Champions League: Bayern erlaubt Tutzing-Qualifier – Finnland und St. Petersburg fallen aus

Champions League vor Alpenkulisse

Die SAILING Champions League (SCL) hat ihre Saison weiter verkürzt. Von geplanten drei Qualifikationen findet nur noch eine statt – in Bayern. 39 Teams aus 19 Ländern dürfen beim Deutschen Touring Yacht Club starten.

Sailing Champions League in Porto Cervo. © SCL / Anya Semeniouk

Das erste Event der Deutschen Segel-Bundesliga am Chiemsee musste wegen der Corona-Pandemie noch nach Kiel verlegt werden, aber nun hat Bayern die Bestimmungen so weit gelockert, dass selbst die multinationale SAILING Champions League dort stattfinden darf.

Vom 20. bis 23. August kann die nun einzige Qualifikationsregatta der Saison 2020 in Tutzing am Starnberger See stattfinden. Zuvor waren insgesamt drei Regatten geplant, bei denen sich auch die viert- und teilweise fünftplatzierten Vereine der 19 europäischen Nationalligen für das Finale vom 15. bis 18. Oktober in Porto Cervo qualifizieren konnten. Mariehamn in Finnland und nun auch St. Petersburg Russland mussten wegen der beschränkten Reisemöglichkeiten ersatzlos gestrichen werden.

Segel-Bundesliga Starnberg

Die Erstliga-Flotte 2016 vor dem tollem Alpen-Panorama am Starnberger See. © DSBL/Sven Jürgensen

“Wir haben an den drei Qualifikationsterminen lange Zeit festgehalten, in der Hoffnung, dass sich die Bedingungen verbessern werden”,  sagt Anke Lukosch, SCL-Projektleiterin. “Aber nach dem derzeitigen Stand der Dinge sind die weltweiten Reisemöglichkeiten so begrenzt, dass wir nun entsprechende Maßnahmen ergreifen mussten”.

Die neue Regelung sieht vor, dass sich die Gewinner der nationalen Ligen von 2019 nun nicht mehr speziell für das Finale in Porto Cervo beim Yacht Club Costa Smeralda qualifizieren müssen. Nur die Zweit- und Drittplatzierten treten beim Deutschen Touring-Yacht-Club an. Die besten elf Vereine erhalten das Ticket für Italien.

“Der verkürzte Modus ist sicher kein ideales Szenario, aber wir freuen uns trotzdem darauf, die besten Clubs aus insgesamt 19 Nationen zum Finale in Porto Cervo zu begrüßen”, betont Lukosch. “Wir sind dankbar für die Flexibilität aller Segler und der zahlreichen Clubs und ihrer Vertreter, die in den letzten Wochen mit uns zusammengearbeitet haben, um jedes denkbare Szenario zu planen und vorzubereiten”.

Damit sind 39 Vereine qualifiziert. Ob tatsächlich alle an den Start gehen werden, ist fraglich. Aus Deutschland darf der Vizemeister 2019 vom Bremer Wassersport-Verein Hemelingen an den Start gehen und der Dritte vom Norddeutschen Regatta Verein aus Hamburg. Die Meister vom Verein Seglerhaus am Wannsee in Berlin sind automatisch bei Finale dabei.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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