Konstrukteurbüro im SR-Porträt: Vendée-Globe-Rückkehr der IMOCA-Legenden Finot-Conq

Zurück in die Zukunft

Nach langer Pause sind Finot-Conq zurück im Rennen um die Vendée Globe. Von ihnen stammt die „PRB 3“ – der einzige IMOCA, der die Regatta zweimal gewinnen konnte. Nun hat ein Nachwuchsdesigner aus dem „LinkedOut“-Team von Thomas Ruyant das Büro ins Boot geholt

Yachtdesigner Pascal Conq, David de ­Prémorel und Antoine Koch sowie Skipper Thomas Ruyant mit Alexandre Fayeulle vom Sponsor Advens und Thomas ­Gavériaux, ­ Leiter von TR Racing (v.l.n.r.) © Pierre Bouras

Letzten Herbst sorgte eine kleine Meldung für einige Überraschung im Regattazirkus: Der Imoca-Segler Thomas Ruyant trennte sich vom Designer seiner alten „LinkedOut“ Guillaume Verdier und ließ seine neue „LinkedOut“ von Antoine Koch und dem Designbüro Finot-Conq konstruieren. Überraschend war das deswegen, weil „Apivia“, das Schwesterschiff von Ruyants alter „LinkedOut“, bei der letzten Vendée Globe als erstes Boot über die Ziellinie gesegelt war. Zusammen mit Yannick Bestavens „Maître Coq IV“ und Louis Burtons „Bureau Vallee 2“ waren alle drei Podiumsplätze von Verdier-Rissen belegt.

Die ehemaligen IMOCA-Platzhirsche

Die jüngsten IMOCAs von Finot-Conq dagegen stammen aus der Generation 2008 und belegten bei der letzten Vendée Globe die Plätze 7, 17 und 18. Doch nun sind die ehemaligen Platzhirsche der Imoca-Welt wieder im Geschäft. Ihr Partner Antoine Koch bringt frische Erfahrungen als Segler und Designer in die Zusammenarbeit ein.

Der 44-Jährige segelte unter anderem in der französischen Figaro-Klasse und war Skipper des Orma-Trimarans „Sopra Group“. Dank seines Multihull-Hintergrunds konnte er sich zu Beginn des letzten Jahrzehnts dem Gitana-Team anschließen, wo er mit der Koordination des Designs der Maxi „Edmond de Rothschild“ betraut wurde. Seit 2018 arbeitete er an der Seite von Thomas Ruyant an der Verbesserung der von Verdier entworfenen „LinkedOut“.

Thomas Ruyant alter Imoca “LinkedOut” © Jean-Marie LIOT / Linked Out

Schon vor der Vendée Globe 2020/21 deutete Antoine Koch in einem Interview mit dem französischen Szene-Newsletter Tip and Shaft Differenzen mit Guillaume Verdier an: „Ich freue mich natürlich immer, mit Guillaume zusammenzuarbeiten, aber ich wollte mit einem leeren Blatt anfangen. Das war nicht möglich, da Guillaume zuvor an der Konstruktion eines Volvo 60 gearbeitet hatte, der bereits fertig war, und er hatte Thomas davon überzeugt. Ich konnte sehen, dass das ein toller Rumpf war, aber es war nicht unbedingt die Art von Boot, die ich anstrebte, also habe ich mich nicht darauf eingelassen und mich stattdessen auf den Mast und die Anhänge konzentriert.“

Die Durchschnittsgeschwindigkeit ist entscheidend

Gegenüber Segelreporter erläutert Antoine Koch seine Sicht auf die letzte Generation der Imoca-Rümpfe: „Was das Unterwasserschiff betrifft, so hatte ich damals schon angenommen, dass wir Probleme im Seegang bekommen würden. Ich denke,

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