Pre-Olympics Rio: Heil/Plößel auf Bronze-Kurs, Kohlhoff/Werner mit Silber-Chancen

Judgement Day

Der deutsche Olymia-Vierte Toni Wilhelm hat die Pre-Olympics auf Platz zehn beendet. Die 49er Männer und das Nacra Mixed Duo haben heute beim Medalrace gute Chancen auf Edelmetall.

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Die Finn Klasse vor dem Zuckerhut. © Renedo/Sailing Energy

Der deutsche Surfer Toni Wilhelm ist der erste deutsche Athlet, der seinen Wettkampf bei den Pre-Olympics in Rio beendet hat. Platz zehn entspricht nicht seinen Ansprüchen, und besonders in der ersten Hälfte der Rennwoche kam er nicht in die Nähe der angestrebten Edelmetall-Plätze.

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Sieger Trio bei den Surfern vor der Rio Kulisse. © Renedo/Sailing Energy

Aber im zweiten Teil lief es besser, und Wilhelm platzierte sich in den Top sechs. Nach einem Frühstart war aber nicht mehr drin als eine knappe Teilnahme am Medalrace. Besonders der Abstand zu Spitze muss dem Deutschen nun Sorgen machen im Hinblick auf die angepeilte Olympia-Medaille.

Bei dem überwiegend leichten Wind ist bei den Surfern eine unglaubliche Physis notwendig, und auf diesem Gebiet hat besonders der Chinese Aichen Wang einen unglaublichen Sprung gemacht. Er  siegte in fünf von zehn Rennen und gewann schließlich mit 19 Punkten Vorsprung.

Dem 13. der aktuellen Weltrangliste und 12. und 17. der vergangenen Weltmeisterschaften war eine solche Leistung nicht zugetraut worden. Aber sein Coach Tom Ashley, Olympiasieger 2008 aus Neuseeland, sagt: “Ich wäre in meinen besten Tagen nicht in der Lage gewesen, so wie er zu segeln. Es ist aufregend zuzusehen, wie er nun sein Potenzial ausschöpft.”

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Der Chinese Aichen Wang zeigt eine nicht für möglich gehaltene Überlegenheit bei den Surfen. © Renedo/Sailing Energy

Während sich die Hierarchie bei den Surfer Männern offenbar neu etabliert und die vergangenen Olympia Gold- und Silber-Gewinner die Plätze 8 und 13 belegen, sind auch bei den Frauen neue Namen vorne im Vergleich zu London. Der Sieg der Französin Charline Picon ist aber keine Überraschung. Sie ist die amtierende Weltmeisterin. Deutschland soielt in dieser Klasse keine Rolle mehr nach dem Rücktritt von Moana Delle.

Besonderes Augenmerk können die deutschen Segelfans heute auf die Medalraces bei den Nacra 17 und den 49er Männern legen. Es ist Judgement Day. In beiden Klassen gibt es heiße Medaillenanwärter. Das deutsche Wunder-Duo Kohlhoff/Werner ist zwar nach dem unglaublichen Auftakt zurückgefallen auf Rang fünf. Es hat allerdings noch realistische Chancen auf einen Silber-Platz mit nur sieben Punkten Rückstand. Und selbst Gold ist theoretisch noch machbar.

Aber was auch immer passiert, schon jetzt war diese Regatta vor Rio ein großer Erfolg für die Youngster. Sie haben gezeigt, dass Platz fünf bei der WM kein Zufallsprodukt war.  (Live Tracker Start 21 Uhr deutsche Zeit)

Noch näher dran an einer Medaille sind Erik Heil und Thomas Plößel im 49er. Nach dem mühsamen Start sind die beiden ex Europameister sehr stark zurück gekommen und haben sich bis auf Platz drei nach vorne gearbeitet. Sie liegen allerdings 12 Punkte hinter Silber zurück und die Goldmedaille liegt außer Reichweite. Die Neuseeländer Burling/Tuke werden wohl ihren 16. Sieg in Folge feiern. (Medal Race Start 19:30h. Tracker)

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Philipp Buhl kämpft auf dem Olympiarevier um den Anschluss an die Spitze. © Renedo/Sailing Energy

Schadensbegrenzung möchte auch Philipp Buhl betreiben, der im Laser nach einer starken Aufholjagd knapp noch das Medalrace erreicht hat und nun auf Platz neun liegt. Er ärgert sich über Platz 26 im sechsten Rennen ohne den er jetzt um die Medaillen kämpfen könnte. Ein guter Platz im Medalrace kann ihn aber noch bis auf Platz fünf nach vorne bringen (Medal Race Start: 18 Uhr)

 Phillipp Buhl nach seinem ennttäuschenden sechsten Rennen am Trainerboot. © Piesker

Phillipp Buhl nach seinem ennttäuschenden sechsten Rennen am Trainerboot. © Piesker

In beiden 470er Klassen stehen noch je zwei Rennen an, bei denen sich die deutschen Teams auf die Medalrace Plätze vorschieben können. Realistisch ist das für die Europameister Gerz/Szymanski als 11. Bochmann/Steinherr müssen als 13. noch 12 Punkte aufholen.

 

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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