zu einem Moloch geworden in dem dicke, alte und zutieft koruppter Männer das sagen haben. Eigentlich ekelt es mich nur noch an wenn ich Herrn Bach und seine Helferlein erblicke.

    Aber zugleich ist Olympia immer noch das größete für einen jeden Sportler. Es rettet ein wenig über das Wissen über das IOC hinweg, wenn man die leuchtenden Augen der Sportler sieht, wenn diese bei der Eröffnungsfeier ins Stadion kommen.

    Aber nun ist die Hängepartie vorbei. Der Star bei Olympia ist Geschichte. Die längste und erfolgreichste Geschichte im olympischen Segelsport. Das spannendste und herausfordernste Boot ist nicht mehr dabei. Taktisches Segeln auf höchsten Niveau. Jetzt sind Bootklassen gefragt die schnell sind. Regatten werden von dem gewonnen, der am wenigsten kentert.

    Mit der Star Sailors League sind wir nun auf zu neuen Ufern. Ein neues, noch erfolgreicheres Kapitel beginnt.

    Let´s make sure our Star shines bright.

    http://www.starclass.org/artman/publish/article_558.shtml

    PS: Die bösen alten Männer in der Führungsriege der Starclass, einfach mal nachlesen welches seglerischen Leistungen diese Herren vollbracht haben.

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    • avatar Alex sagt:

      Wenn ich mit meinem Segelmacher diskutiere, da denke ich öfter, einen Star sollte ich mal segeln.
      Ich halte die Kiste für nicht sonderlich spektakulär oder spannend. Möglicherweise weil ich gelegentlich auf spektakulären und spannende Neuzeitbooten rum turne
      Aber für einen Feinschliff in Sachen Trimm scheint mir der Star schon noch die Latte zu legen.

      Der Star ist sicher technisch Segeln auf höchstem Niveau. Aber ist er heute noch taktisches Segeln auf höchstem Niveau?
      Ich habe nicht so richtig den Überblick, was ich mit dem Boot abwärts für großartige, taktische Möglichkeiten habe. Da schaut es mit den gleitfähigen Booten schon anders aus.

      „Regatten werden von dem gewonnen, der am wenigsten kentert“, das lässt vermuten, Du hast Dich bisher nicht mit den modernen Booten auseinander gesetzt, weil diese Aussage zwischen Arroganz und Ignoranz hängt, wenn Du mehr über diese Boote wissen würdest.

      Aber da Du für die Starclass Werbung machst, wo liegt denn das Durchschnittsalter Eurer Mannschaften?
      Ich kenne nur einen Nachwuchssegler der mal Star gesegelt ist. Heute hat er eine Melges 24.
      Die Starsegler wo ich sonst noch kenne, sind alle über 65.

      Ich denke hier, beim Alter der Protagonisten liegt das, neben seiner Popularität, einzige Argument, ob ein Sport olympisch sein sollte oder nicht.

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  5. avatar Ballbreaker sagt:

    Tja, wenn es denn so sein soll…..

    Mal schauen welche der aktuellen olympischen Klassen überhaupt noch über den Status Bestenermittlung hinauskommen (ich tippe mal auf die Einhandklassen).

    Zum Thema Robert Scheidt:
    Ich hoffe er probiert es, bei den Spielen im eigenen Land, doch nochmal im LASER – und dann zeigt der liebe “Opa” Euch mal, was Regattasegeln ist!

    :-)))))

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  6. avatar Sailer66 sagt:

