Olympia-Qualifikation Match Race: Team Hahlbrock verpasst Olympia-Ticket nach Weymouth

"Wir sind tief enttäuscht"

Das deutsche Frauen Match Race Team um Steuerfrau Silke Hahlbrock im Vorstart-Duell mit der Finnin Lethinen. © Sail Sheboygan

Das Hamburger Match Race Team um Silke und Maren Hahlbrock mit Anke Lukosch an der Vorschot hat die Qualifikation für die Olympischen Spiele in der Disziplin Match Race für Weymouth verpasst.

Die Mannschaft des Hamburger Segel Clubs konnte sich bei dem Ausscheidungs-Wettkampf in Florida nicht für einen der verbliebenen drei Plätze qualifizieren. Im Feld der neun Damenteams aus neun Ländern überstanden die Hahlbrocks noch die erste Runde, nach der drei Boote ausschieden. Danach riss aber der Faden und die 20. der Weltrangliste erwischten einen rabenschwarzen Tag.

Die drei knappen Niederlagen gegen die Finninnen gerieten zu Schlüsselrennen für die Hamburgerinnen. © Sail Sheboygan

Er endete mit der Serie von 0:6. Am nächsten Tag schien die Aufholjagd mit drei Siegen in Folge gelingen zu können. Das letzte Duell mochte über den Einzug unter die Top vier entscheiden. Sie lagen vorne gegen die Finnin Lethinen, mussten sich aber schließlich doch überholen lassen.

“Drei Siege aus vier Rennen heute waren nicht genug”, schreibt die Skipperin. “Wir haben uns nicht für Olympia qualifiziert. Wir sind tief enttäuscht. Aber wir danken allen für ihre großartige Unterstützung.”

Mit Siegen in den Halbfinals qualifizierten sich die Favoriten Tamara Echegoyen (ESP, Weltrangliste: 8.) und Silja Lehtinen (FIN, WR: 9.) für Olympia. Sie segeln am Sonntag im Finale den Regattasieg unter sich aus.

Lethinen verlor in 18 Rennen nur zweimal, kam im Halbfinale aber nur knapp mit 3:2 ins Finale. © Sail Sheboygan

Um den letzten Olympiaplatz duellieren sich die Argentinierin Martina Silva (WR: 29.) und die ehemalige Weltranglisten Erste Lotte Meldgaard Pedersen (WR: 30.) aus Dänemark.

Es ist ein trauriges Ende für die vielversprechende Olympiakampagne der Hamburgerinnen, die 2010 mit einem Sieg beim Weltcup in Hyères begonnen hatte.

 

Ergebnisse

 

Mammut-Programm in Florida. In drei Tagen wurden 75 Rennen bis spät in den Abend durchgezogen. © Sail Sheboygan

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Carsten Kemmling

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27 Kommentare zu „Olympia-Qualifikation Match Race: Team Hahlbrock verpasst Olympia-Ticket nach Weymouth“

  1. avatar Segelpapst sagt:

    Am Ende siegt immer die Gerechtigkeit!

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  2. avatar Günther Ahlas sagt:

    @segelpapst: Welches Huhn hast Du denn gefrühstückt?

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  3. avatar Segelpapst sagt:

    Der Hahlbrock Clan hat halt nicht nur Gönner, sowie den (H)ahlbrocker (S)egel (C)lub…

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    • avatar Günther Ahlas sagt:

      Auf was spielst Du denn bitte an? Vernimmt mein Zwergfell da etwa Neid?

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  4. avatar Ichbleibauchanonym sagt:

    Das ist das große Problem, daß sich jeder unsportliche Depp hier über Leute erheben kann, die mit aller Kraft, viel Einsatz und viel Können sportlich etwas leisten.
    Auch Niederlagen gehören dazu – leider !
    Mädels ihr habt toll gekämpft! Gerade auch für den Hamburger Segel-Club!

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    • avatar Harry Hirsch sagt:

      Nun hatte man dank eines großen Einflusses sich den Etat des Vereins gesichert, nicht unerheblich an der Fokussierung aufs Ladies Matchen beigetragen. Da nun der letzte Streichholz verglimmt scheint, der Verein für die Abwicklung der Anschaffungen nun drauf zahlen wird und der sonstige Nachwuchs wohl oder übel vernachlsääigt wurde, scheint mir die Sichtweise, dieses Projekt für den Verein als nachhaltig erfogreich anzusehen, wohl eher etwas fragwürdig.

