Vendée Arctique: Schluss schon nach der Hälfte – Eisiger Nordwind mit 50 Knoten

Aufstieg in der "Nordwand"

Erst Bahnverkürzung, dann Pause und schließlich ein frühes Ende. Die Vendée Arctique ist wegen schwerer Stürme und Kreuzseen vor Island frühzeitig beendet worden. Fünf Skipper kamen nicht ins Ziel.

Jérémie Beyou lässt Island achteraus. © Beyou.

Isabelle Joschke hatte kaum noch 50 Meilen bis zum Ziel zu segeln. Es wehte mit mehr als 40 Knoten von vorne. Das Großsegel war gerissen und sie kreuzte seit 24 Stunden nur unter Sturmfock. Dann gab sie auf. Die Linie war nicht zu erreichen. Der Nordwind vor Island trieb sie immer wieder zurück. Damit gehört die Deutsch-Französin zu den fünf der 25 Skipper, die aus der Vendée Arctique ausgeschieden sind. Der Ungar Szabolcs Weöres warf schon kurz nach dem Start das Handtuch, Arnaud Boissières, Manu Cousin und schließlich der Belgier Denis Van Weynbergh gaben sich erst kurz vor Schluss im Laufe des Freitags und Samstags geschlagen.

Dalin und Ruyant Seite an Seite vom Wind geschützt vor Island. © Vendée Arctique

Van Weynbergh fehlten sogar nur 20 Meilen mit zur Linie. Es war eine dramatische Entscheidung wurde getroffen, nach einer unglaublichen Anhäufung von Problemen in den letzten 48 Stunden. Erst streikte mitten im Sturm die Elektronik. Am Freitagmorgen rutschte der 55-Jährig aus und stürzte in seinem IMOCA. Dabei zog er sich wohl einen Muskelriss zu. Dann warfen 50 Knoten seinen IMOCA mehrmals auf die Seite. Die Radaranlage riss in einer gewaltigen Böe vom Mast ein schließlich ein Ruder vom Heck.

“Es ist natürlich sehr enttäuscht, dass er nicht ins Ziel gekommen ist, obwohl er so nah dran war. Aber er hat absolut alles gegeben.” Der in Les Sables d’Olonne ansässige Van Weynbergh hatte eine kleine Armee von Freiwilligen aus der Region aktiviert, die sich für ihn eingesetzt und an seinem Boot gearbeitet hatten. 

Überblick über das finale Ergebnis (ENG):

 

Die Entscheidung, das Wegpunkttor offiziell zum Ziel zu erklären, wurde von Rennleiter Frances Le Goff am Freitag Abend getroffen und von den erschöpften Solisten überwiegend positiv aufgenommen worden. “Es war die richtige Entscheidung”, versicherte Jérémie Beyou (Charal, 2.). Der 15. Sébastien Marsset teilte

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Carsten Kemmling

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