Bootsbau-Trend: Die neuen voluminösen Mini 6.50: Bugformen im Vergleich

Fette Vorschiffe

Der deutsche Mini-Segler Chris Lükermann segelte beim Training mit seiner Pogo 2 gegen einige der neuen Serien-Minis. Sein Fazit: Noch sind die Neubauten nicht deutlich schneller – aber bald!

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3 Kommentare zu „Bootsbau-Trend: Die neuen voluminösen Mini 6.50: Bugformen im Vergleich“

  1. avatar Mirko sagt:

    Könnt Ihr noch mehr Hintergründe zu den Serien-Minis bringen? Welcher Serien-Mini wann schnell/langsam ist, konstruktive Schwachpunkte, Vorteile im Handling etc. Ich hatte früher mal tolle Berichte von Leo Voorneveld gelesen, der ist aber wohl nicht mehr aktiv.
    Und eine Bitte: Könnt Ihr Untertitel zu den Bug-Fotos einfügen?
    Vielen Dank!

  2. avatar ChrisL sagt:

    Hi, da die Untertitel anscheinend verloren gegangen sind, hier die Boote auf den Fotos mit jeweiligem Baujahr (von alt nach neu):
    – 307 Pogo1 “Fibera”, 2001
    – 578 TipTop “Cachaca”, 2005
    – 583 Zero “Yellowfin”, 2006
    – 633 Pogo2 “Hudson Wight”, 2006
    – 754 Proto “Racing Bull”, 2009
    – 757 D2 “Association La Touline”, 2009
    – 824 Nacira “Nescens”, 2012
    – 865 Proto “Cultisol”, 2014
    – 866 Ofcet 6.50 “Entreprise(s) Innovante(s)”, 2014
    – 871 (weißer Rumpf) Pogo3 “Mini-Moi”, 2014

    Zur Performance der einzelnen Designs gegeneinander kann man wenig sagen. Generell gilt dass die 2. Generation von Serienbooten (TipTop, Zero, Pogo2, D2) bei tiefen Kursen sehr gut laufen, im Reaching im Vergleich zu neueren Modellen wie gesagt im Nachteil sind. TipTop ist sehr gut bei Leichtwind, Zero ein gutes Allgemeinboot wenn es gut gesegelt wird (gut zu sehen an Quentin Vlamynck der mit einer Zero überall vorne mitfährt). Am entscheidensten ist hier wirklich der Segler, weniger das Design.

  3. Ich denke auch, dass es auf den küstennahen Regatten – insbesondere bei leichteren Bedingungen – vor allem auf den Segler ankommt und der Vorteil der neueren Designs (D2, Nacira, RG650) und ganz neuen Designs ( Ofset / P3) weniger zu spüren ist, da sie ja “mühevoll” auf der Kante gefahren werden müssen um eine ähnlich geringe benetzte Oberfläche zu erreichen wie die 2. Generation.

    Der Vorteil der Generation 3 (Nacira/D2) ist vor allem die wesentlich höhere Stabilität bei mehr Wind – kommt aber bei weniger Wind kaum zum Tragen und dann stellt sich auch die Frage, ob der Skipper dann noch “den Mut” hat, dies auch zu nutzen.

    Mit der 3. Generation wurde nun vor allem die Wasserlinie weiter “verlängert” und für die höhere benetzte Fläche im Vorschiff etwas Stabilität aus dem Heckbereich heraus genommen, was bei P3 (und auch Ofcet ?) durch ein leicht konkaves UW-Schiff sowohl im Vor- als auch im Achterschiff “kompensiert” wurde.

    Auf der Messe war nun zu hören, dass es zwar möglich ist, mit einem Nacira (außer an der Kreuz) an einem P3 (und wohl auch Ofcet) dran zu bleiben, wenn sauber gesteuert wird, doch soll der P3 unter AP besser gesteuert werden können. An der Kreuz gibt es wohl leichte Vorteile für den P3.

    Gegenüber Gen-2-Booten soll (laut C.Fehrenbach von Structures) der Vorteil insbesondere bei harten Reachs sehr groß sein – bis zu 2kn, was ich aber auch als zu hoch ansehe.

    Bei Unterschieden von weniger als 5..10% dürfte der Skipper also immer noch den entscheidenden Einfluß haben und insbesondere bei der 2. Transat-Etappe sollten auch die älteren P2s noch reelle Chancen haben, wie ja Renauld Mary mit seiner furiosen Aufholjagd beim letzten Transat zeigte, wo er nicht langsamer war als die Naciras vor ihm.

    Genaueres werden wir dann spätestens Ende April wissen, wenn Ofcet und P3 auf der Bahn auftauchen auch wenn sie zu Beginn vlt. noch keinen Serienstatus haben. Wenn man sich ansieht, wer die ersten P3s steuert (und für’s Transat meldet) und wie und wieviel sie trainieren, dann soll es wohl nicht an den Skippern liegen, wenn die ersten Auftritte nicht klappen …

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