Star Sailors League Hamburg: Legenden auf der Alster – Die Replays

Live Übertragungen

Die 90 Starboote auf der Alster haben den City Grand Slam beendet. Bis Samstag segelte auf der Alster das wohl hochwertigste internationale Regattafeld aller Zeiten. Die Rennen im Rückblick.

Ein neuartiges System ausgedacht von den Athleten selber hat für große Spannung gesorgt und sich bewährt. Die Punkte aus der Vorrunde werden mitgenommen in die Finalrunde startet am Samstag. Der Sieger dieser zweiten Runde war dann automatisch für das Finale der Top Vier qualifiziert. Der Zweite kam direkt in das Halbfinale der Top Sechs. Acht Boote segeln das erste K.O.-Rennen des SSL City Grand Slam aus, fünf erreichen das Viertelfinale.

Ergebnisse City Grand Slam

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Ergebnisse City Grand Slam Starboot

Eventseite City Grand Slam Hamburg

Star Sailors League Hamburg

Die Segler sehen sich im NRV Kaminzimmer die Rennen an. © NRV


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31 Kommentare zu „Star Sailors League Hamburg: Legenden auf der Alster – Die Replays“

  1. avatar Fakt sagt:

    Habe am Mittwoch eine Wettfahrt bei grenzwertitgen Bedingungen (viele Flautenlöcher) angesehen und finde es ziemlich mutig, die Star-Weltelite auf ein so bescheidenes Revier einzuladen.

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    • avatar Andreas Borrink sagt:

      Bescheiden trifft es irgendwie nicht; anpruchsvoll passt besser. Und dazu der alte Spruch: “Wer auf der Alster gewinnt, der kommt überall zurecht!” Umgekehrt passt es auch, wie man an den Ergebnissen sieht: Klasse setzt sich letztendlich durch, Revierkenntnisse hin, Revierkenntnisse her.

      Die Resonanz unter den Teilnehmern, gerade auch den richtig guten, ist durchweg positiv – da hat sich irgendwie keiner beschwert über die “Bescheidenheit” des Reviers. Ist ja dann am Ende doch für alle gleich. Gebrüllt, gemessert und am Revier rumgemeckert wird ja traditionell immer eher im letzten Drittel des Feldes.

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      • avatar Fakt sagt:

        Wer den finanziellen und logistischen Aufwand auf sich nimmt, sein Boot aus Übersee nach Hamburg zu bringen, erwartet meines Erachtens zu Recht auch ein akzeptables Segelrevier.

        Fakt ist, dass die Olympischen Bootsklassen die Alster eher meiden, da die Infrastruktur (Parkplätze) eher schlecht ist und die Segelbedingungen meistens miserabel, d.h. allenfalls für drittklasschische Yardstickregatten akzeptabel sind.

        Dass im Hause des gastgebenden Clubs aus Gründen der Höflichkeit keine Kritik an den Segelbedingungen geübt wird, ist verständlich. Was die beteiligten Segler über die Alster erzählen werden, wenn sie wieder daheim sind, steht auf einem anderen Blatt.

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        • avatar Andreas Borrink sagt:

          Kannst ja mal vorbeischauen: jeden Mittwoch Abend ist hier drittklassige Yardstickregatta. Immer nur so zwischen 60 und 100 drittklassige Segler, die lederst Du bestimmt im Schongang erstklassig ab!

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          • avatar Fakt sagt:

            Habe selbst schon in Hamburg gewohnt und auf der Alster “gesegelt”.
            Wegen der schlechten Bedingungen lasse ich die Alster links liegen und fahre lieber nach Kiel oder Travemünde.

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          • avatar Fakt sagt:

            Bei den Yardstickregatten handelt es sich laut DSV um Breitensportveranstaltungen, die mit den Jedermann-Rennen im Radsport vergleichbar sind.
            Man kann darüber streiten, ob es fair ist, wenn ehemalige Olympiasegler, die zu feige sind, an Ranglistenregatten teilzunehmen, dort den “Jedermännern” die Pokale wegschnappen.

