Champions League: Live ab 12 Uhr – Touring Yacht-Club vorne, WVH und NRV lauern auf Finale

Die Entscheidung

Übertragung am Sonntag:

Das Sailing Champions League Finale in St. Moritz leidet unter Flaute. Aber drei deutsche Clubs und zwei aus der Schweiz liegen vorne. Wer rettet sich in das Top Vier-Finish?

In St. Moritz ist noch nicht viel gelaufen vor dem Schlusstag des Champions League Finals. Jedes Team hat in drei Tagen erst 6 von 15 geplanten Rennen absolviert. Die Revier-Auswahl hat sich schon jetzt für den großen Höhepunkt der internationalen Liga-Saison als zu risikoreich erwiesen. Der viel gepriesene Malojawind, der schon mal aus Südwest vom Silvaplanasee hoch wehen und eigentlich in den letzten sonnigen Sommerwochen oft sehr gut funktionieren soll, ist nach einem Kälteeinbruch mit Temperaturen um 7 Grad und Regen noch nicht aufgetaucht.

Flautenrennen auf 1800 Metern Höhe. © SAILING ENERGY

Aber diese Bedingungen schmecken insbesondere den deutschen wie auch den Schweizer Teams offenbar besonders gut. Der Deutsche Touring Yacht-Club mit Julian Stückl am Steuer feiert das wiedergefundene Selbstvertrauen und behauptet vor dem Finaltag einen Punkt Vorsprung an der Spitze. Dahinter werden die mitfavorisierten Schweizer vom Genfer See immer stärker und haben schon drei von sechs Rennen gewonnen.

Noch besser lagen eigentlich die Oberhofener im Rennen, die auch im letzen Lauf wieder Zweite an der Luvtonne waren. Aber eine desaströse zweite Kreuz und die folgende Vorwind ließ sie auf den letzten Platz zurückfallen.

Regattaclub Oberhofen aus der Schweiz ganz stark. © SAILING ENERGY

So dramatisch erging es auch den dominierenden Italienern aus Bari in ihrem finalen Rennen des Tages. Platz eins an der Luvtonne mündete in einen verlorenen Gennaker-Zweikampf mit den Überlingern und in der Folge zwei Penalties auf dem Kurs. Nach dem letzten Platz in diesem Rennen behaupten sie aber immer noch Rang vier, der am Ende zum Einzug in das Finale ausreicht.

Wintereinbruch in St. Moritz. Über Nacht ist Schnee gefallen. © SAILING ENERGY

Das können auch der WVH aus Bremen und die Hamburger vom NRV noch gut erreichen. Sie ersegelten im Gleichschritt jeweils die Plätze 1/2/4 und lauern punktgleich nur einen Zähler hinter dem Quali-Platz vier. Für die vier geht es in den Finalrennen nur um Siege. Wer zweimal siegt, gewinnt die große Schale (der Vorrunden-Sieger muss nur einmal gewinnen).

Die Däninnen von KDY liegen stark platziert auf Rang 7. © SAILING ENERGY

Sehr gute Chancen im Hinblick auf das große Finale hat auch das dänische Frauen-Team des Kongelig Dansk Yachtklub. Den überlegenen Siegerinnen der Frauen Championsleague in Kiel fehlen nur zwei Punkte zu den Top vier. Mit Henriette Koch führt eine ehemalige 470er-Olympionikin das Steuer, die seit fünf Jahren die Großschot für eine der dominierenden Duell-Spezialistinnen der vergangenen Jahre bedient hat: Lotte Meldegaard Pedersen. Koch gewann mit ihr 2015 die ISAF Women’s Match Racing World Championship. In St. Moritz kommt Koch am Steuer aber auch ohne Pedersen bestens zurecht.

Ergebnisse Sailing Champions League 2018 nach drei Tagen

Die laufend aktualisierten Ergebnisse

Alle Rennen im Tracker

in der Live-Übertragung vom Samstag konnten nicht viele Rennen erfasst werden. Eines zeigt den Sieg vom Wassersport Verein Hemelingen aus Bremen im Duell mit dem schwedischen Match Race Profi Björn Hansen:

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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