Regeln: Demolition-Derby an der Luvtonne – Warum mehr protestiert werden muss

Wo kein Kläger, da kein Richter

Im 3. Rennen der J/70 IDM ist es zu unschönen Szenen an der Luvtonne gekommen. Die Disziplin lässt zu wünschen übrig. Ist das ein Trend beim Segeln?

Mit Wind von Backbord an der Luvtonne reinwenden, die Tonne berühren und keinen freiwilligen Strafkreis ausführen. Das passiert beim Wettsegeln. Nicht nur in der jungen J/70 Klasse. Der Coach und Soling-Champ Roman Koch hat am Bodensee eine unangenehme Szene bei der Luvtonnenrundung aufgenommen, die stellvertretend für viele steht.

Die Frage: Wie lässt sich das vermeiden?

Beim Segeln gibt es ein umfangreiches Regelwerk. Bis ins kleinste Detail sind Verstöße beschrieben. Ihre Ahndung erfolgt bei Protestverhandlungen, die von Sportlern initiiert werden, indem sie einen Protest einreichen. Eine Jury entscheidet schließlich über Recht und Unrecht.

Chaos an der Luvtonne beim 3. Lauf der J/70 IDM.

Das ist das Prinzip beim Segeln. Die Sportler haben selber einen großen Anteil daran, dass die Regeln befolgt werden. So weit so gut. Aber wo kein Kläger, da kein Richter. Das System funktioniert nur dann, wenn auch jemand  protestiert und der Fall verhandelt wird. Ansonsten gibt es keine Strafen.

Protestieren nervt

Nun ist es beim Segeln aber so, dass die Protestiererei ziemlich nervt. Je mehr Rennen an einem Tag absolviert werden, umso unklarer wird das Bild von dem Vorfall. Abends will man lieber das verdiente Bier trinken, heiß duschen, vernünftig essen und keinen Stress vor einem Jury-Tribunal erleben. Der Ärger ist ohnehin verraucht.

In manchen Klassen wie bei den Drachen auf der Alster – und vielleicht auch anderswo – ist es dazu noch verpönt zu protestieren. Es schickt sich nicht. Der Protestierer ist der Buhmann, der Stimmungskiller. Soll er sich doch mit einem ausgegebenen Bier besänftigen lassen.

Eine solche Denkweise führte bei der diesjährigen Drachen-Meisterschaft in Hamburg zu tumultartigen Zuständen und verbalen Ausfällen auf der Bahn. Danach ließ sich der Wettfahrtleiter noch bei der Preisverteilung zu einer heftigen Standpauke hinreißen.

Die J/70-Klasse mag von dem fast paradiesischen Zustand in der Bundesliga geprägt sein, in der einige Crews aktiv sind. Dort nehmen ihnen Schiedsrichter auf dem Wasser die ungeliebte Arbeit ab. Sie verhängen selber Strafen in Echtzeit. An Land muss sich der Segler mit dem Ärger nicht mehr auseinandersetzen. Und im Rennen kann er davon ausgehen, dass grobe Regelverstöße geahndet werden.

Ohne Strafe geht es nicht

Ohne drohende Strafen geht es einfach nicht. Das ist genauso wie im Autoverkehr. Gerade in der jungen J/70 Szene muss die Gefahr präsent sein, dass eine Regelverletzung in eine Disqualifikation mündet. Es muss gelernt werden, dass Frechheit nicht siegt. Bei großen Meisterschaften wie gerade der WM in USA hat es auch funktioniert. Selbst in einem Feld mit über 90 Booten.

Vielleicht sollte man den Schiedsrichtern auf dem Wasser auch mehr Macht zugestehen. Sie sollten nicht nur Strafen wegen Regel 42-Verstößen oder unerlaubter Ausreithaltung aussprechen dürfen, sondern auch Übertretungen auf dem Wasser ahnden dürfen.

Eigentlich geht es aber primär um eine gewisse Ethik unter den Seglern. Man darf Schiedsrichtern, die schließlich nur bei großen Veranstaltungen präsent und wahrlich nicht unterfordert sind, nun die Verantwortung zuschieben.

Vielmehr ist offenbar die Verrohung der Sitten ein Problem. Nur wenige Segler kommen noch auf den Gedanken, eine Schuld einzugestehen und freiwillig eine Strafe anzunehmen. In vielen Klassen ist die Drehung-Strafe schon von zwei Kreisen auf einen verringert worden. Dabei verliert man je nach Boot kaum mehr als zwei Bootslängen.

Vielleicht hilft allein schon diese Erkenntnis, dass man nicht immer und unbedingt auf Vollkontakt segeln muss. Ansonsten: Einfach mal protestieren. Oder dem Protestführer Lob aussprechen. Er trägt dazu bei, dass das Rennsegeln nach dem bestehenden Regelwerk überhaupt möglich ist.

