Star Sailors League Bahamas: Live Übertragung 16:30 Uhr – Scheidt führt, Polgar/Koy 6.

Star Finale Live

Das mit insgesamt 200.000 Dollar dotierte Star Sailors League Finale auf den Bahamas wird nach dem ersten Tag von den Vorjahressiegern Robert Scheidt und Bruno Prada dominiert. Polgar/Koy kamen gut in Schwung Robert Stanjek ist ohne Frithjof Kleen noch nicht in Fahrt.

Bahamas, Star

Scheidt/Prada (r) haben ein Auge für den Olympiasieger Frederik Lööf © Martin Raget/SSL

Für den Brasilianer Robert Scheidt geht es auf den Bahamas um die Olympia-Revanche gegen den Schweden Frederik Lööf, der ihm bei den Spielen in Weymouth im letzten Rennen die Goldmedaille weggeschnappt hatte. Die Karten sind aber nicht gleich verteilt, denn Lööf segelt ohne seinen angestammten Vorschoter Max Salminen, der offenbar vom gemeinsamen Arbeitgeber Artemis Racing keine Freistellung bekommen hat. Aber mit Anders Ekström hat Lööf auch schon Olympia-Bronze gewonnen.

So liegt der Schwede leicht zurück nach dem ersten Tag der des Star Sailors League Finals ist aber noch dran. Schlimmer erging es Robert Stanjek, der ohne seinen verletzten Vorschoter Frithjof Kleen auskommen muss und nur auf Platz 15 von 20 Booten liegt.

Finn Weltmeister Giles Scott überrascht dagegen bei seiner Premiere auf Rang sieben wie auch Klassenkollege Jorge Zarif aus Brasilien auf Platz drei.

Aber dafür

Replay vom 1. Tag:

Die Pressemitteilung:

Tag 1 der SSL-Finals: Scheidt/Prada führen, Polgar/Koy als beste Deutsche auf Platz sechs
Viel Sonne und kräftiger Wind haben den ersten Tag der diesjährigen Star Sailors League Finals in Nassau auf den Bahamas gekennzeichnet. Die Wettfahrten boten Spannung pur, mit dichtem Gedränge an den Bahnmarken, Zusammenstößen, Penalties und vor allem äußerst knappen Entscheidungen mit einigen Überraschungs-Siegern.

Der neue HD-Livestream mit 3-D-Grafikunterstützung durch Virtual Eye funktionierte perfekt, und Tausende Zuschauer in der ganzen Welt verfolgten die Rennen der SSL Finals online. Die Sieger der drei Wettfahrten des Mittwochs waren Mark Mendelblatt mit Brian Faith, Robert Scheidt mit Bruno Prada und Jorgen Zarif mit Henry Boening. Der Modus dieser Serie sieht neun Qualifikations-Wettfahrten an drei Tagen vor. Die schrittweise Eliminierung von Teilnehmern bestimmt dann die Zusammensetzung des Teilnehmerfelds des Großen Finales, das am Samstag stattfindet.

Im ersten Rennen gingen die Amerikaner Mendelblatt und Faith nach einem gelungenen Start frühzeitig in Führung. Die Virtual-Eye-Grafiken zeigen, dass das Team mindestens 95 Prozent der Zeit des einstündigen Rennens an der Spitze lagen. An der ersten Bahnmarke führten sie vor Diego Negri und Sergio Lambertenghi, gefolgt von Robert Scheidt und Bruno Prada.

Es sollte aber nicht lange dauern, bis das Feld erstmals kräftig durcheinander gewirbelt wurde. Die Brasilianer Scheidt und Prada wurden durch ein Penalty zurückgeworfen. Auf dem zweiten Schenkel des Kurses arbeiteten sich Eivind Melleby und Mark Strube nach vorne und setzten die Führenden kräftig unter Druck.

am Ende saßen dann Emilios Papathanasiou und Antonis Tsotras den Amerikanern im Nacken. So kam es zu einem äußerst spannenden Zieleinlauf, bei dem Mendelblatt und Faith, Papathanasiou und Tsotras sowie Melleby und Strube innerhalb weniger Sekunden nacheinander über die Linie segelten.