    So – Sonntag Abend und habe Lust, mir viele rote „Daumen runter“ einzusammeln… 🙂
    Also Jungs/Mädels, Fans und Freaks der neuen „Fun-Sport-Generation“ – ganz net eure neuen schwimmenden Badewannen. Sehen cool aus, machen wohl auch Spaß und haben ganz bestimmt auch ihre Darseinsberechtigung bei sportlichen Großereignissen wie Olympia. Was mich an der ganzen Sachen seit einigen Jahren wirklich nervt, ist das rumgeeiere bei den Olympischen Bootklassen. Zu erst hat es das Frauen Kielboot Yngling erwischt – wurde schnell mal durch ein neues Kielboot ersetzt, das wohl angeblich eher dem Zeitgeist entspricht (als das über Jahrzehnte bewährte) – nur um dann 4 Jahre später ganz sang und klanglos unterzugehen. Ich werden den Verdacht nicht los, dass bei dieser Geschichte verdammt viel im Hintergrund gelaufen ist, immerhin wurde (nach meiner Info) das kurzfristig neue Frauenboot nur von einer einzigen Werft gebaut. Für mich hat es nun den Anschein, dass wieder aus reinen Marketing- und finanziellen Erwägungen heraus – ein wirklich gutes Kielboot rausgekegelt wurde.
    @ Robert – schon mal einen Star gesegelt – eventuell bei Wind jenseits der Bft 6 – wenn ja – Respekt und du darfst gerne deine Meinung vertreten – wenn nein – rede bitte nur von Sachen, die du schon probiert hast. Zwar bin ich kein Starboot Segler, habe aber schon in den letzten Jahren einige Regatten gegen Starboote – teilweise mit Hackwind gesegelt. Da ich selber mit einem offenen Kielboot unterwegs war – vergleichbar Yngling – war immer schön zu beobachten, wer jenseits von 5 Bft noch ungereft unterwegs war und ohne Probleme relativ entspannt ins Ziel kamen – genau „Renntnerboote” wie Starboot, H-Boot und das eine oder andere offene Kielboot (wie meines 🙂 ).
    Im übrigen – wir werden sehen, wie es in zwanzig Jahren aussieht, von welche dieser neuen Joghurt Schüsseln man dann überhaupt noch spricht bzw. an welche man sich noch erinnert.
    Und ganz nebenbei könnte man sich diesen ganzen Kram um die Bootsklassen auch sparen – ist eine rein hausgemachte Segel interne Kiste. Bei Olympia (dank der grotten schlechten Berichterstattung) interessiert sich fast kein Zuschauer für die Segelwettbewerbe (Erfahrungswert aus dem privaten und beruflichen Umfeld).
    Vielleicht sollte das IOC dort mal den Hebel ansetzten und technische Inovation spielen lassen – America’s Cup hat es vorgemacht, wie es funktioniert! Wenn das dann mal klappt, kann man sich gerne auch mal über die Bootsklassen unterhalten.
    Eins noch zum Schluss – jeder Sportler der bei Olympia antritt, egal in welcher Bootklasse oder Sportart, verdient immer den größten Respekt!

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    • avatar WB sagt:

      Moin Sailer 66,

      Ich und vermutlich viele, die gegen den Star plädieren, haben nichts gegen dieses schöne Boot. Es ist ein eleganter, ästhetischer Klassiker wie H-Boot, Drachen usw. Es wäre daher schade wenn er von der Bildfläche verschwinden würde. Nur sportlich passt er eben seit vielen Jahren nicht mehr in die heutige Zeit. Was da praktiziert wird ist unspektakuläres Segeln von gestern, als man unter Sport auch noch den Kampf des Sportlers gegen die Massen seines Geräts verstand. Sport sieht heute anders aus, denn Turnvater Jahn ist lange tot. Glaubst Du wirklich, dass eine mediale Aufbereitung wie beim AC diese Bootsklasse pushen könnte oder zur Begeisterung für den Segelsport in der Öffentlichkeit beitragen würde? Verdrängerfahrt und Gewichtsklöse auf der Kante sehen auch aus 10 Kameraperspektiven nicht dynamischer aus. Wie die sonstige konservative und überalterte Segelwelt mögt ihr es nicht wahrhaben wollen, aber die Welt hat sich weitergedreht.

