Sydney-Hobart Havarie nach Ruderbruch: Aborigines erheben Anspruch auf die Rennyacht

"Die Gesetze der Weißen gelten hier nicht"

Die 12-Meter Yacht “Huntress” musste beim Sydney-Hobart Race in Folge eines Ruderschadens evakuiert werden und strandet kurz darauf auf Aborigine-Gebiet. Das Schiff wird sicher geborgen, doch die australischen Ureinwohner sehen ihre Rechte verletzt.

Das gestrandete Boot wird zur Bergung vorbereitet. © Total Dive Solutions

Am 28. Dezember schießt “Huntress” 20 Knoten schnell über den Pazifik vor der australischen Insel Tasmanien. Champagner-Segeln – bis es laut kracht. Die Crew schreckt auf, das Schiff schlägt quer. Kurz darauf sehen die Segler ihr Ruder davon treiben. Eine Kollision mit einem Mondfisch wie später als Ursache für den Ruderbruch angegeben.

Das gebrochene Ruderblatt treibt vorbei. © huntress888racing

Die Situation ist dramatisch. Die Crew befindet sich 80 Seemeilen vor der Küste und das Gros der achtköpfigen Crew leidet unter Seekrankheit. Die Seenotretter stufen die Option des Abschleppens bei schwerem Seegang als zu gefährlich ein. Es wird die schwere Entscheidung getroffen, das Schiff zu verlassen. Zwölf Stunden später erfolgt die Evakuierung. Ein Polizeiboot nimmt die Crew auf.

“Huntress” wird schweren Herzens aufgegeben:

Danach treibt “Huntress” sechs Tage lang als Geisterschiff durch den Pazifik. Am 4. Januar 2023 strandet die Yacht am “Christmas Beach” der Insel Cape Barren.

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