Olympia: Vergleichsfahrten vor Valencia beginnen – Laser vs. Aero, Melges, Devoti

Laser auf dem Prüfstand

Die Herausforderer „scharren mit den Hufen“, doch werden sie den Laser als Einhandklasse wirklich ablösen können? Videos der Herausforderer.

Der allseits geliebten und (fast) allerorts verehrten „schwimmenden Kühlschranktüren“ könnte aus dem Olympischen Programm fliegen. Zumindest wenn es nach dem Willen einiger Funktionäre, Segler und Lobbyisten geht (siehe hierzu ausführlichen SR-Bericht und Interview mit Laser-Importeur Ziegelmayer). 

Heute beginnen vor Valencia die von „World Sailing“ ausgeschriebenen Test- und Vergleichsfahrten, bei denen Melges 14, Aero RS und Devoti Zero gegen den Laser antreten werden. 

Als Testsegler wurden Segler aus acht Nationen berufen: Großbritannien, Australien, Tschechien, Dänemark, Zypern, Mexiko, Portugal und Spanien.

Der Laser wird seit 1971 in den gleichen Bootsabmessungen gesegelt. Lediglich im sowieso kargen Equipment wurden Verbesserungen vorgenommen (XD); ebenso wurden im Laufe der letzten Jahre neue Segel-Schnitte und -Tücher vorgestellt (SR-Bericht). 

Seit 1996 ist der Laser in der „Standard“-Ausführung Olympische Bootsklasse für Männer, seit 2008 mit der kleineren Radial-Beseglung auch Olympiaklasse für Frauen. 

Acht Bewerber wollten ursprünglich gegen den Laser antreten, World Sailing wählte darunter drei Kandidaten aus: 

  • D-Zero von Devotti Sailing
  • Melges 14 von Melges Boat Works
  • RS Aero von RS Sailing 

versus

  • Laser Standard und Laser Radial von ILCA

Die drei Herausforderer erfüllen lt. World Sailing am besten die geforderten Kriterien: Unterschiedliche Rigg-Größen für Männer und Frauen (möglichst auch Jugendliche), ein One-Design-Bootsrumpf für alle Rigg-Versionen, relativ leichte Handhabung des Bootes bei allen regattakonformen Windstärken. 

Die Vergleichsfahrten dauern vom 11. bis 15. März. Eine Entscheidung will World Sailing allerdings erst im „Verlauf des Jahres“ bekannt geben. 

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Michael Kunst

Näheres zu miku findest Du hier

7 Kommentare zu „Olympia: Vergleichsfahrten vor Valencia beginnen – Laser vs. Aero, Melges, Devoti“

  1. avatar Geronimo sagt:

    Schade, dass es kein deutsches Segelportal schafft, die drei modernen Boote mal in ein paar Wettfahrten gegeneinander segeln zu lassen.

    Kann doch eigentlich nicht so schwer sein !

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  2. avatar Andreas Borrink sagt:

    Ich bin für die Melges, die hat die beste Musik im Video…..im Ernst: Zero und Aero wirken auf mich irgendwie unproportioniert. Die Melges ist ein elegantes Skiff, das toll segelt (ich hatte schon das Vergnügen), aber der Preis ist nicht von dieser Welt. Außerdem ist das Teil sehr empfindlich; als Vereins- und Jugendboot ungeeignet.

    Insgesamt frage ich mich, welche Fortschritte in den letzten 49 (!!) Jahren eigentlich gemacht wurden? Was können die “Neuen”, was der gute, alte Laser nicht auch sehr ordentlich kann? In Anbetracht der Verbreitung und der Lobby würde es mich schon wundern, wenn der Laser seinen Status verlieren würde. Aber zum Wundern wurde in letzter Zeit bei den Segelfunktionären ja einiges geboten….

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 12 Daumen runter 2

    • avatar RustyRoland sagt:

      Das ist nur eine WS Alibi Veranstaltung, um keinen Ärger mit dem neuen Anti-Monopol Gesetz der EU zu bekommen. Laser (von 4.7 bis Standard) ist und bleibt ein Boot, was die meisten Segler/Nationen haben und behalten wollen bzw. sich leisten können. Ansonsten hätte man einen Foiler zugelassen. Das wäre eine echte “teure” spektakuläre Alternative gewesen. Genauso wie Windsurfen olympisch bleiben muss, so soll es der Laser bleiben!!!

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      • avatar Christian sagt:

        “Rusty” ist der Laser in der Tat, lieber Roland… schwer, lahm und wenig durabel. Einfach nicht mehr zeitgemäß.

        Von der Melges 14 abgesehen ist die Konkurrenz nicht teurer. Nur besser gebaut (Epoxy-Sandwich).

        Und übrigens ist ein Einheitsfoiler wie WASZP auch nicht (mehr) teuer, da bist du mit 11.000 Euro dabei.

        Wenn Geld das Argument ist, dann dürfte es die neue Kielboot-Disziplin nicht geben…

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  3. avatar Michael Kunst sagt:

    Geronimo – keine Werbung für Medien, die nicht zum SVG-Verlag gehören, auf SegelReporter. Müsste doch eigentlich klar sein, oder?

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    • avatar Geronimo sagt:

      Michael, gehören denn “SportVid Public” und “FAREVELA, the Sailing MEDIA”, die zwei der von Dir verlinkten Videos produziert haben, jetzt auch zum SVG_Verlag ???

      Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 5 Daumen runter 4

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