 

 

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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32 Kommentare zu „Regeln: Demolition-Derby an der Luvtonne – Warum mehr protestiert werden muss“

  1. avatar Schiedsricher sagt:

    Die Mitglieder des Protestkomitees sind nicht die Polizei auf dem Wasser.
    Um ein Feld mit 50 Booten Fair schiedsen zu können wären ca 10 -14 Schiedsricher und 5-7 Schlauchboote nötig.
    Hätten wir so viele Schiedsrichter in Deutschland auf dem Niveau?
    Hat der Veranstalter so viele Schlauchboote?
    ….
    Segeln ist ein “self policing sport” also einer Protestiert, der andere muss einschätzen ob er einen Regelverstoß begangen hat oder nicht und denn ggf reagieren.
    Ich bin viel als Schiedsrichter unterwegs. Wenn ich als Schiedsrichter Protest einlege denn wird eigentlich nur über DSQ oder DNE diskutiert!
    Das Hauptproblem in Deutschland ist, dass es bei den Seglern (in allen Niveaustufen) leider erhebliche Regelungsdefizite gibt, so muss leider ein Großteil der Proteste leider aufgrund von Formfehlern abgelehnt werden. So in “HEJ DU MUSST KRINGELN” nicht ausreichend um einen gültigen Protest zu erzeugen.

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  2. avatar Claus Harder sagt:

    Das ist die selbe Einstellung wie: ich hab`s eilig, noch schnell bei Rot über die Ampel fahren.
    Regeln sind gut, gelten für alle, aber im Zweifelsfall für mich persönlich sehr dehnbar, aber wenn ein Anderer..
    Bin über 60 Jahre alt, bedauere es manchmal, das unsere gesellschaftliche Entwicklung immer gleichgültiger gegenüber den Regelverletzern wird.
    Irgendwann frage ich mich auch: warum an Regeln halten. Bin ich der letzte BLÖDE !
    Das ist die Basis für ” naja kann man ja mal machen und wird man ja auch mal sagen dürfen…
    Ich würde mich über Eurer Kommentare freuen !
    Claus

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  3. avatar Drachenfan sagt:

    Ja, ja, Drachen segeln auf der Alster… Ausrichter NRV, Schiedsgericht NRV, Protestgegner NRV… Klare Situation vor der Luvtonne StbSchlag (Bb Bug), es kommt zu einer Berührung und Protest Verhandlung. Das Ergebnis: der NRVler bleibt drin, trotz Zugebens der Ausweichpflicht und der korrekt segeln wird disqualifiziert – er hat angeblich das Manöver des letzten Augenblicks nicht durchgeführt und die Berührung nicht vermieden.

    Ich segle keine Regatten mehr beim NRV. Wenn offensichtliche Regeln trotz Protesten auch von der (Club)Jury missachtet werden und eigene Club”Kameraden” “geschützt” werden, sorgt der NRV fuer Regelloses segeln. Was sollen denn da noch die regelmässigen Ansprachen des Wettfahrtleiters? Anscheinend ist man lieber unter sich und hat keine störenden Gäste dabei, die ja nur hunderte von Kilometern fahren, um mal auf der Alster zu segeln.
    Ich segle weiter gern, auch in meiner Heimatstadt Hamburg auf der Alster (wo kann man sonst auf der Welt mitten in einer Großstadt segeln?) – aber nicht mehr beim NRV. Auch wenn ich deshalb mit meinem Drachen nicht mehr auf der Alster segeln kann.

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  4. avatar Ex-Dyassegler sagt:

    Da fragt man sich, warum sich alle so bemühen die Luvtonne überhaupt noch zu runden. Kann man dann auch einfach in Lee dran vorbei, frei nach dem Motti: Ist doch nicht so schlimm – sind doch alle zum Spaß hier…

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  5. avatar Fastnetwinner sagt:

    Solange man von früh an lernt, dass protestieren spießig ist und man ja alles beim Bier klären könne, sp lange wird sich nichts ändern.

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  6. avatar Matze sagt:

    > wo kann man sonst auf der Welt mitten in einer Großstadt segeln?
    Seattle — beim Duck Dodge. Und da protestiert niemand, sondern die Boote verketten sich am Ende und feiern gemeinsam. http://www.duckdodge.org/

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  7. avatar Christoph G. sagt:

    Viele Probleme – viele Fragen – wenig Antworten.
    Ist ein Gesellschaftsproblem – ja, “Amerika-first-Problematik” … aber bei den J70 hauptsächlich andere Problematik:
    Zu wenig selbstfinanzierte Eignerboote, welche es zu schützen gilt, zu viele Vereinsboote, welche man “zusammenrammeln” kann.
    Zu viele wild zusammengewürfelte Segler, zu viele “Sonntags-Segler”, welche auf Biegen und Brechen vorne sein wollen.
    Bin 25 Jahre Tempest gesegelt, ehemals olympische Klasse, teure feinste selbstfinanzierte Rennmaschinen, welche kaum einer wirklich beherrscht, Taktik vom Feinsten, höchstklassiges Segeln, sehr gute Segler bis Spitzensegler (incl. ehemalige DSV-Präsidenten), Zieleinläufe im Sekundenabstand, und jetzt aufgepasst: fast keine Proteste, weil kaum nötig!
    Mehr finanzielle Verantwortung auf die Steuerläute … und sie werden es hart spüren … und unbedingt rausprotestieren!

