Vendée Globe: Schon mehr als 30 Meilen Rückstand – Alex Thomson erklärt frühe Probleme

Sorgen um Alex

Man musste sich schon Sorgen machen um Alex Thomson. Am ersten Tag der Vendée Globe verlor er nach solidem Beginn viel Boden und lag schon fast 40 Meilen zurück. Was ist passiert?

Zwischen zwei und drei Uhr in der Nacht stieg die Herzfrequenz von Alex Thomson auf 175 Schläge pro Minute an.

Thomsons Herzfrequenzaufzeichnung erreicht nachts um 3 Uhr 175 Schläge. Was ist passiert?

Und die Schlaf-Aufzeichnung zeigt vom Beginn des Rennens bis heute 14 Uhr hartnäckig 0 Stunden an. Alles abzulesen auf Alex Thomsons neuer Hub-Plattform, die Live-Daten zu seinem körperlichen Zustand, aber auch zu den Bedingungen und dem Speed seines Bootes liefert.

Ein Tag lang keine Minute geschlafen. Das zeigen Thomsons Live-Aufzeichnungen.

Tatsächlich hat Alex Thomson nach ordentlichem Start viele Meilen in der Nacht verloren. Erst segelte er noch solide in den Topp-Drei und zeigte guten Speed auf parallelem Raumschotskurs neben den Favoriten. Dann sackte er plötzlich zurück ins Feld und konnte kaum noch Isabelle Joschke auf Distanz halten oder den Nicht-Foiler von Clarisse Cremer.

Was ist dem Drama-King passiert? Im jüngsten Onboard-Video klärt er auf. Erst habe  der Nacht habe sich eine Art von Angelgerät um Foil und Ruder gewickelt. Das sei nicht besonders gut gewesen. Dann habe er noch etwa sieben Meilen verloren, als sich bei einem Segelwechsel eine Fockschot gelöst habe. Deshalb habe er nicht schlafen, sondern nur etwas ruhen können. Schon nach dem Start habe eine kleine Panik-Attacke bekommen, weil er dachte, es hätte sich Wasser im Generator gesammelt. Aber auch das Problem sei gelöst.

Nach der Wende des Führenden Nicolas Troussel liegt Alex Thomson mehr als 30 Meilen zurück etwa auf Platz elf.

Inzwischen ist das Gros die Flotte Richtung Süden gewendet und “Hugo Boss” hat auf dem Amwindkurs mit einem etwas höheren Winkel zum Wind als der Führende Nicolas Troussel wieder gut zehn Meilen aufholen können.

Boris Herrmann ist gut durch die Nacht gekommen, hat aber auch wenig geschlafen. Er hält gut mit auf dem Kreuzkurs, auf dem die neuen Designs ihre Vorteile nicht ausspielen können. Hier sein Update:

Race-Tracker

 

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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