      Die Festellung das die Gerechitgkeit immer siegt, ist sicherlich ebenfalls eine gewagte These, aber sie scheint derzeit im Sport immer noch eher anwendbar, als beispielsweise in der Politik. Auch wenn gerade hierzu sicherlich der an anderer Stelle der heiss diskutierte Fall der 470er -Quali diese Aussage wieder stark ins Absurdum führt. Eines ist jedoch Sicher Filz gibt es auch in deutschen Segelclubs und das nicht zu knapp!

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  5. avatar Rolf Albert sagt:

    Tja… die lieben anonymen… wie auch an anderer Stelle hier vor kurzem in Sachen Kadelbach-Clan im VSaW. Das tut der Sache wohl nicht gut. Wer was zu sagen hat, soll auch Ross u. Reiter nennen. Nur so wird es glaubwürdig. Sonst, meiner Meinung nach, die Klappe halten.

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  6. avatar Rolf Albert sagt:

    … Die lieben anonymen… wie auch an anderer Stelle hier vor kurzem in Sachen Kadelbach-Clan im VSaW. Das tut der Sache wohl nicht gut. Wer was zu sagen hat, soll auch Ross u. Reiter nennen. Nur so wird es glaubwürdig. Sonst, meiner Meinung nach, die Klappe halten.

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    • avatar Rolf Albert sagt:

      oh…gleich doppelt ! welch Ehre…. 🙂

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    • avatar Andreas Ju. sagt:

      Recht hast du, Rolf. Diese vagen Andeutungen, das Gestichel im Schutz der Anonymität und dann auch noch mit dem nicht unbescheidenen Pseudonym “Segelpapst” – sowas nervt ja doch etwas.

      Carsten – mach dieses Forum transparent. Es würde der Qualität gut tun, die Teilnehmerzahl vermutlich aber etwas reduzieren.

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      • avatar Christian sagt:

        Andreas, sieh doch das Positive: Sobald irgendein “Segelpapst” auf SR unsäglichen Schrott von sich gibt, widersprechen ihm umgehend viele andere Kommentatoren und machen den Schrott als Schrott kenntlich.

        Ob es mit kompletter Namensnennung besser zugeht, bezweifele ich. Dafür es hat viele, auch datenschutzrechtliche Nachteile, wenn hier nur mit Klarname unter Angabe von Datum und Uhrzeit gepostet werden darf. Davon würde ich dringend abraten.

        Letztlich ist es unser aller Verantwortung als SR-Leser, wie das Niveau hier in der Kommentarspalte ist. Im Vergleich zu anderen Foren ist es unterm Strich ok, es gibt viel anregende Diskussionen. Und die paar Blödmänner geben wir einfach der Lächerlichkeit preis 😉

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      • avatar Harry Hirsch sagt:

        Andreas, vielleicht kannst du ja auch etwas zur Diskussion beitragen und nicht diese Plattform für den Informationsaustausch in Frage stellen. Als Mietglied des Vorstandes könntest du doch die Vorwürfe von Segelpapst einfach entkräften. Verschleiern und von eigentlichen Inhalten ablenken war gestern. Gott sei dank haben wir hier Transparenz, wenn auch in einer anonymen Form, die sicherlich nicht schadet um das eine oder andere Licht ins Dunkel zu bringen.

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        • avatar HSCer sagt:

          @Harry Hirsch
          Andreas Ju. ist NICHT Andreas Jungclaus, daher greift Dein Appell ins Leere

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  7. avatar Herr Meier sagt:

    “Es ist ein trauriges Ende für die vielversprechende Olympiakampagne der Hamburgerinnen, die 2010 mit einem Sieg beim Weltcup in Hyères begonnen hatte.”
    Nach einigen Recherchen habe ich festgestellt, dass die Kampagne ja eigentlich schon viel früher erfolgversprechend begonnen hat! Das Match Race Team Hamburg konnte bereits 2009 den Europameister-Titel in Middelfart (Dänemark) erringen und war über mehrere Monate Weltranglisten-Zweite! Gekrönt wurde das noch mit dem Gewinn des Weltcups in Hyères 2010. Danach ließen die Ergebnisse dann leider nach, die 2. weltranglistenposition konnte nie wieder erreicht werden.
    Warum ist eigentlich die Zusammenarbeit mit dem damaligen Trainer Hendrik Ismar nicht fortgesetzt worden, mit dem diese Erfolge zustande gekommen sind? Weiß das jemand? Seit Sommer 2010 tauchte der nicht mehr als Trainer auf der Website des Teams auf. Danach gings dann bergab.
    Schade ist es trotzdem, dass die Quali nach diesen frühen Erfolgen nicht mehr geschafft wurde, schließlich hat das Match Race Team Hamburg eine von gerade einmal drei Medaillen bei einer Welt- oder Europameisterschaft in dieser Olympiade gewonnen!

