SR-Spaßboot-Test: Das Paper8 aus Italien spricht Holzboot-Freunde an

Faltboot einmal anders

Es ist transportabel, schnell aufgebaut – und aus Holz. Das Paper8 – gesprochen Paper-Otto – ist ein Spaßboot für Freunde klassischer Bootsästhetik

Der optionale Gennaker kann die Segelfläche des Paper8 ergänzen

Optisch erinnert das fertige Paper8 an einen frühen Optimisten: ein Prahm aus Sperrholz. Sein Rumpf besteht aus acht Teilen. Daher der Name Paper8, gesprochen wie Paper-Otto nach dem italienischen Zahlwort für acht. Paper, weil es sich auffalten lässt wie ein Papierboot.

Inspirieren ließ sich der italienische Hersteller des Paper8 aber nicht vom Optimisten, sondern von der britischen Mirror-Jolle. Diese wurde in den 1960er Jahren für den Selbstbau entwickelt, blieb in Deutschland aber eher unbekannt.

Ein Jolle als Faltboot

Den Hauptteil des Paper8 bilden Bordwände und Bodenbretter.  Sie sind mit Schlauchbootmaterial verbunden. Daraus bestehen auch die Abschlüsse an Bug und Heck. Zwischen den Bodenbrettern befindet sich der schmale Kiel mit Schwertkasten und Mastfuß. Dort drückt man mit Hilfsspreizen das Rumpfpaket auseinander.

Danach lässt sich die Mittelducht einsetzen. Diese ist in der Mitte klappbar und sieht zunächst aus wie ein Dach. Sie bringt den Rumpf auf Spannung, indem man sie herunterpresst.

Bordwände und Bodenbretter bilden den Hauptteil – der Rumpf ist in fünf Minuten aufgebaut

Die Mittelducht sichert man wie alle anderen Holzteile des Paper8 mit kleinen Vorreibern. Nun folgen die beiden Spiegel an Bug und Heck, die sich einfach über das Schlauchbootmaterial schieben lassen. Zwei Duchten halten die Spiegel in Position und auf Spannung.

Als letztes kommen die zwei Längsduchten zwischen Mittelducht und Heck, dann sind alle acht Teile in Position. Bis hierher kann man den Aufbau in fünf Minuten schaffen – ohne Werkzeug. Fehlen nur noch die Auftriebskörper.

In 20 Minuten klar zum Wassern

Als nächstes ist das Rigg an der Reihe. Der Mast ist einmal geteilt, um das Packmaß einzuhalten. Der Holzmast selbst kommt mit zwei Wanten und Vorstag, die man einfach einpickt. Die Aluminiumstenge schiebt man in eine entsprechende Tasche im Segel und steckt sie auf ein Gelenk am Mast.

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Ein Kommentar „SR-Spaßboot-Test: Das Paper8 aus Italien spricht Holzboot-Freunde an“

  1. avatar PL_pastoor sagt:

    Schöner Artikel. Erinnert mich daran, dass ich vor einigen Jahren den seahopper aus der Versenkung geholt habe: http://www.socialcurrywurst.de/2014/04/seahopper-folder/
    Wird mal wieder Zeit…

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