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  2. avatar Mimimi sagt:

    Heul leise “Fakt”…

    Am Ende sind trotzdem die richtig guten Jungs vorne…

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  3. avatar Fakt sagt:

    Dass die Alster ein “Schweine”-Revier mit grossen Vorteilen für die Einheimischen ist, zeigt sich an den Ergebnissen des Hamburgers Michael Koch:

    In der Skippers-Rangliste liegt er weit abgeschlagen auf Rang 260

    260. Koch Michael GER 263 1

    In Hamburg liegt er dagegen auf Platz 8, d.h. einen Platz vor George Szabo, dem Führenden der Skipper-Rangliste.

    Damit ist bewiesen, dass von Chancengleicheit auf der Alster keine Rede sein kann.

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    • avatar Andreas Borrink sagt:

      Endlich “Fakt”en! Viel Spaß in Kiel!

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    • avatar Carsten Kemmling sagt:

      deine sichtweise mag da etwas schief sein in bezogen auf fakten. michael koch gehört zu den besten seglern in deutschland, hat zwei olympia-kampagnen (470er, Starboot) absolviert und nur denkbar knapp verloren (2004 gegen alex hagen). die star-skippers-rangliste hat bisher noch kaum relevanz in bezug auf das tatsächliche leistungsvermögen, da die wenigsten regatten außeralb der Grand Slams von allen spitzenseglern bestritten werden.

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      • avatar Fakt sagt:

        Dann nehmen wir einfach einmal die deutsche Star-Rangliste 2015 zur Hand:

        64 Michael Koch NRV HF Markus Koy NRV Moh 7897 8 97,18

        Mit nur 97.18 Ranglistenpunkten läge Koch ungefähr auf Rang 25 der Rangliste, wenn er 9 Wertungen erreicht hätte. Zu den Top-Leuten zählt er also nicht.

        Ich denke, wir können weiterhin davon ausgehen, dass Koch auf der Alster seinen Heimvorteil nutzen konnte.

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  4. avatar Fakt sagt:

    Ein echtes Schweinerennen war wohl auch die finale Wettfahrt. Negri war gut platziert als ihn an der Kreuz ein Winddreher von mehr als 90 Grad erwischte und sein Star fast nach Luv “kenterte”. Dieser Dreher kostete ihn leider etliche tausend Euro Preisgeld.

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    • avatar Andreas Borrink sagt:

      “On tight windward-leeward courses on Lake Alster, Hamburg, Germany, some of the finest, most intense yacht racing was witnessed by over 100,000 people.”

      Zitat aus “Scuttlebutt”, der drittklassigen online-Zeitung für looser. Naja, drittklassig eben das event, alles Schweinerennen, auf einem Schweinerevier bei Schweinewetter.

      Ich habe was anderes gesehen (live), nämlich die genialste und spannendste Segelveranstaltung seit langem. Geprägt von den besten Seglern der Welt, von denen sich keiner beschwert hat über Schweinerennen. Und einen Sonnenbrand auf der Nase sowie ein Autogramm auf meiner Cap von Dennis Conner, dem drittklassigen US-Segler, habe ich jetzt auch. Fakt, das!

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      • avatar Fakt sagt:

        Das Wetter war schön und hat die Mängel, die dem einheimischen Tucker-Boot-Fahrer verborgen blieben, etwas überdeckt.
        Wie oft in den Interviews das Wort “Roulette” fiel, habe ich aber gar nicht zählen können.
        Anstelle von 100.000 People habe ich an den Ufern der Alster lediglich vereinzelt den einen oder anderen Jogger gesehen. Auch beim NRV hielt sich das Zuschauerinteresse in Grenzen.
        Gott sei Dank werden wir beim nächsten City Grand Slam (Bahamas) wieder richtiges Segeln sehen !

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        • avatar Magnus sagt:

          Du wirst leider niemals einen City Slam auf den Bahamas sehen… Sorry “Fakt” ich habe jetzt einige Kommentare hier von Dir gelesen und kann keine Deiner Aussagen bestätigen. Ich bin selbst mitgesegelt und unter die Top 30 gekommen. Ich kann Dir aus erster Hand sagen das wirklich alle Teilnehmer extrem begeistert von der Organisation, von den Rennen und ja auch vom Revier waren. Das Konzept der SSL mit den vier Kategorien “Lake” “City” “Breeze” und “Bay” kommt bei uns Star Seglern sehr gut an. Für mich persönlich war es eine tolle Erfahrung und eine Ehre gegen solche Stars des Segelsportes segeln zu dürfen. Ja und auch gegen Michi und Carsten zu segeln ist toll und lehrreich! Und nimm nicht jede Rangliste zu ernst.. 😉