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    • avatar Christian sagt:

      das Rätsels Lösung liegt möglicherweise darin begründet, dass Silke und Co schon immer gut waren, dass aber in den letzten zwei Jahren viele andere internationale Teams sich durch intensives Matchrace-Training massiv verbessert haben. Im professionellen Segelsport ist die Luft in der Spitze inzwischen sehr dünn, das ist auch in der jungen Disziplin Frauen-Matchrace so.

      Schade, dass die ISAF Frauen-Matchrace schon wieder rausgekickt hat. Ich bin gerade erst so richtig auf den Geschmack gekommen…

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      • avatar Herr Meier sagt:

        Ja, sicher, die Weltspitze ist sehr eng zusammen gerückt und hat sich extrem professionalisiert! Aber warum gelingt es allen anderen Top-Mannschaften, sich zu verbessern und das Niveau zu steigern, außer, ja außer eben Silke & Co., die so weit zurückfallen und aus dem anfänglichen “Vorsprung” kein zählbares Ergebnis (Olympia-Quali) mitnehmen konnte?!

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        • avatar Christian sagt:

          das müssten wir mal Silke fragen… Carsten, du hast doch schon oft gegen sie gesegelt (und öfter verloren), frag sie doch mal 😉

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  8. avatar Kurt sagt:

    Ja – da stellt sich doch die Frage, was ist eigentlich die Aufgabe eines Segelclubs, der sich als gemeinnütziger Sportverein darstellt.
    Ausbildung und Förderung des Segelsports gehört doch sicher dazu. Geselligkeit auch.
    Ganz zu Anfang vermutlich Segelausbildung von Kindern, dann Förderung von Jugendlichen im Segelsport.
    Jahre später hagelt es dann plötzlich Kritik, wenn ebendiese ehemaligen Kinder eine Olympiateilnahme anstreben. Wenn diese Kritik berechtigt wäre, dann müsste es ja irgendeine Grenze der Sportförderung geben. Wo liegt diese? Wieweit soll ein Segelclub seinen eigenen Nachwuchs fördern? Wann soll die Förderung enden? Darf man Vereinsvermögen für die Sport-Förderung aufwenden?
    Was meint ihr ?

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    • avatar Harry Hirsch sagt:

      Sehr guter Kommentar!

      Fördergelder eines Vereins sollten nur so weit bewilligt werden, dass hierdurch kein anderes Vereinsmitglied oder ganze Abteilungen in einem Segelclub unter der Leistungsförderung von Einzelnen zu leiden haben. Somit muss jeder Verein seine eigene Obergrenze schon selbst festsetzen. Relative Kennzahlen sind da galube ich eher weniger sinnvoll. So interpretiere ich mal den gemeinnützigen Verein. Leistungsförderung sollte doch eigentlich viel mehr durch die Verbände ausgeübt werden. An dem konkreten Bespiel Hahlbrock wird für mich deutlich, wie ein Segelverein mit langer Tradition, sich um jeden Preis in der Leistungsförderung von Einzelnen verrennt, dabei den übrigen Nachwuchs vergisst und nach dem Scheitern des Projekts 2012 nun endlich erkennen sollte, diverse Fehler in der Nachwuchsarbeit gemacht zu haben. Da dieses Thema dann wohl stark polarisierend auf die Vereinsgemeinschaft wirkt, wird wohl auch die Geselligkeit zwangsläufig leiden.

      Mich würde hier noch mal besonders die Sichtweise von Andreas Ju. interessieren, der sich hoffentlich fortwährend mit diesen Dingen beschäftigt.

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      • avatar HSCer sagt:

        @Harry Hirsch
        Nochmal: Der hier postende Andreas Ju. ist NICHT Andreas Jungclaus aus dem Vorstand des HSC sondern wie ein Blichk auf seine Webseite erkennen lässt Andreas Jung aus Kiel, der zumindest nicht im Vorstand des HSC ist und soweit ich weiss auch kein HSC-Mitglied.