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    • avatar Manfred sagt:

      >>Zu wenig selbstfinanzierte Eignerboote, welche es zu schützen gilt, zu viele Vereinsboote, welche man “zusammenrammeln” kann.<<

      Du sprichst das Kernproblem gelassen an. Gilt für alle Klassen mit Vereinsbooten. War mal ein guter Gedanke um mehr Seglern den Sport zu ermöglichen, die Idee schießt sich jetzt leider selbst in's Knie. Merkt jeder heutzutage, wenn er mal etwas verliehen hat. Sich für fremdes Eigentum, welches zur Verfügung gestellt wurde, verantwortlich zu fühlen ist offensichtlich aus der Mode gekommen.

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      • avatar Andreas Borrink sagt:

        Das ist alles wahr, aber lwundert es jemanden? Das ist doch nur eines von vielen Symptomen einer zunehmend egozentrisch aufgestellten Gesellschaft! Empathie, Rücksicht, Mitgefühl, Benehmen? – Fehlanzeige. Schon die aktuelle Generation der 18-25-jährigen ist – unabhängig von ihrer Zugehörigkeit zu sozialen Gruppen – massiv davon betroffen und es wird nicht besser werden. Schaut Euch mal in den Grundschulen um…..oder fahrt mal mit dem Fahrrad durch die Stadt. Da gelten nicht nur Sachwerte immer weniger, sondern zunehmend auch Mitmenschen. Im Vordergrund steht nur noch eines:

        ICH!

        Zu apokalyptisch? Hoffentlich!

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        • avatar TK sagt:

          Vielleicht nicht zu apokalyptisch aber doch sehr in Richtung “die böse nächste Generation bei uns war alles besser”, als würden alle Generationen separiert voneinander leben…

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          • avatar Andreas Borrink sagt:

            Naja, die Schnittstelle ist schon komplex……jedenfalls empfinde ich das so. Ich will aber auch nicht ausschliessen, dass das an mir liegt. Gehören ja immer zwei dazu.

            Einigen wir uns auf “früher war alles anders”, nicht “besser”!?

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  8. avatar Thosi sagt:

    …ich bin mitgesegelt, übrigens als Miteigner eines Bootes. Die ganzen Thesen kann ich nicht bestätigen und auch eine Generalisierung “die J70 Klasse” kann ich nicht sehen. Es gab immer schon rücksichtslose Segler und offensichtlich gibt es sie auch heute noch. Wir hatten auch ein paar Situationen, wo Regelverstöße da waren, da wurde allerdings gekringelt (wurde leider nicht gefilmt). Interessanterweise fand ich eher die Älteren (Eigner) etwas chaotisch, gerade am Start.

    Dass wir gerade einen Trend haben, wo jeder nur noch nach sich schaut, ist leider in vielen Fällen so. Das ist aber altersunabhängig und vielleicht lernen die Jüngeren das sogar von manchen Älteren. Ich kann nur von der J70 Truppe am Bodensee sagen, dass dort ganz viele sehr feine Jungs und Mädels dabei sind und wir ein sehr gutes Miteinander, auch zwischen den Clubs, haben. Das ist wirklich besonders und im Übrigen wird auch meist fair gesegelt. Auf alle Fälle deutlich fairer wie bei jeder Mittwochsregatta, wo der Altersschnitt wesentlich höher ist.

    Ich wünsche allerseits noch eine schöne und faire Restsaison!

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  9. avatar Hans Genthe sagt:

    Mehr Modellbooteregatten segeln. Bsi bis zu 15 Rennen pro Tag wird man regelfest 😉
    https://stockmaritime.com/premium/?modell=2&navi1=295

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    • avatar Andreas Borrink sagt:

      Moin Hans, ich weiß ja nicht, wie das bei den Stockmaritim-Booten ist!? Bei den Minicuppern ist das Geschrei und der Regelnerv genauso schlimm wie bei den “großen”. Das macht (mir) schon lange keinen Spaß mehr.

