SailGP Perth: Briten-Sieg mit deutschem ex-Trimmer – Team Germany enttäuscht

„Ein bisschen frustrierend“

Am entscheidenden zweiten Tag des SailGP-Auftakts ist die F50-Flotte mit voller Wucht vom Fremantle Doctor mit Böen über 30 Knoten erwischt worden. Trotz der massiven Kollision am Vortag trat niemand auf die Bremse. Erik Heil und sein Team hatten große Probleme.

Erik Heil bei heftigen Bedingungen in Perth am Steuer des deutschen F50. © SailGP

Lennart Briesenick, Coach des Germany SailGP Teams, der an diesem Wochenende auch aus seinem Keller in Flensburg – in der Erwartung von weiterem Nachwuchs – wichtigen Input in Echtzeit geben konnte, hatte nach dem schwierigen Samstag gehofft, die Speedprobleme durch intensive Datenanalyse lösen zu können. Aber die Bedingungen am Sonntag waren gänzlich anders.

Die Wettfahrtleitung reagierte auf die deutlich veränderte Wettervorhersage mit zunehmendem Wind und Böen über 30 Knoten mit einer Ansage zur Verkleinerung der Wing-Fläche. Über Nacht mussten alle Teams den 24 Meter hohen Flügel gegen das 18-Meter-Rigg tauschen. Außerdem kamen die Highspeed-Tragflügel und Ruder zum Einsatz, mit denen an diesem Tag Höchstgeschwindigkeiten von über 50 Knoten gemessen wurden.

Damit konnten sich etwaige Lerneffekte aus der Zahlenanalyse der schnelleren Konkurrenz – beim SailGP sind die Daten aller Teams für alle einsehbar – nicht einstellen. Die Teams begannen bei Null, mussten wieder auf ihre eigenen Berechnungen vertrauen, und da hat das deutsche Team offenbar noch Defizite. Jedenfalls gestaltete sich der Sonntag erneut „frustrierend“, wie Erik Heil es ausdrückt. Nach den Plätzen 10, 7, 4, 9 am ersten Tag und Platz 10 von 11 Startern folgten an Tag 2 die Plätze 8, 9, 8 und Gesamtplatz 9 – Neuseeland, Spanien und die Schweiz (am Samstag) waren ausgefallen.

Ergebnisse Fleetraces Perth 2026.

Erik Heil zieht Bilanz:

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