SailGP: Live ab 13 Uhr – Zweiter Spieltag der SailGP-Serie – Spithill ärgert sich noch immer

Foil-Action vor Zuschauern

Der SailGP-Zirkus ist für die zweite von acht Serien in Europa angekommen. Zwei neue Steuerleute müssen sich beweisen. Der Crash in Bermuda ist von der Jury noch einmal bewertet worden.

Nach dem Auftakt der SailGP-Serie in Bermuda startet in Tarent die zweite Regatta der Serie. Ab 13:45 Uhr werden am Samstag wieder drei Fleetraces gestartet (Übertragung ab 13 Uhr). Nach zwei weiteren am Sonntag entscheidet das Finale der besten drei Boote über die Gesamtwertung in Italien.

SailGP in Tarent. Foiling vor Zuschauern. © gleiche Verantwortung.

Nach dem spektakulären Auftakt in Bermuda wurde insbesondere der Crash zwischen Nathan Outteridge (JPN) und James Spithill (USA) noch einmal zwischen Teilnehmern und Seglern dirskutiert. Outteridge schien mit seiner zu späten, langsamen Wende deutlich im Unrecht zu sein und er entschuldigte sich auch bei seinem Gegenüber.

Da dieser aber an dem US-Boot ebenso wie der JPN-Skipper Schäden erlitt, die eine Fortsetzung der Regatta unmöglich machten, landeten beide Teams schließlich auf den letzten beiden Plätzen. Für einen solchen Fall sehen die Regeln des Segelsports normalerweise eine Wiedergutmachung für den schuldlos in Mitleidenschaft gezogenen Kollisionsgegner vor, wenn dieser alles getan hat, um den Schaden zu verhindern. Aber die Jury verweigerte Spithill die entsprechenden Punktgutschrift.

Höchststrafe bleibt bestehen

Sie machten noch einmal klar, dass sie zu dem Schluss gekommen sind, dass beide Teams gegen Regel 14 verstoßen haben, die eine Pflicht vorsieht auch als Wegerechtsboot Kollisionen zu vermeiden.

Bei dieser Ansicht sind sie auch nach dem Vorfall geblieben. “Momentan gibt uns der Prozess keinen Ermessensspielraum bezüglich der Strafe, unabhängig von der relativen Schuld der einzelnen Boote”, heißt es in einem Statement. Das sei in diesem Fall sehr hart für das USA-Team, “aber wir glauben nicht, dass wir das mit den aktuellen Regeln im Nachhinein ändern können oder sollten.”

Zusammengefasst: Beiden Teams wird die gleiche Verantwortung für den Crash zugesprochen und die Höchststrafe der Disqualifikation bleibt bestehen. Es gebe keine Chance für eine Wiedergutmachung.

Spihill ärgert sich

James Spithill macht keinen Hehl daraus, dass ihn diese Regel-Auslegung ärgert. “Wir haben uns die Aufnahmen immer wieder angesehen”, sagt Spithill. “Wenn man dann noch den Funkverkehr hört, muss man zu dem Schluss kommen, dass JPN fast eine Minute vorher wusste, dass eine Kollision möglich war. Unsere Bordkameras zeigen dagegen, dass wir bei dem Crash an Bord durch die Gegend geschleudert werden. Wir haben einfach nicht gewusst oder erwartet, dass sie so langsam wenden und drehen. Auf diesen Booten, bei diesen Geschwindigkeiten, gibt es keine Reaktionszeit.”

Die Entscheidung liefere nun einen prekären Präzedenzfall, der ausgenutzt werden könnte. Aber: “Letztendlich fahren wir nach dem Ermessen der Schiedsrichter und den Regeln, nach denen wir uns richten.” Am Ende des Tages sei das Ergebnis natürlich enttäuschend. “Unsere beste Antwort muss ein gutes Ergebnis in Italien sein.”

Immerhin haben die Schiedsrichter die Regeln nach dem Vorfall jetzt doch weiter spezifiziert. Es gelten strengere Regeln, um eine Kollision und letztlich schwere Schäden zu vermeiden. Die aktualisierte Regelung gibt den Schiedsrichtern mehr Ermessensspielraum, um im Falle einer Kollision härtere Strafen zu verhängen, die abhängig vom Ausmaß des Schadens vergeben werden. Sowohl für das Boot im Unrecht, aber auch wenn das andere Boot nicht genug getan hat, um die Kollision zu vermeiden. Dies könnte auch Auswirkungen auf die Punkte in der gesamten SailGP-Saisonmeisterschaft haben.

Event Website SailGP

Der ausführliche Rückblick auf Bermuda:

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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