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  10. avatar Segelprofi sagt:

    Wie schon angesprochen denke ich auch, dass es etwas mit den Anreizen/Kosten eines Protests zu tun hat. Folgende Argumente wurden hier bisher vorgebracht:
    -In der Wahrnehmung der Segler will man nach drei Rennen nicht noch stundenlang in einem Protestraum sitzen während alle anderen in der Sonne das Feierabendbier geniessen, anders ausgedrückt: Protestieren hat den Ruf des “Spielverderbers”
    -Die Reputation der Jury ist (teilweise verdientermassen) so schlecht, dass man sich dem nicht aussetzen möchte, zumal “die alten Herren” “die Segler/Technik von heute nicht verstehen”
    -Einige vorherige Posts (und auch das Video) erwecken durchaus den Eindruck, dass die meisten Segler auch nicht ganz so “regelfest” sind
    -Die Jury ist biased (siehe NRV Beispiel oben)
    -Es gibt nicht genug (qualifizierte) Jury

    Könnte man hier nicht ansetzen und das ganze etwas gemeinschaftlich und Basisdemokratisch lösen? Wie wäre es mit eibem Geschworenengericht”:
    Für jeden Protest wird per los je ein Mitglied aus 6 Teams bestimmt, wo die Teams a) nicht in die Situation verwickelt waren, b) nicht aus den gleichen Club/Bundesland/Land kommen dürfen und c) im Gesamtklassement weit genug von den Protestparteien weg liegen. Dann gibt es einen Jury-Chef (normale Jury) und 6 “Geschworene” Segler; die Mehrheit stimmt über Schuld/Unschuld bzw. die Entscheidung ab.

    Vorteil:
    -Das die Jury systematisch einen Bias für eine Partei hat erscheint mir recht unwahrscheinlich
    -Es gibt einen starken peer pressure die Dinge auf dem Wasser zu regeln (=> sonst müssen alle anderen Jury Mitglieder den Abend da ja auch rumsitzen), oder anders gesagt: Alle Segler leiden zusammen wenn einer Scheisse baut
    -Die Akzeptanz der Jury durch die Segler dürfte steigen, da Regelverstösse durch die Segler “selber” geahndet werden
    -Es gibt immer ausreichend Jury Mitglieder, es könnte sogar sehr schnell parallel verhandelt werden: Anhörung1, Anhörung2, Zeuge1, Zeuge2, Abstimmung.
    -Die Regelfestigkeit aller Segler dürfte innerhalb kürzester Zeit zunehmen

    Das System hätte bestimmt auch Nachteile – aber je länger ich darüber nachdenke, desto spannender fände ich es das mal auszuprobieren!

    Was denkt ihr?

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  11. avatar Lars Hückstädt sagt:

    Wir haben ja vom “Schiedsrichter” gelernt dass das on-water-judging beim Fleetrace nicht funktioniert. Trotzdem bin ich der Meinung, dass man die Resource der Schiedsrichter, die ja heutzutage meist mit auf dem Wasser sind, besser nutzen könnte:

    Ich segel aktiv Match Race – dadurch müssen wir die Regeln sehr gut kennen und nutzen. Beim Match Race werden, wie bei der Bundesliga alle Regelverstöße direkt auf dem Wasser geahndet. Somit gibt es keine “nervigen” Proteste nach dem segeln.

    – Deswegen ist Match Race für mich auch eine super Disziplin: Ich ärger mich beim Match Race nie über das gegnerische Team, weil sie eine Regel verletzt haben – letztenendes entscheidet der Schiedsrichter, der auch mal falsch liegen kann, und damit ist die Sache abgeschlossen.

    Beim Match Race gibt es nach dem Regattatag ein De-Briefing. Dort werden alle relevanten Regelfrage geklärt:

    Die Teilnehmer können eine Frage zu einer bestimmten Regelsituation (vom Tag) stellen, der Schiedrichter moderiert das Gespräch, anschließend wird das gegnerische Team befragt und zum Schluss erzählen die Schiedsrichter aus Ihrer Sicht, wie die Entscheidung zustande kam.

    Da bei den Events, an denen wir teilnehmen viele internationale ausgebildete Schiedsrichter sind, ist diese Briefing für alle Seiten sehr förderlich, da sich ja nunmal auch die Segler sehr intensiv mit den Regeln beschäftigen.

    Positiv ist vor allem, dass der Schiedsirchter auch hier durchaus Größe beweisen kann wen “er” mal eine Fehlentscheidung trifft. – Das erlebt mit deutschen Schiedsrichtern leider nur in Ausnahmefällen.

    Wen das Gespräch nicht richtig anfängt, moederiert der Schiedsrichter meist mit einer aus seiner Sicht intressanten Situation vom Regattatag. Daraus kommen dann natürlich automatisch andere Scenarios nach dem Motto “was wäre wenn ich … ”

    Dieses Konzpet könnte ich mir auch gut für das Fleetrace vorstellen. Dafür muss natürlich grundsätzlich die Akzeptanz der Segler da sein, aber prinzipiell wollen ja alle dazu lernen.