        Dann weiter, der HSC hat z.Zt. ca 720 Mitglieder, der von vielen hier beschworene “Hahlbrock-Clan” wird von Euch extrem überschätzt und beträgt vielleicht rund ein Dutzend Mitglieder, die Zahl der erbitterten “Hahlbrock-Feinde” dürfte rund doppelt so hoch sein und sich neben einigen Neidern vor allem aus erbitterten Feinden des Vaters zusammensetzen – die meisten Feindschaften davon sind kindisch und beruhen auf “sagenhaften” Vorfällen von vor vielen Jahren. Viele Kosten für die Unterstützung Silkes sind durch Spenden gedeckt. Sollte ein Rest bleiben, ist es meines Erachtens gerechtfertigt, da hier ein “Kind” des Clubs (nicht von außen “eingekauft” wie in vielen anderen Clubs) bei einer ernsthaften Olympiakampagne unterstützt wurde. Schade, dass es nicht geklappt hat. Ich denke es bleibt ein höherer Nutzen für den Club als die vielen Wichtigtuer, die an anderer Stelle dem Club eher geschadet haben dürften.

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        • avatar Harry Hirsch sagt:

          Das it eine gute Sichtweise, wo genau siehst du denn den Mehrwert? Und was zur Hölle hat der Vater mit der Quali zu tun…verstehe ich leider nicht ganz. Da du ja HSCer zu sein scheintst und wihl ziemlich umfangreiche Wissen über Clubinterna hast, kläre doch die Allgemeinheit mal auf…so stehe ich etwas auf dem Schlauch.

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          • avatar HSCer sagt:

            Den Mehrwert sehe ich darin, dass nach außen dokumentiert wird, dass es in diesem Club die Möglichkeit gibt sich, bei entsprechendem Willen und natürlich eigenem Ehrgeiz, seglerisch bis zur potentiellen Olympiateilnehmerin entwickeln zu können und zwar aus der eigenen Jugendarbeit heraus. Das wiederum kann leistungsorientierten Jugendlichen als Ansporn und Vorbild dienen und identitätsstiftend wirken.
            Es gibt in Deutschland nur sehr wenige Clubs, die ihren Mitgliedern diese Unterstützung bieten können.
            Silke hat dazu durch entsprechende Leistungen (Deutsche Jüngstenmeisterin, Deutsche Jugendmeisterin, Deutsche Meisterin, mehrere Top-Ten Platzierungen bei WM, Siege bei Weltcups usw.) das ihre beigetragen und somit den Club in der segelinteressierten Öffentlichkeit sehr gut repräsentiert. Dass der Club dies nicht gut genug ausschlachtet, kann man Silke nicht zum Vorwurf machen.
            Da niemand im Club in den letzten Jahren ähnliche Leistungen abgeliefert hat, ist auch niemand sonst in den Genuss einer ähnlichen Förderung gekommen, das hat jedoch nichts damit zu tun, dass man nur ein Team individuell gefördert hätte, dass haben eher Leute nach außen krakeelt, die mit nicht annähernd so guten Leistungen neidvoll auf die Hahlbrocks blicken.

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        • avatar Andreas Ju sagt:

          Danke, HSCler. Was du über mich schreibst, ist alles richtig!

          @ Harry: Da du mich aber schon einmal so direkt fragst – auch, wenn ich mich gottseidank nicht “fortwährend mit diesen Dingen beschäftige”: Ich finde, Aufgabe eines Vereins kann durchaus auch die Spitzenförderung sein und sollte mitnichten allein den Verbänden überlassen werden. Täten wir das, wären wir im Segelsport international bald so bedeutsam wie im Rugby.

          Wenn man sich z.B als Verein “Förde Seglerkameradschaft” nennt, ist das Signal klar auf Seite deiner Argumentation, Harry. Nicht aber wenn man sich “Young European Race Club” nennt (beide nur mal so fiktiv). Schließlich kann jeder wählen, welchem e.V. er seine Mitgliedschaftsgebühren geben will. Und dass der HSC eine gewisse Regattatradition hat, dürfte bekannt sein.

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  9. avatar Jongleur sagt:

    Es ist ja bedauerlicherweise so, dass in den Leistungssportlich ausgerichtenen Segelvereinen die mögliche Teilnahme von Mitgliedern an den Olympischen Spielen im Vordergrund steht. In meinem Verein wurde der Zyklus bis London ausgewertet und diejenigen, die es nach Rio de Janeiro schaffen können, schon benannt. Darüber hinaus gibt es zwischen den Vereinen am See aus meiner Sicht ein Konkurrenzdenken, mit dem ich meine Schwierigkeiten habe. Die Qualifikation einer Frau aus dem Nachbarverein zu den Olympyschen Spielen in London, wurde auf einem Empfang, soweit ich das mitbekommen, habe mit keinem Wort erwähnt.

