Volvo Ocean Race: Extremschlag zahlt sich bisher nicht aus – Mapfre hofft auf Glück

Das Leben in der Flaute

Dongfeng Seite an Seite mit Brunel:

Flautensegeln mit Brunel:

Beim Volvo Ocean Race zittert Mapfre nach wie vor auf der Ostseite der Führungsgruppe. So richtig will der Plan noch nicht aufgehen. Der Schlenker war auch nicht so richtig geplant.

Mapfre weit im Osten. Kann das Vabanque Spiel doch noch aufgehen?

Mapfre weit im Osten. Kann das Vabanque Spiel doch noch aufgehen?

Mapfre Navigator Jean Luc Nélias wundert sich etwas, dass er mit dem roten Boot so weit im Osten der Spitzenboote landete. “Wir wussten erst gar nicht, dass wir so weit vom Feld weg segeln”, sagt er. Die Entscheidung sei getroffen worden, als Mapfre etwa 10 Meilen von den Gegnern entfernt war. Und dann haben sich alle gewundert, dass die Konkurrenz nicht mitgezogen hat.

Schwer vorstellbar, dass eine solch wichtige Entscheidung nicht so richtig geplant gewesen sein soll. Aber im Ergebnis könnte es nach wie vor fatal ausgehen. Denn immer noch wird das spanische Boot mehr als 80 Meilen hinter der Spitze gelistet.

Volvo Ocean Race

Leben auf dem Vorschiff. In der Flaute muss das Gewicht weit nach vorne. © Corinna Halloran/Team SCA/Volvo Ocean Race

Zwischenzeitlich zogen Iker Martinez und Co  auf der rechten Seite ordentlich an und der Skipper jubelte schon: “Endlich haben wir die stabileren Winde erreicht. Nach drei Tagen auf Ost-Kurs sind sie nun da.” Ein tropisches Tiefdruckgebiet habe die Passatwinde zerstört, und sie hätten darunter gelitten. “Unsere Rivalen haben mehr Wind im Norden gefunden, als wir dachten.”

Aber dann glaubte er, zuerst im frischeren Wind zu sein. “Hoffentlich ist das Glück auf unserer Seite und sie brauchen noch etwas Zeit, um in den Wind zu kommen, den wir schon haben. Doch seit Mapfre wieder gen Norden gehalst hat, konnten die Spanier den Rückstand nicht mehr verringern. Die ersten drei Boote scheinen eher in den frischeren Südwest-Wind kommen zu können.

Aber die Etappe ist noch lang und die Position im Osten könnte sich später noch auszahlen. Denn die Angriffsposition auf der rechten Flanke besteht nach wie vor. Die ersten Boote konnten sich noch nicht zwischen Ziel und Gegner platzieren. Und die nächste Flaute wartet schon. Und dann geht das Lotterie-Spiel erneut los. Die Nerven der Segler werden enorm strapaziert.

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Spiegelglattes Wasser im Indischen Ozean. Justine Mettraux reitet auf dem Bugspriet. © Corinna Halloran/Team SCA/Volvo Ocean Race

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Der Schwede Martin Stromberg steuert Dongfeng beim Sonnenaufgang. © Yann Riou/Dongfeng Race Team/Volvo Ocean Race

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Eric Peron dreht das Rad beim Sonnenuntergang. © Yann Riou/Dongfeng Race Team/Volvo Ocean Race

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Der enge Zweikampf zwischen Dongfeng und Brunel lässt für die Crews die Zeit in der Flaute schneller verrinnen. © Stefan Coppers/Team Brunel/Volvo Ocean Race

 

Mapfre hat wieder Wind. Das Leben an Bord:

Wie Wasser gemacht wird auf Mapfre:

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Ein Vogelschwarm überfliegt Alvimedica. © Amory Ross/Team Alvimedica/Volvo Ocean Race

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Carsten Kemmling

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Ein Kommentar „Volvo Ocean Race: Extremschlag zahlt sich bisher nicht aus – Mapfre hofft auf Glück“

  1. avatar Tango sagt:

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass Mapfre’s Taktik aufgeht. Die Schiffe erreichen demnächst eine Westwindzone. Demnach läge das SCA-Team auf der richtigen Seite, Mapfre dagegen nicht !

    Like or Dislike: Daumen hoch 1 Daumen runter 2

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