Vendee Globe Vorschau: 19 Teilnehmer bestätigt. Riou gewinnt Warm Up

Der Mount Everest des Segelns

Ein Abenteuer, keine Regatta!

Speed-Test der Wanten-Ausleger-Modelle “PRB” und “Banque Populaire”. © Jesus Renedo

So kommt es, dass ausgerechnet der jüngste und zuletzt gemeldete Teilnehmer der Vendée Globe, der 28jährige Louis Burton, auch nicht von einer Regatta spricht, sondern von einem ultimativen Abenteuer. „Natürlich müssen wir im gewissen Sinne taktisch segeln, Wetterzonen beobachten und die richtigen Entscheidungen in den richtigen Momenten treffen,“ sagt der Benjamin dieser VG. „Aber eigentlich ist es doch ein einziges Durchhalten bis zum Ziel.“

Dass man nebenbei noch die größten Wüsten dieses Planeten überquert, den Launen der Ozeane mit allen Facetten ausgeliefert ist und dafür auch noch bezahlt wird, ist wahrlich ein modernes Abenteuer, wie es klassischer nicht sein könnte!

Achtzehn Skipper und die Britin Samantha Davies sind bisher fest gemeldet; unter den Herren befindet sich die Crème de la  Crème des französischen Hochseesegelsports. Wie Jean-Pierre Dick auf seiner nagelneuen Virbac-Paprec 3  (3. Teilnahme bei VG), der erst 29 jährige  Francois Gabart als aufgehender Hochseesegel-Stern, der „alte Hase“ Jean Le Cam, den viele seiner Kollegen als den am meisten unterschätzten Hochsee-Piloten bezeichnen, der Bretone Armel Le Cléac’h, der aufgrund seiner zweiten Platzierung bei der letzten VG durchaus favorisiert ist.

François Gabart beim Barcelona World Race noch mit Michel Desjoyeaux unterwegs, segelt mit “Macif” diesmal alleine. © Jesus Renedo

Zudem der Brite Mike Golding bei seiner vierten Teilnahme, wovon er nur eine beendete, die aber auf Rang 3 und Alex Thomson, der bei seinen beiden bisherigen VGs kein einziges Mal den Kreis schloss. Vincent Riou (Sieger in 2004-05) und der Schweizer Bernhard Stamm (der zwar schon zum dritten Mal teilnimmt, aber bisher jedes Mal nach Havarien aufgeben musste) gelten beide als besonders „hungrige“ Favoriten.

Vor allem Stamm hat mehrere Rechnungen offen, nachdem er bei den meisten Hochseeregatten bereits brillieren konnte, nur eben nicht bei der Vendée. Dass dieses Jahr seine Cheminées Poujoulat ein  Riss von Kouyoumdjian und somit ein Schiff der letzten IMOCA-Generation (2011) ist, dürfte sich in seinen Händen wie eine Bazooka auswirken – komme was wolle, Stamm will gewinnen. Hauptsache, es gibt nicht wieder einen Rohrkrepierer.

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Michael Kunst

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2 Kommentare zu „Vendee Globe Vorschau: 19 Teilnehmer bestätigt. Riou gewinnt Warm Up“

  1. avatar Flyer2 sagt:

    Kann das sein, daß L. Peyron und v.a. der “Professor” Desjoyeaux nicht dabei sind?

    [klugschei**modus=1] Außerdem, Les Sables Dingens liegt in der Vendee… => Vendée Globe, bretonisch wäre weiter oben.

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  2. avatar Billy sagt:

    Eins kann ich bestätigen: Bisher liegen in Les Sables d’Olonne schon vier der 19 Open 60: PRB (Vincent Riou), Maître CoQ (Jérémie Beyou), Team Plastique (Alessandro Di Benedetto) und Savéol (Samantha Davies). Samantha Davies ist heute früh ausgelaufen, auf den drei anderen wird fleißig gearbeitet. Wer jetzt noch nicht voll dabei ist, wird vermutlich keine guten Chancen bei der Vendée Globe haben…

    Und richtig, bretonisch wäre wo anders 🙂 …

    Gruß aus Les Sables d’Olonne 😉

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