      … und jetzt bin ich mir sicher das ich Deine roten Daumen locker toppen werde 😉

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      • avatar Sailer66 sagt:

        Moin WB,
        na – so wie es aussieht haben wir beide unser Ziel mit den „Roten Daumen“ nicht erreicht… 🙂

        Vom Prinzip her gebe ich dir recht – Stillstand ist immer Rückschritt!!! Das gilt in so fast allen Bereichen und auch im Segeln!
        Nur, das Rad wurde bisher einmal erfunden und kann nicht neu entdeckt werden. Beim Segelsport habe ich mittlerweile aber den Eindruck, dass dort fast jedes Jahr immer wieder alles neu und besser erfunden wird und das alte damit eigentlich in die Presse gehört.
        Ich weiß nicht, ob dieser Weg so richtig ist, außer dass dabei die Kassen von bestimmten Sponsoren und Bootwerften gut gefüllt werden.
        Gehe ich mal vom Funfaktor bei normalen Windverhältnissen aus, kann kein H-Boot, Drache oder ähnliches Gefährt mit den neuen Booten mithalten. Deshalb ist es absolut OK, dass die bei Olympia dabei sind! Falls aber mal richtig Wind und etwas Welle aufkommt und die Strecke länger ist, ändert sich das verdammt schnell.
        Nur, was spricht dagegen, ein Starboot dabei zu behalten. Wenn das IOC schon über Klassen entscheiden muss, dann bitte aber weniger durch direkte oder indirekte Zuwendungen interessierter Kreise. Die Jungs sollten einfach eine gute Berichterstattung in den Medien auf die Beine stellen und dann die Füße – sprich Zuschauerzahlen – entscheiden lassen.
        Bei den Cats wurde der Tornado rausgekegelt. Jeder der mal so ein Gefährt gefahren hat, weiß was so ein Ding kann und die Optik beim Segeln stimmt auch. Nun werden immer wieder neue Cats aus der Kiste raus geholt – aber besser / erfolgreicher scheinen die auch nicht unterwegs zu sein. Die einzige wirklich wahre Innovation der letzten Jahren waren die Foils. Wenn ich nun richtig liege, wird aber kein Cat damit bei Olympia unterwegs sein – falls ich mich irre – Sorry! Setzt also ein Tornado auf Foils und der Funfaktor ist irre…
        Die jetzige Diskussion um die olympischen Bootklassen ist eigentlich nicht neu. Wenn ich mich richtig erinnere, gab es in den letzten 40 Jahren immer wieder riesig Gesprächsbedarf, wenn ein älteres Kielboot aus den olympischen Klassen raus genommen wurde – dafür kamen Laser und Surfer. Das hat aber in der Vergangenheit nicht dazu geführt, dass das Interesse am Segeln nachhaltig gesteigert wurde, eher im Gegenteil. Der nicht sachkundige Zuschauer sieht nur noch mehr kleine Segel und fliegende Kisten auf dem Wasser und weiß und Versteht eigentlich nicht, was da abgeht. Also wird gerne weiter geschaltet auf den nächsten Kanal (Ergebnis vieler leidvoller Diskussionen mit Arbeitskollegen und Bekannten aus allen Altersklassen.
        PS – ein sehr guter Bekannter will mir schon seit Jahren einen Star andrehen – habe immer dankend abgelehnt. 🙂

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        • avatar WB sagt:

          Hallo sailer66, ich kann schon nachvollziehen was du schreibst. Unsere unterschiedliche Betrachtungsweise und Wahrnehmung erklärt sich aber vielleicht einfach durch einem beträchtlichen Altersunterschied. Ich sehe um mich herum, auf dem Wasser und in den Vereinen, eigentlich nur noch alte Segler. Selbst mit fast 40 komme ich mir da oft wie ein Youngster vor. Olympia war aber mal als die Spiele der Jugend gedacht und ich habe noch nie einen Jugendlichen auf einem Star gesehen. Der neue ‚gemischte’ olympische Nacra 17 hat übrigens Radial-Schwerter, die einen Foil-ähnlichen Lifteffekt erzeugen. Dagegen sieht dann auch ein Tornado ziemlich alt aus. Gleiten, Fliegen, Dynamik, Athletik, das ist heute der Stoff aus dem die Träume sind und womit man Menschen im Jahr 2014 begeistern kann. Das nur als Mode abzutun, wie man es immer wieder von Konservativen hört, ist zu einfach. Es wird höchste Zeit das Segeln auf breiter Front endlich in der Neuzeit ankommt.

