Volvo Ocean Race: Telefonica überholt Camper 8 Meilen vor Ziel beim “geheimen Hafen”, Vorsprung: 2 Minuten, Protest zurückgezogen

Dramatisches Dreitage-Duell zu Weihnachten

Das spanische  Team Telefonica hat nach dem Sieg bei der ersten Etappe auch den ersten Teil des zweiten Abschnitts beim Volvo Ocean Race gewonnen. Nach einem dramatischen Duell mit dem Team New Zealand auf Camper lagen die ISAF Weltsegler des Jahres und 49er Olympiasieger Iker Martinez und Xabier Fernandez im Ziel nach gut 15 Tagen Segelzeit 1:57 Minuten vor den Gegnern.

Mit Weihnachtsmützen hinterher. Abu Dhabi segelte eine verkorkstes Teilstück auf dem Weg zum geheimen Hafen. © Nick Dana/Abu Dhabi Ocean Racing/Volvo Ocean Race

Damit ist die wohl skurrilste Etappe des Volvo Ocean Races aber noch nicht ganz entschieden. Denn die verbliebenen fünf Yachten werden nun auf ein Containerschiff verladen und zur arabischen Küste vor Sharjah gebracht, wo ein Sprint nach Abu Dhabi die verbliebenen 20 Prozent Punkte der Etappe bringen soll.

Inzwischen ist zwar durchgesickert, wo sich der geheime Hafen befindet, nachdem die Volvo Ocean Race Organisation Bilder von der Arbeit der Shore Teams veröffentlichte, die einen Schluss auf die Destination zuließen. Aber die Fotos sind wieder verschwunden, und die meisten Medien halten sich an die Funkstille, um Piraten nicht auf die Fährte zu locken. Dabei sollte der Frachter mit fünf Rennyachten wenig Anziehungskraft besitzen. Die Segler fliegen zum nächsten Start.

Nach dem beinharten Zweikampf an der Spitze, der bis zuletzt Bord an Bord ausgefochten wurde, reichte Camper per email noch vor dem Zieleinlauf einen Protest ein. Demnach sollen die Spanier zu spät auf eine Luvmanöver reagiert haben. 45 Minuten später antwortete Telefonica ihrerseits mit einem Gegenprotest, der unseemannschaftliches Verhalten anführte. Vermutlich wurde ein zu schnelles Luven des Gegners bemängelt.

Aber zwei Stunden später war die Sache aus der Welt …

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Carsten Kemmling

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Ein Kommentar „Volvo Ocean Race: Telefonica überholt Camper 8 Meilen vor Ziel beim “geheimen Hafen”, Vorsprung: 2 Minuten, Protest zurückgezogen“

  1. avatar hanseatic sagt:

    “Dabei sollte der Frachter mit fünf Rennyachten wenig Anziehungskraft besitzen”
    Na, da wäre ich mir nicht so sicher. Die Vorsicht der Organisatoren ist gut zu verstehen – man stelle sich nur vor, ausgerechnet diese fünf hochkarätige Rennyachten werden von Piraten entführt. Das wär’s dann mit dem VOR 2011/2012 gewesen. Zu allem Überfluss braut sich in der Straße von Hormus auch noch ein Konflikt mit dem Iran an. Es bleibt also spannend – sowohl im Rennen als auch drumherum.

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