Volvo Ocean Race: Mann über Bord – Schock für das führende Scallywag Team

Das war knapp

Das Scallywag-Team hat ein dramatisches Mann-über-Bord Manöver erlebt. Alex Gough ist bei einem Segelwechsel bei 20 Knoten Wind ins Wasser gefallen.

Skipper David Witt erklärt: “David ist auf den Outrigger geklettert, weil er eine Leine klarieren wollte. Ich stand am Steuer. In einer Welle bäumte sich das Boot wie ein Pferd auf und er wurde über Bord geworfen.

Das Wichtigste ist, dass wir ihn wieder zurück an Bord haben. Er ist in Sicherheit. Aber jetzt ist jedem bewusst geworden, wie schwierig es ist, jemanden im Wasser zu sehen. Sogar an einem sonnigen Tag bei 18 Knoten Wind. Man will das nicht erleben bei 20 Knoten in der Dunkelheit.”

Gough hat kein Liefebelt oder eine Rettungsweste getragen. “Er hätte sich einpicken sollen oder wenigstens dem Steuermann sagen sollen, was er tun wollte, bevor er außerhalb der Reling auf den Outrigger kletterte”, sagt Witt.

Annemieke Bes behält den Mann im Wasser im Auge.

“Ich war ziemlich dumm, aber Gott sei Dank sind die Jungs sehr schnell umgedreht”, sagt Gogh. “Mir geht es gut. Aber es war schon sehr beängstigend.”

Das Manöver hat dem Heimteam aus Hongkong einige Meilen gekostet. Aber es liegt nach seinem unglaublichen strategischen Abkürzung immer noch mit gut 20 Meilen in Führung.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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13 Kommentare zu „Volvo Ocean Race: Mann über Bord – Schock für das führende Scallywag Team“

  1. avatar Captnahab sagt:

    Ich hab mir das Video angesehen. Keiner trug eine Weste. Wie in fast allen anderen Videos auch. Egal ob Rolex Races oder sonst was, Westen und Lifebelts sind offenbar nur für etwas für Weicheier… tolle Seemanschaft, extrem gute Vorbildfunktion! Ich würde diese Idioten disqualifizieren. Genau wie man eine Strafe bekommt, wenn man nicht angeschnallt Auto fährt.

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    • avatar Tom sagt:

      Das stimmt definitiv. Man muss auch sagen daß machen die einhand bzw imoca Segler deutlich besser. Andererseits Bleibt denen aber auch sonst Nichts übrig. Wenn da Mal einer über Bord geht fährt das Boot weiter.

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    • avatar Kapselflansch sagt:

      Sind doch alle alt genug und können selbst entscheiden. Was geht dich das an?

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      • avatar Captnahab sagt:

        Wenn sich meine Kinder diese Videos ansehen und dort keiner eine Weste trägt, kann ich denen extrem schwer vermitteln, dass sie welche tragen müssen. Insofern geht mich das schon etwas an. Und über die Sinnhaftigkeit von Westen beim Segeln, Helmen auf Zweirädern und Gurten bei Autos muss man nicht mehr reden.

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        • avatar MobyDick sagt:

          @ Humpelbein: Wenn du deinen Kids nicht verständlich machen kannst, dass es Dinge gibt, die für Kinder gelten aber nicht für Erwachsene – dein Problem…nerv mich nicht mit diesen Erziehungsbelehrungen!

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  2. avatar Team Südsee sagt:

    Das hatte ich mir auch schon überlegt. Die sind da ziemlich leichtfertig unterwegs. Anderes (nicht so dramatisches Beispiel) in einem der letzten Mapfre RAW Videos (die finde ich generell echt richtig gut) verliert Blair Tuke seine Sonnenbrille bei einer Gischt-Dusche. Diese landet dann ganz am Ende des Bootes und er kann sie grade noch erwischen.
    Wenn man sogar zu cool für Brillenbändel ist, dann ist Schwimmweste nicht mal ein Thema 😉

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  3. avatar Christof sagt:

    Beim AC haben sie nach Andrew Simpson alle leuchtend helle Applikationen an der Kleidung getragen.
    Offshore scheint das nicht nötig zu sein…

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  4. avatar RVK sagt:

    Glaube, dass die Pros deutlich besser Risiken abschätzen können als Amateure und sich auch so besser verhalten. Die vermehrte Anzahl an Todesfällen beim Amateur Rennen “Clipper Round the World Race” im Vergleich zu Todesfällen beim VOR in den letzten 10 Jahren untermauern das.

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    • avatar Captnahab sagt:

      Dann muss Alex Gaugh ja ein echter Amateur sein, denn der hat das Risiko offensichtlich falsch eingeschätzt. Der kann von Glück sagen, dass es nicht dunkel war. Und wie gut sich Profis verhalten, hat man ja im letzten VOR deutlich gesehen, als die Blödmänner von Vestas auf ein Riff gebrettert sind. Auch da hatte keiner eine Weste an…

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      • avatar RVK sagt:

        Da haben die Jungs beim Clipper Race das ja deutlich besser gelöst und den Dampfer gleich hinter Kapstadt auf ein sichtbares Riff gesetzt was zu einem Totalverlust geführt hat. Laber hier also nicht rum und lies lieber ein Buch wie du deine schwer erziehbaren Gören dazu ermunterst Schwimmwesten zu tragen.

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  5. avatar Käptn Brassmann sagt:

    Herrlich, diese sachlichen Disskusionen.
    Wie bei Optieltern

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  6. avatar Non solo pane sagt:

    Weiter bitte, ich habe mir schon Popcorn und Bier bereitgestellt.

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  7. avatar Peter Müller sagt:

    Das Niveau ist mal wieder ermutigend…

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