Jörg Riechers BWR-Analyse: Spitze wieder eng zusammen

Starke Nerven und Glück

Jean Le Cam ist mit der West-Route in Führung gegangen. Boris Herrmann (rot) liegt 22 Meilen zurück

Noch ist es zu früh, um über den weiteren Verlauf des Rennens aussagekräftige Schlüsse zu ziehen. Aber zumindest zeigte sich nach den ersten beiden Tagen auf dem Meer, wer dabei ist und wer nicht.

Es ist sicherlich keine Überraschung, dass Michel Desjoyeaux ganz vorne segelt. Der zweifache Vendée-Globe-Gewinner und sein ebenfalls starker Co-Skipper Francois Gabart spielen ihre Stärken aus und konnten schon früh im Rennen einen 20 Meilen Vorsprung heruassegeln.

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Aber das dicht gedrängte Verfolgerfeld fing den Ausreißer wieder ein.. Dabei waren die Optionen taktisch interessant, die einerseits Jean Le Cam und andererseits die beiden 49er Olympiasieger Iker Martínez and Xabi Fernández verfolgten.

Le Cam entschied sich für einen Kurs sehr dicht unter Land, um von den lokalen Windeffekten dort zu profitieren. Es war eine riskante Option.

Die beiden Olympiasieger haben sich dagegen etwas weiter Offshore, als das Hauptfeld positioniert. Mit der Hoffnung, dass der schwache West-Nordwestwind dort etwas stärker und konstanter ist. Diese Offshore Option hätte ich auch wohl gewählt, wenn ich die Wahl hätte.

Für die Inshore Optionen dagegen braucht man wirklich starke Nerven und Glück. Aber Ende gingen beide Entscheidungen auf. Die ersten sechs Boote liegen fast gleichauf.

Für Boris Hermann ist der 10. Platz und 22,4 Meilen Rückstand sicherlich nicht zufriedenstellend. Ich bin mir aber sicher, dass er und Co-Skipper Ryan alles dran setzen werden, auf das Hauptfeld aufzuholen. Es ist ja noch viel Luft nach oben.

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3 Kommentare zu „Jörg Riechers BWR-Analyse: Spitze wieder eng zusammen“

  1. avatar Timon Beuers sagt:

    Hi!

    Sagt mal, kann es sein das der Racetracker des BWR nur ca. alle 6h upgedatet wird?

    Danach sind die Positionen zwar minutengenau abrufbar, aber eben ca. 6h alt. Von Livetracker kann da ja wohl keine Rede sein.

    LG
    Timon

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    • avatar Carsten sagt:

      Fünfmal pro Tag sollen die Positionsmeldungen über Satellit aktualisiert werden. Jeweils gegen 5, 9, 13, 17 und 21 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht. Aber mir zickt der Tracker häufig

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  2. avatar T.K. sagt:

    Das mit dem Zeitversatz ist bei vielen Offshore Races bei den sog. Livetrackern so. Würde immer alles just in Time dastehen, dann könnte jeder Gegner ja immer sofort jeden taktischen Zug erkennen. Soweit ich mich erinnere gab es dafür beim letzten VOR extra zusätzlich noch einen Stealth-Mode……man konnte bei jedem leg eine längere Zeit unerkannt abbiegen. Nur das VOR-headquarter war aus Sicherheitsgründen jederzeit über die POS. informiert.

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