Robert Scheidt: Verzicht auf Starboot, Olympiakampagne im Laser

Aus für das Starboot?

Robert Scheidt feiert seinen achten Laser WM-Titel. Er will weiter im Laser feiern. © inema.com.br

Robert Scheidt feiert seinen achten Laser WM-Titel. Er will weiter im Laser feiern. © inema.com.br

Ist das das endgültige Aus für den Star? Der fünffache olympische Medaillengewinner Robert Scheidt aus Brasilien hat angekündigt, dass er für die nächsten Olympischen Spiele in Rio 2016 zurück auf den Laser steigen werde.

Die Laser-Klassenvereinigung berichtet, dass der achtmalige Laser-Weltmeister, der in Weymouth Star-Bronze gewonnen hat, die von der ISAF beschlossenen Star-Verbannung nach einer Intervention bei dem ex Olympiasegler und IOC Präsident Jaques Rogge rückgängig machen wollte.

Robert Scheidt, die Laser-Legende, versucht ein Comeback. © Scheidt

Robert Scheidt, die Laser-Legende, versucht ein Comeback. © Scheidt

Viele Starbootsegler gingen davon aus, dass ihr Sportgerät als elfte Olympische Klasse im Olympiaprogramm bleiben könnte. Man hoffte, dass die Brasilianer eine gewichtige Stimme für eine Ausnahmegenehmigung hätten, um den Star in Rio segeln zu lassen. Die einheimischen Protagonisten Torben Grael und Robert Scheidt gehören zu den bekanntesten Sportlern und wichtigsten Werbeträgern im eigenen Land.

Aber das Vorhaben war offenbar nicht erfolgreich. Sonst würde sich Scheidt den Ochsenweg zurück in seine einstige Paradeklasse sicher nicht antun. 2016 ist er 43 Jahre alt, wenn er erneut um Laser-Medaillen segeln will. In diesem Alter hat es noch kein Lasersegler geschafft, ein Niveau zu erreichen, mit dem man um olympische Medaillen segeln kann.

Aber Scheidt meint es offenbar ernst. Bei einer Pressekonferenz sagte der achtmalige Rekord-Weltmeister: “Ich habe das Lasersegeln vor acht Jahren aufgegeben. Aber ich weiß, dass ich immer noch wettbewerbsfähig sein kann.” Schon im September wolle er in seiner Wahlheimat Italien, wo er mit der Laser Radial Weltmeisterin Gintare Scheidt am Gardasee wohnt, einen ersten Laser-Wettkampf bestreiten.

 

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Carsten Kemmling

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6 Kommentare zu „Robert Scheidt: Verzicht auf Starboot, Olympiakampagne im Laser“

  1. avatar Uschi sagt:

    Warten wir es mal ab, was da wirklich beschlossen wird, denn was hinter den Kulissen läuft wissen nicht allzuviele.

    Der Weidereinstieg von Robert Scheidt in den Laser kann aber auch aufgrund von laufenden Sponsoren Verträgen sein, die Ihre Logos/Namen international sehen wollen. Mit dem know-how dass ein Robert Scheidt besitzt dürfte es kaum ein Problem darstellen schnell den Anschluss in die Weltspitze zu bekommen und die Laserklasse hat einen weiteren durchaus prominentes Namen in Ihren Reihen.

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  2. avatar Ballbreaker sagt:

    Scheidt wieder im LASER fänd ich richtig klasse!

    Wie sieht’s aus Carsten? Du hattest doch da auch mal einen “Interessensschwerpunkt” in der Klasse gehabt!

    😉

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  3. avatar Fastentwinner sagt:

    Tip für Robert und Carsten: Jeden zweiten Mittwoch Abend trifft sich eine hervorzügliche Laser-Trainings-Gruppe auf dem Mühlenberger Loch. Die Verhältnisse sollen denen in Rio sehr ähnlich sein. Nur zu, traut Euch!

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 10 Daumen runter 0

    • avatar Fastnetwinner sagt:

      Am 05.09. ist es wieder soweit. Ihr müsst Euch aber warm anziehen 😉

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  4. avatar Lyr sagt:

    Die wollen doch nur die Medaillenbilanz von Brasilien aufbessern:
    Gold im Laser für Robert und im Star für Torben 😉

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 5 Daumen runter 0

  5. avatar hanseatic sagt:

    Robert Scheidt im Laser, Roland Gäbler solo auf dem Kiteboard oder im Duo mit Frau im Nacra, Lutz/Beucke im FX und Frithjof Kleen beim Badminton. (FK schreibt in seinem blog http://www.frithjofkleen.de/?p=937 “Mich bewegt meine Olympia-Erfahrung sicher zu einer weiteren Kampagne. Egal, ob im Laser, 470er, auf dem Kiteboard, dem Nacra oder im Badminton: Rio, ich werde da sein!”) Schon interessant, was da zur Zeit alles so an Ideen und Gedanken zu Rio 2016 kursiert. Auf jeden Fall spannend zu beobachten und in spätestens 1,5-2 Jahren wissen auch wir dann endlich was dran war an den statements aus 2012 😉

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