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  10. avatar Karla sagt:

    Denkbare Geschichte in einem Segelverein, der vielleicht nicht ursächlich leistungssportorientiert ist:

    Jugendleiter und Eltern (zuständig für die Knete und das Bootsmaterial) bilden eine Anzahl von Jüngstenseglern aus, begleiten sie jahrelang auf ihrem Weg quer durch die Republik, Kids haben ne Menge Spaß (übrigens die Eltern auch), nun stellt sich auf einmal heraus, dass der eine oder andere Ambitionen und die Quali für eine Weltmeisterschaft oder Europameisterschaft in einer Jugendbootklasse hat.

    oje….kann er/sie aber leider nicht mitfahren, weil der Verein eine breitensportliche Ausrichtung hat?
    Gelder von Seglerverbänden fließen auch nicht, Omas,Opas usw. werden angepumpt, um die Containerkosten, Fahrtkosten usw. aufzubringen…(z.B. OptiWM Neuseeland ca. 8000 €, WM Haifa 420 3ooo €, WM 420 Argentinien 5000€ (pro Mannschaftsmitglied).

    Soll man dem Jugendlichen raten seinen alten angestammten Verein zu verlassen, um in einen anderen Verein den Traum von der WMTeilnahme zu verwirklichen? Frage stellt sich ja dann, wer nimmt einen, wenn der nur Geld kostet?

    Ich denke, alle Segelvereine können, natürlich nur nach eingehender Beratung unter Beachtung auch der wirtschaftlichen Verhältnisse, hier auch ihre Gemeinnützigkeit und die Solidarität zeigen, die KInder und Jugendliche gerade von den Erwachsenen brauchen. (Denn aus denen sollen ja mal “nette” Menschen und auch Olympiasieger werden!)

    Übrigens sind u.a.Gelder von Landessportbünden , die ja alle Gelder aus der öffentlichen Hand verteilen, an die Seglerverbände auch an Erfolge bei WM und EM geknüpft.

    Wenn schon die Segelvereine keine Solidargemeinschaft (auch für evtl. künftige Olympiateilnehmer) mehr sind, wer soll dann die Aufgaben übernehmen?

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    • avatar Harry Hirsch sagt:

      Hallo Karla, für deinen letzten Absatz bzgl Olympiaqualifikanten findest du eigentlich die Lösung beispielsweise hier.

      http://www.hamburger-segler-verband.de/content/view/113/27/

      Sonst finde ich deinen Kommentar sehr gut. Nur ist halt die Frage die sich nun stellt für mich folgende.
      Soll ein ganzer Verein “umgebaut” werden und die Finanzierung einer Talentförderung stellen, nur weil es halt den Umstand gibt, dass es sich ein besonderes Talent hervorgetan hat. Diesem die Teilnahme aus materialistischen Gründen vorzuenthalten ist sicherlich falsch. Auf der anderen Seite hielte ich es aber auch nicht für richtig nur einzelene Teams zu fördern. Das verstösst einfach gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung.

      Eine Abteilung eines Vereins auszugliedern, die sich auschließlich um den Spitzensport bemüht, oder dem Sportler einen Verweinswechsel nahe zu legen liegt vielleicht auch in der Sache. Wird ja beispielsweise auch beim NRV Olympic Team in der Regel so praktiziert. Oder um es platter auszudrücken, der FC Süderbrarup spielt sicherlich auch nicht ohne weiteres Champions League. 🙂

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      • avatar Karla sagt:

        der Haken an der Sache ist doch der, wie kommt der talentierte Segler zu den Vereinen, die bereit sind ihn aufzunehmen? Nicht jeder Segler aus Deutschland kommt aus Hamburg, Bayern oder Berlin (wenn man die Kaderliste des DSV auschaut, hat man aber den Eindruck!) Wieviele talentierte Segler und Seglerinnen verliert der deutsche Segelsport im Übergang von 17 – 20 Jahren!

        Mein Anliegen war es auch deutlich zu machen, dass es hier bei dem Beitrag von den SEGelreportern nicht um Vereinsscharmützel geht, sondern um die wirklich anerkennswerte Leistung von jungen Menschen, die sich mit dem Leistungssport und den auch damit verbundenen Einschränkungen auseinandersetzen.

        Auch der FC Süderbarup hat bestimmt mal die Möglichkeit im DFB Pokal die Bayern zu treffen!!

        P.S:Übrigens, ich musste noch nie das Korbnetz bei meinem baskettballspielenden Kind kaufen und ich glaube auch nicht, dass ein Tischtennisspieler in der höchsten Spielklasse noch ohne Geld nach Hause geht.

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