Nach der brutalen Kollision am ersten SailGP-Eventtag in Auckland, bei der der Kiwi-Grinder Louis Sinclair komplizierte Brüche an beiden Beinen erlitt, sind die Ergebnisse am Finaltag fast in den Hintergrund gerückt. Angesichts neuer Details wird diskutiert, wohin sich die Liga entwickelt.

Die ersten beiden SailGP-Events in Perth und Auckland haben durch zwei schwere Unfälle auf erschreckende Weise vor Augen geführt, was für eine Gratwanderung diese Art des Segelsports ist und wie sehr sich das Risiko erhöht hat. Schließlich hatte sich in Australien zuvor auch Neuzugang Iain Jensen beim Training so schwer am Knie verletzt, dass er auch bei der zweiten Saisonregatta ersetzt werden musste. Die Australier können sich glücklich schätzen, dass wohl kein anderes Team einen so hochkarätigen Ersatz aufbieten kann wie America’s-Cup-Legende Glenn Ashby.
Aber auch ein anderer Vorfall am Sonntag zeigt, wie schnell diese F50-Katamarane bei bestimmten Bedingungen außer Kontrolle geraten. Diesmal erwischte es die Italiener mit einem der erfahrensten Steuermänner der Liga, dem Neuseeländer Phil Robertson, den Teamchef James Spithill zum Ende der vergangenen Saison gegen den Doppelolympiasieger Ruggero Tita auf diese Position befördert hatte.

Die Italiener erlebten einen ähnlichen Spin-out wie jenen, der zum Unfall zwischen Neuseeland und Frankreich geführt hatte.
Hier ist zu sehen, wie das Boot außer Kontrolle gerät:

Es ist eine ähnliche Situation wie beim Crash am Samstag. Freddy Carr, ehemaliger britischer America’s-Cup-Grinder und inzwischen Kommentator, erklärt in seinem Podcast noch einmal genauer die angsteinflößende Situation: „Die Neuseeländer befanden sich auf dem Weg zur ersten Tonne in einer wirklich guten Position. Dann kam eine Böe von der Tribüne über den Rennkurs. Man konnte sie am Verhalten der Boote in Luv erkennen. Als sie einschlug, fielen sie ab, fierten die Schoten und reduzierten die Flughöhe. Neuseeland musste aber in diesem Moment pushen, um ihre Dominanz aus dem großartigen Start zu behaupten. Sie mussten vor die Franzosen kommen.“
Video-Clip mit der Perspektive an Bord der Franzosen:

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