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          • avatar Fakt sagt:

            Magnus, nimm doch bitte einen Tippfehler nicht so ernst, den ich im übrigen gern richtigstelle:

            “SSL LAKE GS” organized on a lake
            “SSL BAY GS” organized in a sea bay
            “SSL CITY GS” organized in an urban environment
            “SSL BREEZE GS” organized on a windy area

            Auch wenn Du aufgrund Deiner Aasee-Erfahrungen, wenn ich mich recht erinnere, auch auf der Alster gut zurechtgekommen bist, heisst das noch lange nicht, dass es sich bei der Alster um ein geeignetes Revier handelte.
            Viel zu oft hörte ich in den Interviews das Wort “Roulette”
            An Tag eins war zu beobachten, dass die Polen mit einem Vorsprung von mehreren hundert Metern das Ziel erreichten, da das Feld in der Flaute hängenblieb. In der Finalwettfahrt gab es einen katastrophalen, unnatürlichen Winddreher von mehr als 90 Grad, der die Italiener zurückwarf. Normalerweise hätte die Wettfahrt also abgebrochen werden müssen.
            Für Hamburg gilt also dasselbe, was Ben Ainslie über New York sagte.

            Warten wir also ab, ob die Stare noch einmal auf der Alster starten werden …

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          • avatar Fakt sagt:

            FAIRNESS of the COMPETITION

            32 SHORTENING OR ABANDONING AFTER THE START
            32.1 After the starting signal, the race committee may shorten the course
            (display flag S with two sounds) or abandon the race (display flag N,
            N over H, or N over A, with three sounds), as appropriate,
            (a) because of an error in the starting procedure,

            (b) because of foul weather,

            (c) because of insufficient wind making it unlikely that any boat
            will finish within the time limit,
            (d) because a mark is missing or out of position, or

            (e) for any other reason directly affecting the safety or

            fairness of the competition,

            or may shorten the course so that other scheduled races can be sailed.
            However, after one boat has sailed the course and finished within the
            time limit, if any, the race committee shall not abandon the race
            without considering the consequences for all boats in the race or
            series.

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          • avatar thorsten sagt:

            Naja, lieber Fakt – da hast Du zwar grundsätzlich die richtige Regel zitiert, allerdings ohne den entsprechenden Kontext.
            Zur Frage, wann die “fairness of the competition” soweit betroffen ist, dass ein Rennen abgebrochen werden sollte, gibt es genügend “Sekundärliteratur” – eine einzelne, lokale Bö mit zugegeben gravierendem Dreher gehört allerdings nicht dazu. 😉

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        • avatar Andreas Borrink sagt:

          Der einheimische Tuckerbootfahrer hat immerhin auch eine Olympiakampagne und 50 leidlich erfolgreiche Regattajahre hinter sich. Insofern darf man davon ausgehen, dass ihm die “Mängel” der Alster durchaus aufgefallen sind.

          Es geht aber gar nicht um die unbestrittenen Eigenheiten der Alster, die niemand zu einem superfairen Revier mit gleichen Bedingungen für alle hochstilisieren will. Es ist vielmehr einfach nur schade, dass hier eine rundum gelungene Veranstaltung mit 100% Teilnehmerzufriedenheit zu einer Bananenregatta runtergeredet wird.

          Wer schon mal Live-Übertragungen der verschiedensten Segel-Events (M32, Extreme40, AC, Bundesliga, WMRT etc.) angeschaut hat, kann eine spannende Regatta mit guter Coverage von einer langweiligen mit dummem Geschwätz unterscheiden. Dieses Event spielte da ganz oben in der ersten Liga und ich schaue es mir nächstes Jahr mit letzter Sicherheit wieder an, sollten die Stare erneut nach Hamburg kommen.

          Und “100.000 people”…..naja, das ist eben Journalistensprech. Da werden die 99.000, die einfach nur spazieren gegangen sind und mal einen Blick geworfen haben, erbarmungslos mitgezählt. Das machen doch alle Randsportarten so, denn Segeln ist nunmal nicht Fussball, wo alle Zuschauer Eintritt zahlen und am Eingang gezählt werden.