    Wen man einen festen Termin (nach Ablauf der Protestfrist) wählt (Beispielsweise kurz nach dem Essen oder Abendveranstaltung) dann könnten Regelfragen die auf dem Wasser enstanden sind geklärt werden. Wen die Schiedsirchter als Moderatoren eine gute Atmosphäre schaffen können, dann könnte nach der Erklärung eine Empfehlung ausgesprochen werden wie ein Protest augegangen sein könnte.

    Das motiviert die Segler evtl. und gibt dann eine gewisse Sicherheit um in Zukunft auch mal zu protestieren. Und es wird die Segler schulen, sodass dann auch häufiger mal ein Kringel gefahren wird.

    Grundsätzlich wollen wir ja nicht die Anzahl der Proteste erhöhen, sondern das Regelverständnis unter den Teilnehmern so verbessern, dass bei einer Regelverletzung – die ja nun einfach mal vorkommt – eine Entlastung gemacht wird.

    Der weitere Vorteil ist, dass die Schiedsrichter, die häufig weit anreisen, eine weitere Aufgabe haben. Somit ist deren Erscheinen bei der Veranstaltung auch wertiger und auch die Schiedsrichter werden durch solche Briefings besser. Es ist ja schließlich nicht so, dass unsere ausgebildeten Schiedsrichter alles wissen und alles können.

    Selbst sehr angesehende internationale Scheidsrichter bedanken sich bei den Seglern für das De-Briefing dafür, dass sie doch auch im Gespräch Erfahrungen gewonnen haben.

    Wen diese Einstellung vermittelt wird, könnte das Konzept Erfolg haben.

    Wen die Schiedsrichter allerdings als “Oberlehrer” erklären wollen, den Seglern bei ihren Ausführungen ins Wort fallen, nicht bereit sind die Regeln zu erklären und mit Formulierungen ” das ist halt so ” kommen, dann funktioniert der Austausch nicht.

    Ich würde mich über soein Angebot freuen.

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    • avatar Andreas Borrink sagt:

      Die vorgeschlagenen Lösungsansätze finde ich alle interessant und die Diskussion zeigt, wie wichtig dieses Thema offenbar ist.

      Nur gebe ich zu Bedenken, dass bei einem großen Fleetrace ein on-water-judging schon deswegen ungerecht wäre, weil es immer nur ein Teilbild sein kann. Das würde dann dazu führen, dass man sich vor einem (vorsätzlichen?) Regelverstoß nur erstmal umsehen müsste. Ich hatte in einem früheren Leben mal das einmalige und unvergessliche Vergnügen, als Crew in einem Matchrace gegen Dennis Conner (ja, den!) angetreten zu sein. Der hat uns damals mit einer nicht vorhandenen Innenposition sowas von gelinkt…….später beim Bier gefragt, gab er den Regelverstoss unumwunden zu und hatte den väterlichen den Rat: “Better look out for judges – there was no one in sight!” Meine damalige, verklärte Bewunderung für so viel “coolness” ist mit dem Alter einer gewissen skeptischen Distanz gewichen.

      Und De-Briefings beim Matchrace sind sicher Klasse, aber ein De-Briefing nach einem Regattatag auf der Kieler Woche kann ich mir schwer vorstellen……

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      • avatar Lars Hückstädt sagt:

        Mein Vorschlag war nicht, direct judging einzuführen, sondern bei dem Debriefing die “angst” vorm protestieren zu nehmen.

        Zusätzlich dazu werden die Segler bei Regelfragen ausgebildet.

        Wir haben das in der H-Jollen Klasse erlebt: Unser Match Race Taktiker war auch Schiedsrichter und Wasserschiedsrichter und kann gut erklären. Durch unsere Match Race erfahrung kommen doch häufig mal Segelfreunde zu uns und fragen wie den die Regelsituation gewesen sein könnte und ob sie protestieren sollen.

        – Was soll man dann als Segelfreund raten?

        Wir haben uns einmal dazu entschlossen, mit intressierten die Sache gemeinsam zu besprechen und die anzuwendenden Regeln durch zu sprechen.

        Unser Taktier hat das Los gezogen, dass er nun bei vielen Regelfragen angerufen wird, aber die Diskussion die entstand war sehr förderlich und hat merklich, schon am nächsten Tag, das Regelverständniss in der Situation erhöht.

        Klar sind Regelseminare nützlich und zu empfehlen, aber wir machen die Geschichte ja zum Großteil als Hobby. Wen man sich nun über seine Mitsegler ärgert, wäre es doch schön, die Situation direkt zu klären.

