Während die Profi-Segelwelt darauf wartet, welches America’s-Cup-Cockpit Tom Slingsby beim nächsten Cup besetzen wird, festigt der Australier einmal mehr seinen Status als derzeit bester Schnellsegler. Für den Durchmarsch der „Flying Roos“ beim SailGP in Rio de Janeiro sorgte allerdings nicht nur seine Klasse, sondern auch ein hochdekorierter Neuzugang an Bord.
Übersetzung
Ryan Reynolds: Der „Nautical Almanac of 1902“ ist voller Aberglauben. Hast du das gelesen?
Hugh Jackman:
Auf keinen Fall.Ryan Reynolds:
Wir müssen hier dringend einiges ändern.Hugh Jackman:
Whoa, Ryan. Wir sind erst seit fünf Minuten Besitzer eines Segelteams. Lass uns nicht gleich alles in die Luft jagen …Ryan Reynolds: (liest):
„Regel 37: Du sollst keine rothaarige Person an Bord deines Schiffes haben. Es bringt Unglück …“Hugh Jackman:
Tom. Ja, Tom.Ryan Reynolds:
Dieser kleine rothaarige Typ ist so rot wie ein Blutmond.Hugh Jackman:
Erstens ist er ein großartiger Steuermann, und …Ryan Reynolds: (blättert weiter):
Regel 31: Wir brauchen eine Katze. Sofort eine Teamkatze.Hugh Jackman:
Eine Katze?Ryan Reynolds: (liest):
„Katzen schützen Schiffe vor bösen Geistern und bewahren die Seelen der Seeleute.“
Machst du dir etwa keine Sorgen um die Seelen unserer Crew, Hugh?Hugh Jackman:
Nein. Ich mache mir eher Sorgen darüber, dass das F-50 bis zu 100 km/h schnell wird. Die Liga wird niemals eine Katze an Bord erlauben.Ryan Reynolds:
Na gut. Solange wir den Namen des Bootes nicht ändern, sollte alles in Ordnung sein. Das ist nämlich das absolute Tabu.Hugh Jackman:
Ryan … wir haben den Namen des Bootes gerade in „BONDS Flying Roos“ geändert.Ryan Reynolds:
Wie zur Hölle sind wir nicht komplett und völlig—
Vor dem Rennstart machten sich die prominenten Teambesitzer Hugh Jackman und Ryan Reynolds noch große Sorgen. Sie diskutierten über die Gefahren, die bekannterweise rothaarige Segler für ihre Schiffe bedeuten – schließlich sei ihr Skipper ein „Redhead“. Die einzig logische Gegenmaßnahme: eine Katze an Bord.
Zusammenfassung Entscheidungstag:
Irgendwie scheint es den Australiern dann tatsächlich gelungen zu sein, ein solches Exemplar unter Deck zu schmuggeln. Anders lässt sich kaum erklären, wie souverän sie unter dem Zuckerhut auftraten. Jedenfalls lieferten sie ein Ergebnis ab, das in dieser Dominanz im immer stärker werdenden SailGP-Feld bislang noch nicht zu sehen war. Bereits nach den vier Rennen des ersten Tages lagen die Australier bei schwierigen Leichtwindbedingungen mit einem Punkt in Führung. Am zweiten Tag folgte dann die perfekte Serie: drei Siege in den Fleetraces und schließlich auch der entscheidende Erfolg im Finale.
Die Ergebnisse nach dem ersten Tag:
| Pos. | Team | R1 | R2 | R3 | R4 | Punkte |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | BONDS FLYING ROOS | 2 | 8 | 3 | 3 | 28 |
| 2 | U.S. SAILGP TEAM | 3 | 4 | 5 | 5 | 27 |
| 3 | ARTEMIS | 1 | 2 | 6 | 9 | 26 |
| 4 | GER DEUTSCHE BANK | 6 | 3 | 9 | 1 | 25 |
| 5 | LOS GALLOS | 5 | 1 | 8 | 6 | 24 |
| 6 | RED BULL ITALY | 7 | 7 | 1 | 7 | 22 |
| 7 | ROCKWOOL RACING | 8 | 11 | 2 | 2 | 21 |
| 8 | DS AUTOMOBILES FRA | 4 | 9 | 4 | 10 | 17 |
| 9 | NORTHSTAR | 10 | 5 | 12 | 4 | 14 |
| 10 | MUBADALA BRAZIL | 11 | 12 | 10 | 8 | 14 |
| 11 | SWITZERLAND | 9 | 10 | 7 | 11 | 7 |
| 12 | EMIRATES GBR | 11 | 6 | 11 | 12 | 5 |
| 13 | BLACK FOILS | 11 | 12 | 13 | 13 | 0 |
Dieser kam allerdings weniger aufgrund schierer Überlegenheit zustande als vielmehr durch einen folgenschweren Fehler von Artemis Racing. Die Schweden um Skipper Nathan Outteridge hatten die Australier auf der ersten Kreuz bereits überholt und sich mit einer perfekt gesetzten Deckungswende in eine optimale Position gebracht.

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