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    • avatar thorsten sagt:

      Ja, ich kenne das Video – wir betreiben aber eine Freiluft-Sportart und so etwas kann passieren. War aber für alle gleich und ein Rennabbruch will sehr genau abgewogen sein.. 😉

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      • avatar Fakt sagt:

        Grael wurde bestraft, obwohl Rohart eigentlich gar nicht oder nur MINIMAL behindert wurde. Im Falle der unnatürlichen Windboe, die die Italiener MAXIMAL behinderte und zurückwarf, liess man die Wf weiter laufen.
        Da stimmt m.E. die Verhältnismässigkeit nicht !

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        • avatar thorsten sagt:

          Öhm, da muss ich wohl jetzt etwas ausholen..

          Zum einen werden Penalties für Regelverstösse in solchen Formaten von den Umpires gegeben.
          Eine Regel ist entweder gebrochen oder nicht – ob mit oder ohne Behinderung, ist dabei egal.
          Wenn die Ampel rot war, blitzt es. Kennt man.
          Verschärfend kann hier allenfalls noch Absicht oder Schaden/Verletzung wirken.

          Die Frage, ob eine Wettfahrt abgebrochen wird oder nicht, beantwortet die Wettfahrtleitung (das sind im wesentlichen die Kollegen mit den bunteren Flaggen – die mit dem Kaffee) 😉
          In einer Wettfahrt mit 4 Booten, bei der alle noch auf mehr oder weniger dem selben Flecken Wasser segeln und daher der Dreher für alle gleich ist, kann es absolut ok sein, weiterzusegeln.
          Genau das war auch die Entscheidung der Wettfahrtleitung hier, ist doch ok – die Bedingungen waren für alle gleich.
          Die anderen drei haben auf den Dreher schneller reagiert und gewendet.

          Sailboat racing halt 😉

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          • avatar Andreas Borrink sagt:

            Was das Panalty gegen Grael betriift, ist mir unklar, wo da der Zusammenahng mit dem Abbruch oder Nicht.Abbruch einer Wettfahrt sein soll?!

            Die Entscheidung, nicht abzubrechen, war absolut richtig. Es gab vorher wie nachher erhebliche Dreher, Flautenlöcher, Lifts, Ab-Backer und anderes Fiesitäten, die auf der Alster nunmal dazu gehören. Negri hätte wenden sollen, dann wäre er “bei der Musik” geblieben und ich denke mal, das sieht er auch so. Tough Luck eben.

            In weiteren Verlauf der Wettfahrt gab es noch etliche Chancen, durch eine gute, etwas risikofreudigere Kreuz noch zurück in’s Rennen zu kommen. Man denke nur an die Beinahe-Überholung Rohart’s kurz vor dem Ziel – ob der wohl nervös war…..? Donnerstagsabendsdrachenregattsegler kennen das Spiel; da geht immer noch was kurz vorm Ziel….

            Negri hat es ja einmal auch fast geschafft, aber er hat eben leider auch weiterhin die falschen Entscheidungen getroffen und die drei anderen sind ja auch nicht blöd.

            So läuft das eben auf der Alster und das ist auch gut so……

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          • avatar Fakt sagt:

            Wir müssen in diesem Fall ja nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen 🙂

            Winddreher gehören zu dem Wesen einer Segelregatta und machen diese ja auch besonders interessant. Mit dem im Video gezeigten Dreher muss ich als Regatta-Segler aber keineswegs rechnen,, denn er wurde nicht von “Mutter Natur” verursacht sondern ist das Ergebnis künstlicher Bebauung, die die Fairness der Comptetion leider entscheident beeinflusst hat.
            Dass zwei unterschiedliche Gremien zutändig waren, ist irrelevant. Die Entscheidungen müssen insgesamt stimmig sein.

            P.S. Welches “Vergehen” hat das RC eigentlich bei Grael gesehen ?

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          • avatar Pete sagt:

            Fakt sagt:
            11.05.2016 um 13:49
            “P.S. Welches “Vergehen” hat das RC eigentlich bei Grael gesehen ?”
            Ich würde mal behaupten, daß das RC gar kein “Vergehen” gesehen hat.
            Die Schiedsrichter wiederum werden wahrscheinlich Regel 11 als verletzt angesehen haben.
            “Zwei Gremien insgesamt stimmig” – wenn es viele BFD’s gab soll es auch mehr gelbe Flaggen von der Jury in der Wettfahrt geben?