        Zu Dennis Conner: Im Match Race ist das Spiel nunmal MIT den Schiedsrichter, daher gilt nicht der Grundsatz, dass Segel ein self-judging Sport ist. ist Match Race als definition nicht. Wir wissen auch zu jeder Zeit wo das Schiedsrichter Boot ist und wir wissen genau wie auf dem Schiedsrichterboot entschieden wird: Beide Schiedsrichter sprechen jeweils ein Boot und beide müssen sich einig sein, dass ein Boot eine Regel verstoßen hat. “Penalty on you / Agree penalty on me ”

        Da ist es ja schon logisch dass wir eine Situation je nach Position des Schiedsrichterbootes anders fahren.
        Übriegens auch eine Sache die im Debriefing sehr wichtig zu besprechen ist, aus welcher Sicher das Schiri-Boot den Regelverstoß wie erkannt hat. Daraus lernen wir sehr viel. Das ist aber speziell im Match Race und wäre ja nicht d er Ansatz im Fleetrace.

        Im Prinzip ist der Vorschlag kurze Regelseminare nach den Wettfahrten zu machen um das Regelverständnis zu verbessern.

        Wen die Kieler Woche mit Ihren Schiedsrichtern das nicht darstellen könnte, die Segler das aber fordern würden, sollte man nochmal darüber nachdenken, für wen die Regatten ausgerichtet werden.

        Die Schiedsrichter sind ja soundso da.

        Und der anfang ist evtl auch eher bei kleineren Regatten und im Jugendbereich zu machen.

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    • avatar Sven sagt:

      Die Idee des De Briefings finde ich sehr gut.
      Ein Protest kostet einfach zuviel Zeit und Reputation. Noch dazu ist er Risiko behaftet. Ich muss immer nachweisen, dass die Situation so war wie ich sie wahrgenommen habe. Selten gibt es das Video aus der richtigen Perspektive. Perfekt wären Drohnenvideos der ganzen Flotte. Will ich aber bestimmt nicht vorschlagen.
      Ist es keine Tonnenberührung des Gegener sondern ein Wegerechtsvorfall zwischen mit und einem anderen Teilnehmer, so trage ich bei einem Protest das Risiko eines eigenen DSQ wenn ich die Situation nicht ausreichend nachweisen kann. War das eine Überlappung oder nicht. Protestiere ich nicht, kostet mich die (bewußte) Regelverletzung des Gegeners vielleicht 2-3 Plätze ich habe aber sicher ein Ergebnis in der Liste. Nach einem Protest habe ich das Risiko eines DSQ aber keinen eigenen Vorteil. (Wiedergutmachung gibt es üblicherweise nur, wenn ich mit Schaden aufgeben muss) Nur kann ich dem Anderen einen DSQ verpassen. Also, Protest bedeutet (wenn nicht abgewiesen wegen Formfehler) Einer verliert seinen Platzierung in der Wettfahrt.
      Ich habe mich schon auf der Bahn über das Verhalten des Gegners geärgert, warum soll ich mich auch noch Abends darüber ärgern. Ich segel nur für mein Freizeitvergnügen.
      Positiv an einem Protest wäre, er wirkt der Verrohung der Sitten entgegen. Aber nur wenn es bei einer der Parteien eine bewußte Regelverletzung gab, wenn es eine (krasse) Fehlentscheidung war oder Unkenntnis einiger Regeln würde nur eine gut geführte Verhandlung zur Wissenvermehrung helfen.

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    • avatar Chris Zeiser sagt:

      Exakt dieses Konzept haben wir schon seit drei Jahren bei der Monaco Winter Series. Wir waren 4 (Internationale) Schiedsrichter in 4 Booten, ständig über Funk verbunden. Daher waren wir zwar nicht mehrere in einem Boot, es waren jedoch zu 90% mehr als ein Umpire an der Entscheidung beteiligt. Ein kurzes “Penalty on 251, Do you agree?” – “Agree, positive Penalty on 251, your call” reicht aus um die Entscheidung durch eine weitere Meinung abzusichern.

      Flaggen:
      weiß-grün: Kein Regelverstoß
      Rot mit Segelnr.: Boot XYZ bekommt eine 1-Drehungs-Strafe
      Blau: Die Umpire haben nicht ausreichend Fakten, um zu entscheiden, ein Protest ist möglich
      Schwarz: Schweres, unsportliches Vergehen –> sofortige Disqualifizierung für dieses Rennen

      Nach jeder Wettfahrt gibt’s trotzdem noch die Möglichkeit, in einer Frist von 2min nach Zieleinlauf des letzten Bootes zu protestieren (ist in 3 Jahren und 15 Events genau 2 mal vorgekommen). Dann wird Arbitration auf dem Wasser gemacht. Da hat das gegnerische Boot die Möglichkeit, eine 30% Strafe anzunehmen. Tut es das nicht, kommt es ERST DANN zum Protest an Land.

