TJV Ultim: Sodebo auf Madeira repariert – Trimarane rasen mit 40 Knoten

Express-Reparatur

Thomas Coville und Thomas Rouxel haben in der Nacht auf Madeira den Foil-Schaden bei ihrem 100-Fußer Trimaran Sodebo behoben und sind wieder auf Kurs. Die Kollegen rasen mit 40 Knoten voraus.

Sodebo setzt den Weg nach der Reperatur in Madeira fort. © Curutchet / Sodebo

Der Trimaran Sodebo hat Madeira um 6 Uhr früh wieder verlassen und das Rennen bei der Transat Jacques Vabre wieder im Rennmodus Richtung Martinique wieder aufgenommen.

Sodebo (grün) hat in Madeira wieder abgelegt und hastet den Ultim-Kollegen 550 Meilen hinterher. Gitana liegt 100 Meilen in Führung

Nach dem Schaden an der Tragfläche, der sich in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ereignete, waren Thomas Coville und Thomas Rouxel nach Funchal auf Madeira gesegelt, wo es sich mit seinem Shoreteam traf. Fünf Spezialisten waren eingeflogen, um nach der Kollision mit einem nicht identifizierten Objekt im Wasser eine Express-Reparatur durchzuführen zu können.

Sodebo hatte zum Zeitpunkt des Aufpralls gut im Rennen gelegen auf Rang zwei und erstmals gezeigt, dass es mit den starken Gegnern mithalten kann. Nun soll der Trimaran zwar nicht mehr im Vollbesitz seiner Kräfte sein, aber das Duo will die 6.500 Meilen bis Fort-de-France dennoch zurücklegen.

Ein paar blaue Flecken

Thomas Rouxel erklärt, dass er im Moment der nächtlichen Kollision am Ruder stand während Coville in seiner Koje schlief. “Es war so heftig, dass ich nach vorne geschleudert wurde, Winschkurbel und Computerbildschirm traf.” Es wurde schnell deutlich, dass die  Steuerbord-Tragfläche beschädigt war. Zwölf Stunden lang hätten sie versucht, den Schaden selber zu reparieren, dann wurde der Stopp in Madeira beschlossen.

Thomas Coville (r. am Steuer) und Thomas Rouxel bei der Arbeit in ihrem Mittelcockpit auf Sodebo. © Curutchet / Sodebo

Das technische Team habe nur zwei Stunden für die Reparatur benötigt. Nun gehe es weiter. “Ich fühle mich ein bisschen wie ein Boxer und habe ein paar blaue Flecken, aber das hindert mich nicht daran, wieder Vollgas zu geben. Ich bin sehr glücklich, dass wir wieder im Rennen sind, auch wenn der Wettbewerb nun schwierig ist. Aber wir werden auf See viel Spaß haben. Und man weiß nie, was bei so einem Rennen noch passieren kann.”

Derweil ist die Konkurrenz mit einem Höllenspeed weit enteilt. Der erprobte Favoriten-Tri Edmond de Rothschild hat seine Führung auf mehr als 100 Meilen ausgebaut. Dahinter duellieren sich die beiden Neubauten von Francois Gabart und Armel Le Cleac’h. Acutal kann wie erwartet bei den aktuellen Highspeed-Bedingungen nicht mehr mithalten und segelt nun schon fast 100 Meilen achteraus.

 

Video Tipps: André Mayer

Transat Jacques Vabre Tracker

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

Ein Kommentar „TJV Ultim: Sodebo auf Madeira repariert – Trimarane rasen mit 40 Knoten“

  1. avatar Heiner sagt:

    Sieht aus als hätte Apivia auch ein Problem. Derzeit langsamer als die direkte Konkurrenz und auf Platz 3. zurückgefallen.

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