Volvo Ocean Race: Telefonica überholt Camper 8 Meilen vor Ziel beim “geheimen Hafen”, Vorsprung: 2 Minuten, Protest zurückgezogen

Dramatisches Dreitage-Duell zu Weihnachten

… Beide Teams zogen ihre Proteste zurück. Telefonica Skipper Martinez sagte: “Manchmal sehen die Dinge etwas anders aus, wenn man wieder an Land ist und man am Tracker sehen kann, was passiert ist.” Von Camper gibt es bisher keine Stellungnahme.

Skipper Chris Nicholson äußert sich aber zu dem Finale: “Ich bin sehr enttäuscht über das Resultat, da wir den größten Teil dieser Etappe in Führung lagen. Es war ein unglaublicher Kampf mit Telefonica in den vergangenen Tagen aber dann wurden wir in der letzten Stunde wegen einer verdammten Wolke überholt. Der Sport kann manchmal so sein. Aber normalerweise gewinnt das bessere Team. Telefonica hat ein fantastisches Rennen gesegelt.”

Nicholson betont, dass sie Defizite gegenüber Telefonica beim harten Power Reach zutage traten. Es sei eine Folge des fehlenden Zweikampfes auf der ersten Etappe gewesen. Dabei hatten sich Puma und Telefonica gegenseitig schnell gemacht. Nach dem dreitägigen Duell hätten die Neuseeländer jetzt aber viele Ideen gesammelt, wie sie ihre Schwächen ausbügeln könnten.

Tragischer Verlierer dieser Etappe ist wieder einmal das französische Groupama Boot. Endlich einmal war der Extremschlag von Franck Cammas aufgegangen. Und endlich hatte sich das grüne Boot eine angemessene Führung erarbeitet, die zum Etappensieg hätte reichen sollen. Aber in den Doldrums verspielten die Franzosen den Sieg. Auch im direkten Zweikampf mit Puma zogen sie schließlich den Kürzeren.

Ergebnisstand:

1. Team Telefónica 24 /61 (Etappe/gesamt)
2. CAMPER with Emirates Team NZ 20 / 54
3. Groupama Sailing Team 12 / 36
4. PUMA Ocean Racing by BERG 16 / 25
5. Abu Dhabi Ocean Racing 8 / 17
6. Team Sanya 0

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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Ein Kommentar „Volvo Ocean Race: Telefonica überholt Camper 8 Meilen vor Ziel beim “geheimen Hafen”, Vorsprung: 2 Minuten, Protest zurückgezogen“

  1. avatar hanseatic sagt:

    “Dabei sollte der Frachter mit fünf Rennyachten wenig Anziehungskraft besitzen”
    Na, da wäre ich mir nicht so sicher. Die Vorsicht der Organisatoren ist gut zu verstehen – man stelle sich nur vor, ausgerechnet diese fünf hochkarätige Rennyachten werden von Piraten entführt. Das wär’s dann mit dem VOR 2011/2012 gewesen. Zu allem Überfluss braut sich in der Straße von Hormus auch noch ein Konflikt mit dem Iran an. Es bleibt also spannend – sowohl im Rennen als auch drumherum.

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