      Leider erfordert dies nicht nur Schiedsrichter, sondern auch Umpire-Fähigkeiten, welche nicht unbedingt mit der internationalen Lizenz zusammenhängen müssen. Ich habe schon sehr sehr gute NJ / NU erlebt, die besser an die Sache rangingen als mancher internationaler.

      Leider gibt es dieses Jahr nur ein abgespecktes Umpire-Programm. Es wurde wohl leider selbst für den Yacht Club de Monaco auf Dauer zu teuer.

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  12. avatar Christian sagt:

    Das Problem geht schon damit los, dass es bei vielen Regattaseglern an halbwegs soliden Regelkenntnissen fehlt. Nicht einmal die Hälfte weiß zum Beispiel, dass es an der Luvtonne keine klassische “Innenposition” wie an Raum- und Leetonnen gibt, d.h. Boote mit Wind von Backbord nicht einfach an der Luvtonne reinwenden können. Kann man in dem Video oben sehr schön sehen, wie viele da ohne Wegerecht auf Biegen und Brechen reindrücken – offensichtlich ohne jedes Unrechtsbewusstsein.

    Helfen würde schon, die Regelseminare zu besuchen, die von den Landesseglerverbänden angeboten werden. Die Verbände machen diesbezüglich großteils gute Arbeit, sie wird nur leider nicht ausreichend nachgefragt. Dabei könen Regelseminare sogar Spaachen (allemal in der Winterzeit). Es ist doch eines der vielen schönen Dinge am Segelsport, dass er auch geistig herausfordernd ist.

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    • avatar Christian sagt:

      sorry, muss oben heißen: Dabei können Regelseminare sogar Spaß machen

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      • avatar Andreas Borrink sagt:

        Oder einfach mal ab und zu wieder in das kleine, blaue Buch schauen…….oder ist es nicht mehr blau….uuuhhppps…..!?

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  13. avatar manmusssichauchmalernsthaftanstrengenimSeglerleben sagt:

    ganz einfach hier der Grund hinter allem:
    es ist ja nicht mein Boot, es ist nur ein Clubboot und es wird uns halbstarken Heißspornen zur Verfügung gestellt und wir haben es vorher nicht geschafft uns in Klassen mit gutem Niveau bis zur internationalen Spitze hochzuarbeiten… also segeln wir hier mal drauflos und haun ordentlich rein….
    Liebe Clubs – das was ihr meint unterstützen zu müssen, ganau das hilft euch langfristig nicht weiter und erzeugt nur Mitnahmegesellschaft aber keine Segler die auch mal im Ehrenmat tätig werden oder bei Ausbildung, Jury, Vorstand, Klassenvereinigungen etc… die Segler erkauft ihr derzeit aktuell, aber sind langfristig keine Stütze für den Verein.

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 3 Daumen runter 6

    • avatar Lars Hückstädt sagt:

      Ich weiß nicht, ob man so einfach jedem Vereinsboot unterstellen sollte, dass sie die Regeln bewusst verletzten. Ist ja beim Match race auch oft der Fall:

      Die (häufiger) älteren Vereinskameraden beschweren sich über das agressive Verhalten der Match Racer, die Boote würden kaputt gehen, man habe kein Respekt vor dem Material und richtig segeln kann soundso keiner. Das lernt man nämlich auf dem Kutter!

      Sehe ich nicht ganz so: Wen sie nicht segeln könnten, wären sie nicht im Feld an der Luvtonne.

      Ich gehe davon aus, dass viele Segler die gestellten Boote mit Respekt behandeln, sonst hätte ich nichtfast 10 Jahre meine eigenen Boote (privat, keine Vereinsboote) nur für Match Races zur Verfügung gestellt. Häufig wird zusätzlich ein Deposit verlangt.

      Leider kommt es beim segeln mal zu berührungen, ist mir mit meinen eigenen Booten auch schon passiert. Ist halt ärgerlich aber es ist halt auch immer nur noch ein Boot, solange keine verletzt wird erstmal halb so schlimm.

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    • avatar Segelprofi sagt:

      Ich habe ca. 10 Jahre ein Clubboot gehabt, bin 5 Jahre als Taktiker MR gefahren und habe nie absichtlich die Regeln verletzt. Warum ich das schreibe: Ich habe 1 Jahr FSJ gemacht, war bei >5 Kieler Wochen als Tonnenleger unterwegs und habe immer mit angepackt wenn Not am Mann war. Und ich kenne etliche die das auch so gemacht haben.

      Anstatt hier absurde Verallgemeinerungen durchzuziehen solltet ihr bei euch vielleicht eher überlegen wem ihr die Clubboote gebt.

