Sydney – Hobart: TP52 vom König – Opielok startet mit neuer “Rockall” unter deutscher Flagge

"Ich will seit 30 Jahren teilnehmen"

Der Hamburger Christopher Opielok wird mit seiner neu erworbenen TP52 “Rockall” an den Start des Sydney-Hobart-Races gehen. Er vertraut einem interessanten Profi-Taktiker.

German Offshore Award Gewinner Christopher Opielok 2012 lässt im Hamburger Rathaus eine erfolgreiche Saison Revue passieren. © Klaus Schmidt

“Ich habe seit 30 Jahren geplant, an diesem Rennen teilzunehmen”, sagt Christopher Opielok vor dem Sydney-Hobart-Race. Der Hamburger Reeder (54) hat sich für sein jüngstes Abenteuer noch einmal eine neue “Rockall” zugelegt. Seit vielen Jahren bewegt er sich im internationalen Offshore-Zirkus. 2011 wurde er Zweiter beim Middle Sea Race

Opielok Rockall

Opielok mag das Spiel mit der Welle: Hier mit der Corby 36 “Rockall III”, mit der er 2011 2. beim Middle Sea Race wurde. © Rolex / Kurt Arrigo

Die neue “Rockall” ist eine TP52, die sich der spanische König 2007 für den Audi Med Cup  bauen ließ. Das Judel/Vrolijk-Design wurde danach in die USA verkauft und schließlich nach Australien. Im Verlauf der Zeit gab es immer wieder Optimierungen, die dem Schiff laut Opielok zu einer guten Leistungsfähigkeit nach IRC verhelfen. Dieses Handicap System ist beim Sydney-Hobart-Race die Berechungsgrundlage für die Gesamtwertung.

Die neue “Rokall” TP52 segelte zuvor als “RKO”

Nach den ersten Tests sagt Opielok: “Das ist wirklich ein anderes Spiel. Dieser Speed und die Beschleunigung ist so beeindruckend, dass ich mir wirklich Sorgen mache, mit jemandem zu kollidieren.”

Prominenter Paralympics Teilnehmer an Bord

Der Amerikaner Dee Smith soll dabei helfen, dass das nicht passiert. Der ehemalige Taktiker und Coach (Porträt) beim südafrikanischen America’s Cup Team Shosholoza war lange Zeit aus dem Profi-Verkehr gezogen, seit er an Krebs erkrankt war. Nach einem Radunfall in der Folge war so behindert, dass er sogar mit dem 2.4 mR bei den Paralymics teilnahm. Smith besitzt viel Erfahrung mit der TP52 und segelte das Rennen schon zweimal.

Außerdem ist ein erfahrener Navigator an Bord, der die legendäre Langstrecken-Regatta schon siebenmal absolvierte. Opielok hat außerdem den jungen Match-Racer Sam Gilmour an Bord (Sohn von Peter Gilmour) und einen Teil dessen Crew.

Nach dem Sydney Hobart Race wird die neue deutsche “Rockall” nach New York gebracht, wo im nächsten Jahr die Atlantic Anniversary Regatta (AAR) zum 150. Jubiläum des NRV startet.

Opielok hatte sich 2017 auch in der J/70 versucht und mit dem Olympia-Silber-Gewinner Achim Griese am Steuer bei der Deutschen Meisterschaft in Glücksburg teilgenommen. Nach guten Einzelplatzierung ist das Projekt aber wieder beendet, und die J/70 steht zum Verkauf.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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