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          • avatar Fakt sagt:

            @ Pete

            RC = Schlauchboot mit RC-Flagge

            “Zwei Gremien insgesamt stimmig”,

            heisst, das das eine Gremium nicht kleinlich ist, während das andere Gremium alles durchgehen lässt.

            Regel 11: “Wind von gleicher Seite mit Überlappung:
            Das Luvboot muss sich vom Leeboot freihalten.”

            Wenn das Leeboot anluvt muss es dem Luvboot aber auch Zeit zum regaieren lassen.

            Grael hat die RC-Entscheidung wohl auch nicht nachvollziehen können und war dementsprechend sauer.

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          • avatar thorsten sagt:

            Nochmal: die Strafe wurde von den Umpires im Juryboot gegeben.
            Das RC macht sowas nicht.

            Die verhängte Strafe war vermutlich RRS 11, Lee vor Luv.
            Luv fällt ab, verringert die Distanz zu Lee und hält sich nicht frei.
            Danach luvt Lee an, Luv hat jedoch ausreichend Raum zum Freihalten.
            So sieht es für mich auf den TV-Bildern aus.

            Ermessensspielraum gibts da keinen, wenn man sieht, wie nah die Baumnock von Luv der Fock von Lee kommt (dass der Bestrafte üblicherweise anderer Meinung ist, dürfte keine grosse Überraschung sein) 😉

            Ermessensspielraum gibt es aber sehr wohl bei der Frage, ob eine Wettfahrt abgebrochen wird – und die Entscheidung, die finale Wettfahrt fortzusetzen, war absolut im Ermessen des RC und so auch ok.

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  5. avatar Pete sagt:

    Grael hat also eine Regel ‘eigentlich’ nicht gebrochen, oder wenn nur ‘Minimal’ – also nur ein bisschen die Regel gebrochen… Klasse 😉
    Ausserdem ist das eine natürlich Schiedsrichter Entscheidung, das andere Wettfahrtleitung.

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  6. avatar Andreas Borrink sagt:

    Nochmal zu den drehenden Winden auf der Alster, das Thema ist einfach zu interessant:

    Nicht jeder Dreher vom Kaliber des “Negri-Drehers” ist auf die Bebauung zurück zu führen, wie immer gern behauptet wird. Der Einfluss der Windhindernisse am Ufer nimmt mit zunehmendem Abstand zu demselben schnell ab, denn der Wind weht ja nicht parallel zur Wasseroberfläche sondern kommt immer auch ein wenig “von oben”. In diesem Fall waren die Kontrahenten mitten auf dem Teich; Ablenkungen der Windrichtung durch Strassen, Bäume, Häuser und das vielzitierte, geöffnete Fenster spielen hier keine Rolle mehr.

    Es handelt sich hier vielmehr um eine charakteristische Eigenschaft des Ostwindes bei strahlender Sonne, der stark von Thermik beeinflusst ist. Ganz ähnliche Effekte (und entsprechende Dreher) kann man auch auf vielen anderen Binnenseen, deren Ufer nicht bebaut sondern gleichmäßig bewachsen sind, beobachten. Typisch für diese Bedingungen ist z.B. auch das ständige Zu- und wieder Abnehmen der Windstärke mit extrem lokal eingeschränkten Windfeldern. Da kommt es schon mal vor, dass Boote in geringer Entfernung auf der linken bzw. rechten Kreuzseite auf unterschiedlichem Bug parallelen Kurs fahren! Mit Häusern und Fenstern hat das nichts zu tun. Auf diesem Klavier zu spielen ist nicht einfach und es hat viel mit Antizipation, Intuition und letztendlich natürlich auch Glück zu tun.

    Bei westlichen Winden sieht die Sache anders aus. Hier gibt es durchaus gewisse Muster, die einen Reviervorteil bedingen, wenn man sie kennt. Da gibt es in Uferenähe kurze, heftige Dreher im Bereich von 5-10°, die man oft – und gerade mit schweren Kielbooten – “aussitzen” kann. Genau das hat Negri wohl versucht, nach dem Motto: “Dreht eh gleich wieder zurück…..”

    Hat es aber nicht.

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