Sympathieträger: Ghana stellt erstes Offshore-Segel-Team vor!

Cool Runnings auf den Sieben Meeren

Cool sailings for GOR © shutterstock

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Kürzlich flatterte eine offizielle Pressemitteilung des Sportministeriums von Ghana (!) auf unsere international vernetzten Computer-Schreibtische: Ghana Ocean Racing (GOR) sei jetzt staatlich anerkannt, man sei froh, dass Ghana als erste schwarzafrikanisches Land beim Extremsport IMOCA-Offshore-Segeln (einhand und zweihand) mitmischen werde – schließlich sei Ghana auch das erste subsaharische Land gewesen, das die Unabhängigkeit erlangte!

Ghana? Offshore? IMOCA? Open 60? Mal ganz ehrlich und ohne jede Ironie: wer denkt da nicht sofort an Cool Runnings, den legendären Film über jamaikanische Bobfahrer?

Und tatsächlich, beim GOR-Team klingt vieles ähnlich vollmundig wie bei den Jamaika-Wintersportlern. Auf der einen Seite wissen sie jetzt schon, dass sie ab Winter 2013/14 unterwegs sein werden, aber noch haben sie weder Schiff oder Geld. Aber an einer grundsätzlichen Problematik wird bereits gefeilt: die zukünftigen Weltumsegler lernen gerade… segeln!

das offizielle Logo © GOR

das offizielle Logo © GOR

Yay!

Doch es gibt eine weitere Parallele zu Cool Runnings: Die Beharrlichkeit der Protagonisten.Denn offenbar stehen die Chancen für das Team rund um Agbell Ameko und Eyram Hevi gar nicht so schlecht. Erste Interessenten aus dem internationalen Big Business, die in Afrika ein Image aufbauen wollen, haben bereits Interesse bekundet. Ebenso wird gemunkelt, dass die IMOCA-Klasse mit einem (bezahlbaren) Charterangebot mitspielen will – es muss ja nicht das neueste Open-60-Modell sein.

Außerdem haben Agbell und Eyram ganz offenbar ein Händchen für die richtige Vermarktung. Denn in ihren Visionen wollen sie den Namen des zukünftigen Sponsors, die Flagge ihres Landes und überhaupt ihre Botschaften von und über Afrika zunächst einmal bei einer Zweihand-Globusumrundung mit 7 Stationen unter die Völker dieser Erde tragen. Um schließlich bei IMOCA-Regatten als (besonders werbewirksames?) erstes afrikanisches Schiff zu starten und -wer weiß?- in 2016 sogar beim Volvo Ocean Race dabei zu sein.

Egal wann und wie viel Erfolg sich einstellen wird – es lohnt sich jetzt schon, die Sympathie-Segler auf ihrem Werdegang per Internet zu begleiten. Website und Facebok werden häufig aktualisiert, es ist ein Comic „in der Mache“ und eine Filmcrew, die das GOR-Abenteuer von A-Z begleiten und die einzelnen Etappen im Internet vorstellen soll, sei ebenfalls engagiert. Und die internationale Netzgemeinde „zieht“ jetzt schon mit. Zitat aus dem GOR-Blog: „Yay! 1031 „Likes“!“ Na denn… yay!

 

 

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http://blueocean.berlin/magicmarine-team-werden/

2 Kommentare zu „Sympathieträger: Ghana stellt erstes Offshore-Segel-Team vor!“

  1. avatar Nord sagt:

    Wäre ja schön wenn das klappt!

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  2. avatar Lothar sagt:

    Ich finde es sehr gut, wenn sich afrikanische Länder so engagieren. Letztlich sehnen die Menschen sich da auch nur nach Wohlstand und Sicherheit und dem, was wir hier als Normalität empfinden. Sowas sollte man unterstützen. Sport verbindet.

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