      Ach ja: Bei unseren Clubbooten muss man ordentlich blechen wenn man etwas kaputt gemacht. Und wer sich nicht gekümmert hat, hat in der nächsten Saison auch kein besseres bekommen. Wie ist das bei euch geregelt?

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  14. avatar kuehlwein@highlight-boats.de sagt:

    Wie immer ist in jedem Beitrag ein bisschen Wahrheit.
    Wer das Video sieht muss den Kopf schütteln, was gibt es da von einem Schreiberling hier zu beschönigen?

    Wie in aller Welt fahre ich mit Steuerbordbug auf die Tonne zu und will rein?
    So etwas passiert einmal, aber doch nicht 5-8 Helden, das ist Methode.

    In dieser Klassen können alle irgendwie segeln und beherrschen die Regeln an der Tonne- jedenfalls das Grobe, das man hier nicht reinfährt, und das die Wende beendet sein muss…

    Oder sollen wir den annehmen das die Taktiker und Piloten in der J70 Klasse dies nicht wissen?
    Die Hälfte fährt Liga oder verbringt die Zeit auf dem Wasser.

    Dieses Ego Verhalten habe ich 1 Woche davor in Überlingen an der Tonne erlebt.

    Das gleiche rücksichtlose Verhalten passierte in Überlingen am Start,
    Es gab keinen Platz mehr aber es wurde sich von hinten reingedrängt, auf den Spiegel gefahren und damit Starts derjenigen, die eine normalen und verschleißfreien Start segeln wollten kaputt gemacht, das ging bei fast allen Rennen so!
    Wir waren auf unserem eigenen kratz- und beulenfreien Boot über das rüde Verhalten auf dem Wasser verwundert.
    Am Samstag hatten wir in 4 Stunden Nettosegelzeit, 8 Rennen gefahren, dabei waren die Körner zumindest bei mir aufgebraucht.
    Einer hatte noch die Muße 3 berechtigte! Proteste einzureichen, als diese ausgerufen wurden, wurde darüber gelacht!!

    …Alle die hier auf faires Segel stehen/ bestehen, hätten aufstehen sollen und Beifall klatschen und gratulieren sollen, Solidarität?

    Stattdessen wurde geschwiegen und verdrängt..

    In anderen Klassen wird bei Chaoten deutliche Worte gesprochen, bei manchen zeigt es Wirkung. Bei anderen hält es immer nur eine Regatta an. In der Regel sind es immer die gleichen Helden…

    Überlingen war unsere erste Regatta in der J70 Klasse, danach war ich am überlegen,

    ob man sich Fairsail Flaggen an das Achterstag kleben sollte, Motiv ist noch offen.

    Die Flaggen stifte ich gerne all denen, die hart und fair kämpfen und sich abends noch in den Spiegel schauen können um zu sagen: Das war ein guter Tag:
    Ich andere Boote mit meinem geliehenen fremden!! Material nicht angerammelt!
    Wenn es passiert, habe ich mich entschuldigt und es zu einem Thema gemacht.

    Vielleicht nehmen es die Teilnehmer aber mit dem Regattanamen: “Battle”– ich glaube das heißt Kampf?—
    zu wörtlich.

    MeToo!!

    Christian GER 1075

    rechtsschreibfehler bitte behalten.

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    • avatar Andreas Borrink sagt:

      Hey Christian, Manfred,
      die alten (fairen) Zeiten im Bull kommen nicht wieder, das könnt Ihr vergessen. Schick diese Jungs mal zur Cowes Week; die Tommies würden sie steinigen!

      Zur Entspannung empfehle ich die einschlägign Holzbootregatten. da sind noch Leute unterwegs, die ihr Boot lieb haben, weil sie es jeden Winter selbst abschleifen und lackieren. Das bildet den Charakter. Naja, ausser bei einigen eleganten Kielbooten vielleicht – die lassen ja schleifen…..

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      • avatar Drachenfan sagt:

        Genau. Da komme ich doch lieber zu den Hamburg Summer Classics und kann mit netten Leuten sportlich auf der Alster segeln – mit Spaß und Rammings und ohne Protest Verhandlungen. Und danach auf der Terrasse des HSC ein Bier oder eine Cola trinken und den schoenen Segeltag genießen. Dann fahre ich auch gerne mehr als 1000 km. Ist übrigens bei den Veranstaltungen des FKY allgemein so…. Holz macht gelassener und respektvoller…

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  15. avatar Florian sagt:

    Das Video wird mit Sicherheit ein gutes Lernvideos für Regelseminare. Wieviel Verstöße finden Sie?
    Werbung für den ausrichtenden Verein und die Klasse sieht wohl anders aus. Die Handbreit Wasser unterm Kiel ist wohl hier eher Bootsbreite Platz zur Tonne auf dem Anlieger.

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