Route du Rhum: Spektakuläre IMOCA-Flotte, sieben nagelneue Boote – wer kann gewinnen?

Die Überflieger

Unter allen Route du Rhum-Klassen sind die Foil-bewehrten IMOCA wohl die spektakulärsten und faszinierendsten. Was die Klasse und ihre Skipper bei dieser Transat-Regatta zu bieten haben.

Was macht eine Regatta der Superlative aus? Warum erhält die Route du Rhum RdR (Start am 6. November vor St.Malo) bereits im Vorfeld so viele Vorschusslorbeeren, dass man sich fragen muss, wie das in zwei Jahren von der Vendée Globe noch getoppt werden soll? Nun, bei der diesjährigen Ausgabe der RdR hat dieser Hype ausnahmsweise nichts mit einer gelinde gesagt engagierten Medienarbeit zu tun, die vor allem in Frankreich vor derartigen Hochseeevents gang und gäbe ist.

Wird Charlie Dalin auch bei der RdR allen davon fliegen? © route du rhum

Nein, diesmal halten sich die Organisatoren der legendären Transat-Regatta vorsorglich zurück, aus gutem Grund: Auch ohne explizite Werbung geht man davon aus, dass die Veranstaltung bereits im Vorfeld von seh- und seehungrigen Seglern (und solchen, die es gerne wären) regelrecht überlaufen wird. Eine Million erwartete Hafenbesucher sprechen für sich, mehrere Hunderttausende Fans auf den Klippen während des Starts sind längst Tradition, Hunderte Boote und Schiffe, gespickt mit jubelnden, applaudierenden und sich erbrechenden Zuschauern sind Standard.

Spannung nicht nur möglich, sondern garantiert!

Der Begriff „Superlative“ zieht bei der Route du Rhum 2022 vielmehr seine Berechtigung aus außergewöhnlich leistungsstarken Klassenflotten: Acht Ultim-Trimarane, 10 Ocean Fifty, sagenhafte 55 Class 40 und stolze 37 IMOCA sind u.a. bei dieser Transat am Start. Und ganz nebenbei bemerkt: All’ diese Klassen und ihre Skipper- wie auch Skipperinnen behaupten, dass noch nie ein derart starkes Feld bei einer Langstrecke am Start gewesen sei. Spannung in jeder Hinsicht ist also bei dieser Route du Rhum nicht nur möglich, sondern schlicht garantiert.

Oder mischt Boris Herrmann die stärkste RdR-Flotte aller Zeiten auf? © route du rhum

Vor allem die stark repräsentierte IMOCA-Klasse wird nicht müde, über Begriffe wie Superlative und „noch nie dagewesen“ oder „nie zuvor erreichte Leistungsdichte“ zu sprechen und schreiben. Was nicht übertrieben erscheint, wenn man einen genaueren Blick auf diese Flotte bei der Route du Rhum 2022 wirft.

Noch nie gab es so viele IMOCA-Teilnehmer bei einer RdR und noch nie gab es ein derart gemischtes Feld mit betagten, aber durchaus noch für Überraschungen geeigneten Booten, IMOCA der vorletzten Generation, die bereits hervorragend Ergebnisse abgeliefert haben und zum engsten Favoritenkreis zählen sowie nagelneue Booten der letzten Generation, die wiederum erst verhältnismäßig wenige Seemeilen auf der Logge haben und mitunter noch in der Leistungs-Findungsphase sind.

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Michael Kunst

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