Vendée Globe: Alex Thomson über seinen Rückstand und die Situation, die dazu führte

"Dumme Entscheidung"

Alex Thomson hetzt auf Rang 8 seinen Foiler-Kollegen hinterher und ärgert sich über seinen Fehler. Er hat dafür eine interessante Erklärung.

“Es ist klar, diese Halse hinter Finisterre war ein großer Fehler!” Alex Thomson spricht im On-Board-Video erfrischend offen über seine aktuelle Lage. “Ich könnte mich dafür ohrfeigen.” Aber nun müsse er wieder in Gang kommen und ein paar Plätze gutmachen.

Es werde nun in den nächsten vier Tagen mit Wind von Backbord so weitergehen bis zum Äquator. “Hoffentlich werde ich einen guten Trimm finden, und das Boot schnell machen, um mir ein paar Meilen zurückzuholen.”

Alex Thomson

Alex Thomson. © Hugo Boss

Aber die taktische Fehlentscheidung macht ihm immer noch schwer zu schaffen. “Es war wirklich eine dumme Entscheidung, dort zu halsen.” Der Skipper glaubt, dass fehlender Schlaf dazu geführte haben mag. “In den ersten 24 Stunden, vielleicht sogar 30 Stunden, habe ich nicht geschlafen.”

Dabei hat der Brite ein besonderes System zur Schlafkontrolle installiert. Weil er immer so tief schläft, dass er einen Wecker nicht hört, lässt er sich durch leichte Stromstöße wecken.

“Aber das soll keine Ausrede sein. Ich hätte den Fehler einfach nicht machen sollen und habe teuer dafür bezahlt. Aber jetzt muss ich positiv sein, hart arbeiten und es geht vorwärts.”

Beim letzten Positionsupdate lag “Hugo Boss” 65,5 Meilen im Kielwasser des Führenden, kann den Speed aber wieder halten: Tracker Vendée Globe

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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