Ganz anders gestaltete sich die zweite Wettfahrt. Der Wind nahm nun etwas ab und dreht östlich. Die Deutschen Johannes Polgar und Markus Koy erwischten einen sehr guten Start, wurden dann aber von Scheidt und Prada sowie den Franzosen Rohart und Ponsot noch vor dem Luv-Fass überholt.

Auf der zweiten Kreuz überraschte später der Finn-Weltmeister 2014, Giles Scott, mit einer sehr starken Leistung und platzierte sich knapp hinter den etablierten Starboot-Größen. Gemeinsam mit Vorschoter Milne wurde Scott schließlich bemerkenswerter Vierter. Der neuseeländische Klassen-Neuling, Finnsegler Josh Junior, zeigte zusammen mit seinem von den Bahamas stammenden Partner Myles Pritchard ebenfalls eine tolle Leistung und segelte auf Platz sechs. Die Pechvögel dieser Wettfahrt waren die Brasilianer Marcelo Fuchs und Ronald Seifert, die wegen eines Mastbruch ausschieden.

Der Tag endete mit Rennen drei und einem weiteren äußerst spannenden Rennen. Nachdem die Wettfahrtleitung die Luvmarke bei nun leichtem Wind nach Osten versetzt hatte, wechselten die Positionen innerhalb des Feldes ständig.

Am Start hatten zunächst noch Scott und Milne die Nase vorne. Dann fanden Lööf und Ekström einen Windstrich in der Mitte der Bahn und rundeten als Erste die Luv-Bahnmarke. Der Tag sollte allerdings noch weitere Überraschungen bereithalten: So ging auf dem zweiten Schenkel der Doppel-Weltmeister der Finnklasse, Jorge Zarif, mit seinem Partner Henry Boening in Führung.

Robert Scheidt und Bruno Prada, die die SSL Finals im Vorjahr gewonnen hatten, machten zwar auf der letzten Kreuz mächtig Druck, konnten Zarif und Boening die Führung aber nicht mehr entreißen. Die beiden Außenseiter gewannen schließlich mit 19 Sekunden Vorsprung.

Nach den ersten drei Wettfahrten führen damit Scheidt und Prada mit einem einzigen Punkt Vorsprung vor Mendelblatt und Faith. Ihr spektakulärer Sieg im zweiten Rennen katapultierte die jungen Brasilianer Zarif und Boening auf Platz drei, punktgleich mit Rohart/Ponsot auf Platz vier und Lööf und Ekström auf Platz fünf. Johannes Polgar und Markus Koy belegten am Ende des ersten Tages den sechsten Platz, Robert Stanjek lag mit seinem dänischen Vorschoter auf dem 15. Rang.

Der erste Tag in Nassau stand damit vor allem für eins: Hochspannung! Ganze drei Punkte trennen den Dritten vom Neunten. Und den favorisierten Titelverteidigern Robert Scheidt und Bruno Prada gelang in drei Rennen nur ein einziger Sieg. Am Donnerstag, dem zweiten Tag der SSL Finals, wird das erste Ankündigungssignal um 11 Uhr Ortszeit (17 Uhr deutscher Zeit) ertönen. Alle Rennen werden wieder live im Internet übertragen unter live.starsailors.com.

Ergebnisse SSL Final 2014 Bahamas

Zwischenstand Top Ten nach drei Wettfahrten

1º – Scheidt/Prada (BRA) – (7)+1+2 = 3

2º – Mendelblatt/Fatih (USA) – 1+(10)+3 = 4

3º – Zarif/Boening (BRA) – (13)+7+1 = 8

4º – Rohart/Ponsot (FRE) – 6+2+(13) = 8

5º – Loof/Ekstrom (SUI) – 4+(12)+4 = 8

6º – Polgar/Koy (GER) – (9)+3+6 = 9

7º – Scott/Milne (ENG) – (15)+4+5 = 9

8º – Negri/Lambertenghi (ITA) – 5+5+(10) = 10

9º – Papathanasious/Tsotras (GRE) – 2+9+(9) = 11

10º – Junior(NZL)/Pritchard (BAH) – 8+6+(18) = 14

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Carsten Kemmling

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