Rio 2016: DSV-Abordnung mit Schwierigkeiten auf dem Olympiarevier

Suche nach dem Gefühl

Die deutsche Olympia-Mannschaft kommt noch nicht besonders gut in Schwung auf dem Revier vor Rio. Bei der Copa Brasil erreichten nur Gerz/Szymanski im 470er das Medalrace.

49er Kenterung

© Copa Brasil

49er Kenterung

© Copa Brasil

49er Kenterung

© Copa Brasil

49er Kenterung

© Copa Brasil

49er Kenterung

© Copa Brasil

Es war nur ein Trainingsevent. Es ging eigentlich um Nichts. Bei der Copa Brasil wollten die deutschen Olympiasegler nur ein Gefühl dafür bekommen, wie es sich 2016 im Sommer um Medaillen kämpfen lässt. Aber dieses will sich noch nicht so richtig einstellen.

Dabei muss man besonders um die Form des deutschen Vorzeige-Surfers und Olympia Fünften Toni Wilhelm Sorgen machen. Der Surf Veteran hatte wichtige Veranstaltungen mit Verletzungen absagen müssen und braucht nun wieder mal ein Ergebnis.

Robert Scheidt führt die Flotte auf dem Revier unter dem Corcovado. © Copa Brasil

Robert Scheidt führt die Flotte auf dem Revier unter dem Corcovado. © Copa Brasil

Während der holländische Olympiasieger Dorian van Rijsselberge nach längerer Pause das Zepter in der Klasse wieder übernimmt, und auch der langjährige Weggefährte Nick Dempsey  (GBR) seine Leistung als Zweiter auf hohem Niveau abliefert, surfte Wilhelm als 20. weit entfernt von der aktuellen Weltspitze.

Auch Philipp Buhl mag sich noch nicht so richtig mit dem Revier und den komplizierten Strömungen anfreunden. Mit einem zweiten und dritten Platz im 48 Boote Feld ließ der Vize-Weltmeister seine Qualität aufblitzen, kam aber nicht über Rang 18 hinaus. Lokalmatador Robert Scheidt ist mit der konstantesten aller Serien und Rang drei wieder besser in Schwung.

Die beiden starken deutschen 49er Crews segelten die ersten beiden Rennen nicht mit. Und Heil/Plößel setzten zwei weitere aus. Und so fanden sie sich nur auf den hinteren Plätzen auf 14 und 17 von 18 Booten wieder. Je ein Tagessieg dürfte die Dienstreise aber dennoch für beide Teams zu einem wertvollen Test bei der Suche nach dem richtigen Gefühl gemacht haben. Ganz vorne holen die Olympiasieger Outteridge/Jensen als Zweite ihr Wasserstunden-Defizit immer mehr auf.

Erik Heil schreibt sich ein. © Copa Brasil

Erik Heil schreibt sich ein. © Copa Brasil

Bei den 470ern kamen Gerz/Szymanski nach Problemen zu Beginn im zweiten Teil der Serie besser in Schwung und segelten noch auf Rang neun. An der Spitze basteln Belcher/Ryan sehr erfolgreich am Wiederaufbau ihrer zuletzt etwas verlorenen absoluten Dominanz und siegten mit unglaublichen 45 Punkten Vorsprung.

Bemerkenswert ist noch, dass die Serie des Briten Giles Scott von 13 Siegen in Folge im Finn Dinghy fast gerissen wäre. Der Slowenische zweifache Olympiamedaillengewinner Vasilij Zbogar kam bis auf einen Punkt an Scott heran, konnte ihn aber dennoch nicht bezwingen. Auch im Nacra 17 ist die Dominanz der französischen Dreifach Weltmeister Besson/Riou als Sieger ungebrochen.

Diese Vorbereitungsregatten auf dem Olympiarevier mögen offiziell kaum eine Bedeutung haben. Aber die Favoriten nutzen sie eben doch, um die Hackordnung zu manifestieren. Die Erfahrung zeigt, dass später bei den Olympischen Regatten kaum noch Überraschungen möglich sind.

Der Slowene Vasilij Zbogar hätte es fast geschafft, die Siegesserie von Giles Scott zu brechen.  © Copa Brasil

Der Slowene Vasilij Zbogar hätte es fast geschafft, die Siegesserie von Giles Scott zu brechen. © Copa Brasil

Ergebnisse Copa Brasil 2015

avatar

Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
Spenden

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *