SailGP Slingsby Crash: Wie es zum Drama kommen konnte – Fehler der Rennleitung?

"Ich stehe unter Schock"

Tom Slingsby erklärt, dass Australien nach dem Unfall wohl das nächste Event in Bermuda verpasst. Aber es hätte auch alles viel schlimmer kommen können. Er sah die Kanadierin vor seiner Bugspitze.

“Ehrlich gesagt stehe ich immer noch unter Schock”, sagt Slingsby nach dem Crash. “Ich habe mich dafür entschieden, unser Boot zu zerstören. Ich bin nur froh, dass niemand verletzt wurde, das ist die Hauptsache.” Was sich wie eine Floskel anhört, die viele Skipper nach einem Crash bemühen, ist wohl diesmal sehr ernst zu bewerten. Slingsby sah für den Bruchteil einer Sekunde die kanadische Strategin Annie Haeger vor seinem Bug auftauchen.

https://www.facebook.com/SailGPAUS/videos/445814844450204

“Ich musste mich entscheiden, ob ich direkt in das kanadische Boot krachen wollte, wo sie ganz hinten im Boot saß. Ich konnte sehen, dass unser Bug sie direkt treffen würde.” Stattdessen sei er gegen die Tonne gecrasht. “Ehrlich gesagt, dachte ich: Ich muss etwas treffen. Lieber zerstöre ich mein Boot, als eine Person.”

Tom Sligsby sieht sich den Schaden an. Die Zieltonne ist umgekippt und unter den Beam gerutscht. © Ricardo Pinto/SailGP

Er habe die Marke genau gesehen. “Ich musste eine Entscheidung fällen, also habe ich das Boot so stark wie möglich dagegen gesteuert.” Dadurch stoppt der F50 Katamaran, der auf diesem Kurs über 40 Knoten erreicht, abrupt und die Kollision mit den Kanadiern wurde vermieden.

Slingsby zeigt sich nach der Sichtung des Filmmaterials überrascht, weil die Situation dort ein wenig anders erscheine. Aber er wiederholt: “Wir sind einfach nur froh, dass es allen gut geht. Das hätte wirklich schlimm enden können.”

Wie es überhaupt zu der Situation kommen konnte, ist nicht sofort klar. So hat sie sich entwickelt:

Unterstütze SegelReporter

Liebe Seglerinnen und Segler,

der SegelReporter Club wurde aufgesetzt, um neue Projekte zu finanzieren. Wir haben noch viele Ideen und großen sportlichen Ehrgeiz.

Ab 1,25 € pro Woche bist Du bei einer
12-monatigen SR Club-Mitgliedschaft dabei.

  • Täglich die Highlights  aus der Welt des Segelns mit Hintergrundinformationen und tiefer Analyse
  • Ohne Beschränkungen alle SegelReporter Artikel lesen
  • Lesefreundlicheres, einspaltiges Artikel-Layout mit weniger Werbung

Die SegelReporter

» Fragen und Antworten zum SegelReporter Club

avatar

Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

2 Kommentare zu „SailGP Slingsby Crash: Wie es zum Drama kommen konnte – Fehler der Rennleitung?“

  1. avatar ds sagt:

    Ist dass der race for the planet vibe am ende des Videos wo der bowman trummerteile ins wasser schmeißt?

  2. avatar PL_daniel.gruhn sagt:

    Carsten,
    Slingsby hätte auch hinter den Kanadiern halsen können. Das geht eindeutig auf seine Kappe!

    1
    1

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert