Vendée Globe: Beyou treibt vor dem Ziel – Spannender High-Speed-Dreikampf um Plätze

Gas geben mit dem Foil

Bei der Vendée Globe schafft es der Dritte Jérémie Beyou nicht mehr, die Zeit von Gabart von 2013 zu unterbieten. 600 Meilen hinter ihm tobt ein spannender Dreikampf.

Jean-Pierre Dick, Foil, IMOCA, Vendée Globe

Dick drückt auf die Tube und kann im Finale auf seine Foils vertrauen. © Y.Zedda/StMichel-Virbac

Das ist wirklich fies. So langsam war Jérémie Beyou im gesamten Rennen nicht. Er hat das Ziel und seinen Podiumsplatz im Blick und muss nur noch 115 Meilen segeln. Aber diese letzten Meilen vergehen so quälend langsam, dass es noch mal eine echte Probe ist.

Die letzten Meilen für den Drittplazierten. Der virtuelle Vergleich mit dem 2013-Sieger Gabart geht doch noch verloren

Die letzten Meilen für den Drittplazierten. Der virtuelle Vergleich mit dem 2013-Sieger Gabart geht doch noch verloren

Der Vendée Globe-Dritte treibt bei extremer Flaute vor der französischen Küste herum und wird es auch nicht schaffen, mit seiner “Maitre CoQ”, der ehemaligen “Banque Populaire” von Armel Le Cléac’h, dessen Zeit von 2013 zu unterbieten. Da helfen auch die nachgerüsteten Tragflächen nichts. 115 Meilen liegen noch vor Beyou. Sein Zieleinlauf wird heute zwischen 17 und 23 Uhr erwartet.

So langsam, wie im Moment war Yann Eliés im gesamten Rennen nicht.

So langsam, wie im Moment war Jéremie Beyou im gesamten Rennen nicht.

Jean-Pierre Dick ist schneller als Eliés (grau) und Le Cam und erreicht einen 19 Knoten-Schnitt

Jean-Pierre Dick ist schneller als Eliés (grau) und Le Cam und erreicht einen 19 Knoten-Schnitt

Intensiver Dreikampf

Schnell und spannend verläuft dagegen der Dreikampf um Platz vier. Jean-Pierre Dick (StMichel-Virbac), Jean Le Cam (Finistere Sea Vent) und Yann Éliès (Quéguiner-Leukemia Espoir) segeln im Abstand von 25 Meilen zueinander. Dabei muss sich Dick gegen die beiden Dreifach-Sieger der Solitaire du Figaro Regatta Le Cam und Eliès wehren.

Er hat allerdings das schnellere Schiff der neuesten Generation zur Verfügung und befindet sich für die finalen Meilen in perfekten Foiler-Bedingungen mit 20 bis 25 Knoten Knoten Wind. Dick erreicht dabei 23 Knoten Speed.

Eliès sagt: “Der Druck steigt. Es ist wie zu Figaro-Zeiten. Ich versuche, so schnell wie möglich zu segeln und will wenigstens Fünfter werden.” Den Angriff auf Dick hält er offenbar für wenig realistisch, und es wäre auch ein Wunder, wenn er bei diesen Bedingungen dagegen halten könnte.

Aber kurz vor dem Ziel wird noch einmal hoch am Wind gesegelt. Da könnte sich noch eine Möglichkeit bieten. Das Trio wird Mittwoch Mittag im Les Sables erwartet. Sie werden wohl knapp die magische Grenze von 80 Tagen verfehlen.

Der Dreikampf um Rang vier.

Der Dreikampf um Rang vier.

 

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Carsten Kemmling

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