Segel-Bundesliga Vorschau 2022: Vier Teams melden sich ab – auch der Titelverteidiger

"Dazu sage ich gar nichts"

Vor dem Start in die Saison muss die Segelbundesliga Abgänge verkraften – darunter einige prominente Vertreter. Erfolgs-Steuermann Magnus Simon wechselt nach Hamburg.

Im inzwischen zehnten Jahr des Segel-Bundesliga-Formats zeigt sich, dass die erste Generation der Liga-Segler vielfach andere Prioritäten setzt und der Nachwuchs noch nicht in die Teams hineingewachsen ist. Neben dem zweimaligen Meister und Liga-Gründungsmitglied DTYC haben auch der Titelverteidiger von 2021 und Vizemeister 2020 von One Kiel ihren Verzicht auf einen Erstliga-Start erklärt. In der Zweiten Liga werden der Lübecker Yacht-Club, ebenfalls Liga-Gründungsmitglied, sowie die SG Lohheider See nicht dabei sein.

Nur mit viel Mühe gelang dem zweimaligen Meister vom Starnberger See in 2021 der Klassenerhalt. Daher zieht sich der DTYC nun erstmal aus der Liga zurück. © Lars Wehrmann/DSBL

Besonders überraschend ist der Rückzug des Sailing-Champions-League-Siegers von 2016: Am Starnberger See beim DTYC war Liga-Segeln seit 2013 fester Bestandteil des Vereinslebens. „Es ist sehr schade, dass der DTYC als Gründungsmitglied der Segel-Bundesliga und Ausrichter des ersten Liga-Events im Frühjahr 2013 eine Pause einlegen wird“, sagt Ole v. Studnitz, Vorsitzender des Deutsche Segel-Liga e.V.

Generationenwechsel beim DTYC

Doch dem DTYC fehlt zur kommenden Saison nach eigener Einschätzung die Konkurrenzfähigkeit. Bereits in 2021 war dem Doppelmeister von 2015 und 2016 der Ligaerhalt erst am letzten Spieltag gelungen. Der Generationswechsel ist laut DTYC-Leistungssportwart Wolfgang Stückl nach starken Jahren nicht gelungen:

„Mittlerweile haben viele im Team von damals neue berufliche und familiäre Verpflichtungen. Da werden Trainings schwieriger, da fehlen einfach auch die Wasserzeiten und letztlich Kraft und Motivation. Das hat sich klar in den Ergebnissen gezeigt und am Ende stand in der vergangenen Saison der sehr knappe Ligaerhalt. Eine nächste, junge und dennoch erfahrene Generation, die das nahtlos übernehmen kann, fehlt einfach.“

Eine grundsätzliche Absage an die Liga soll das indes nicht sein. „Der DTYC ist dem Liga-Segeln weiterhin sehr zugewandt. Wölfi Stückl ist weiterhin im Vorstand des Deutsche Segel-Liga e.V., und bei den Junioren und Damen will der Club weiterhin aktiv bleiben, zudem über den Pokal wieder in die Segelbundesliga zurückkehren“, so Ole v. Studnitz.

Abschied nach rasantem Aufstieg

Weniger hoffnungsvoll sind die Liga-Aussichten bei One Kiel.

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