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          • avatar Sailer66 sagt:

            Hallo WB, ich gebe dir recht – klar liegt die Betrachtungsweise auch am Alter. Ich selber würde mich zwar nicht als konservativ bezeichnen – komme aber von den Anfängen (vor über 20 Jahren) her vom Kielboot und bin über einen kleinen Abstecher als Hobby-Vorschoter auf einem Tornato halt den Kielbooten treu geblieben – so muss ich halt die Kielboot-Fraktions-Konservativen-Fahne hoch halten… 🙂
            Das Alter der Teilnehmer spielt ein große Rolle und niemand kann heute Leute unter 20 für ein Kielboot begeistern, sobald sie einmal “Blut” an den schwimmenden neuen Badewannen geleckt haben – und das ist auch sehr gut so!
            Die Problematik in den Vereinen – selber mit Ende Vierzig noch zu den jungen revolutzern zu gehören (streichelt das eigene Ego ungemein) – ist verdammt traurig und ein weites, weites Diskussionsfeld.
            Nur kenne ich persönlich auch 2 knapp über 20-jährige, die verdammt gut im Starboot unterwegs sind, dass schon über Jahre hinweg – alles aus eigener Tasche finanzieren und daher bei internationalen Regatten leider meist nur im oberen Mittelfeld landen. Die Jungs haben tierisch Spaß mit dem Teil – sind aber auch auf dem Laser verdammt gut unterwegs.
            Deshalb – Scheuklappen auf beiden Seiten weg – gerne mal was neues wagen bei Olympia – Segel-Bundesliga ist ein goiles Beispiel dafür – die J 70 ist ein gutes Boot – warum nicht neben den max. 2 Mann/Frau Teilen mal ne etwas größere Mannschaft mit nem etwas größeren (und bezahlbaren) Boot, aber bitte unter 10 Meter – ein paar gescheite onboard-Kameras (AC hat gezeigt wie es funktioniert) und etwas sachkundigeren Reportern an Land und mal sehen, wie die Zuschauer darauf reagieren.
            PS – Natürlich wäre es der Traum eines Endvierzigers, wenn das “hippe” H-Boot endlich mal Olympisch wird – mit die größte Kielbootklasse weltweit, goiles Boot (für die ältere Generation – obwohl die younster in der Klasse sind gerade mal Ende dreißig ) usw. usw. usw. …. 🙂

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  7. avatar Philipp sagt:

    ich frag mich ja….

    ….warum es keine Segelklassen mit hohem Zuschauerwert gibt.

    Also z.b. ein Matchrace direkt an der Küste wo die Leute auch super sehen und auch nichtsegler leicht den Überblick bewahren können…

    Ein Tornado (der ja leider nicht mehr olympisch ist), eine Motte, ein Skiff oder ähnliches ist sicher spektakulärer zum Ansehen als ein Laser oder ein Finn… (Soll nicht als Argument für die Abschaffung der beiden Klassen zu verstehen sein 😉 )
    Ich denke die Menschenmassen beim AC oder bei den X-40s sprechen doch eine eindeutige Sprache?
    Wenn Segeln zuschauerwirksamer wird (und das Potential ist vorhanden) kann das nur einen Aufschwung für unseren schönen Sport bringen.

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    • avatar Hobby-Regatteur sagt:

      Du meinst sowas wie die ProSail Tour?

      Ja, funktioniert. Fleetrace / Rangslistenregatta, auf Sylt auch Teamraces. Vom Ufer aus gut einsehbare Spielfelder, das Ziel wird soweit möglich an eine Seebrücke gelegt, eine gute Moderation erklärt den Nicht-Seglern was es zu sehen gibt.
      Dank der bugbetont sparsamen Rumpfvolumina in Verbindung mit ausreichend Segelfläche gibt es immer wieder spektakuläre Szenen.

      http://www.prosail.de/index.php/das-event.html

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