Volvo Ocean Race Update: Kiwi-Koop mit Spanien – sechs Teams am Start

Dalton dabei

Beim Volvo Ocean Race steht die Meldung vom Team New Zealand nun doch kurz bevor. Eine Kooperation mit den Spaniern scheint wahrscheinlich. Sechs Yachten wären dann am Start. Mehr werden es wohl kaum.

Dongfeng

Das chinesische Dongfeng Team trainiert für das nächste Volvo Ocean Race. © Victor Fraile / Volvo Ocean Race

Eigentlich hatte Team New Zealand Boss Grant Dalton schon verkündet, dass es diesmal für Neuseeland wohl nicht mit dem Volvo Ocean Race klappen würde. Aber nun bestätigte er im TV bei 3News eine Meldung von Vsail.info, dass er sich mit “spanischen Freunden” zusammengetan habe.

Dabei handelt es sich um die Initiative von Pedro Campos, dessen Teams zuletzt von Telefonica gesponsert worden waren. Diesmal wollte Campos wieder ein Boot stellen, hat aber offenbar nicht genug Geld zusammenbekommen.

Insgesamt soll ein Budget von 16 Millionen Euro notwendig sein. Für zehn Millionen könnten die Kiwis gerade stehen, sechs Millionen soll die spanische Versicherungsgesellschaft Mapfre beisteuern, die Campos an der Hand hat. Diese Meldung erstaunt, da Mapfre gerade überraschend das Sponsoring des ISAF Weltcups in Mallorca aufgekündigt hat. Ob es da einen Zusammenhang gibt?

Grant Dalton hofft auf einheimische Geld-Quellen, da die Route auch einen Stopp in Auckland vorsieht.

Dongfeng

Der neue 65 Fußer am Wind. Alle Teams nutzen Yachten aus der selben Form. © Victor Fraile / Volvo Ocean Race

Laut Dalton ist die logische Deadline für das Aufsetzen eines konkurrenzfähigen Teams Anfang Mai. Er betont, dass das Engagement unter der Führung der Neuseeländer stattfinde. Als Skipper sieht er den ehemaligen 49er Weltmeister Chris Nicholson vor, der bei der vergangenen Auflage des Volvo Ocean Races Camper auf Platz zwei geführt hatte.

Ausgewogenes Spielfeld

Damit sieht es so aus, als wenn erneut eine Flotte von nur sechs Yachten um die Welt segelt. Dabei dürften die Neuseeländer sogar trotz einer späten Meldung zu den Favoriten gehören, denn der Einsatz der Einheitsyachten erzeugt ein extrem ausgewogenes Spielfeld.

Die Gegner erscheinen auf den ersten Blick nicht besonders stark. Bouwe Bekking mit Brunel dürfte in der Lage sein, ein starkes Team auf die Beine zu stellen und auch Ian Walker hat jede Menge Erfahrung auch wenn sein letzter Auftritt mit Abu Dhabi desaströs verlief. Eigentlich ist es ein Wunder, dass er von den Scheichs eine neue Chance erhalten hat.

Dongfeng

Raumgang vor der Guanyin Statue in Sanya, einem der zehn Etappenhäfen. © Victor Fraile / Volvo Ocean Race

Schwer einzuschätzen ist das hochprofessionell arbeitende SCA Frauenteam. Es darf mit drei zusätzlichen Besatzungsmitgliedern segeln und sollte dadurch körperliche Defizite mehr als ausgleichen.

Chinesen- und Jugendteam

Schwieriger wird es für das chinesische Dongfeng Team, das nach der Vorgabe des Sponsors vier überwiegend unerfahrene Chinesen einbauen muss. Skipper ist der Franzose Charles Caudrelier, der diese Rolle noch nicht inne hatte. Er war aber einer der wichtigsten Männer im Groupama Team, das beim vergangenen Volvo Ocean Race siegte.

Noch größer ist die Herausforderung des US-Teams Alvimedica, das mit einem türkischen Sponsor am Start ist. Es will mit einem Jugendteam um die Welt segeln. Schwer zu glauben, dass es konkurrenzfähig sein kann. Andererseits könnte der Wettkampf mit den Einheitsyachten für die eine oder andere Überraschung sorgen.

Sechs Mannschaften sind sicher eine Enttäuschung für die Veranstalter, die mit zehn Schiffen gerechnet hatten. Aber vielleicht kommt noch ein weiterer Späteinsteiger um die Ecke. Man hört, dass schon Rabatte eingeräumt werden. Es gibt auch Gerüchte um ein großes Interesse aus England. Die Zeit bis zum Volvo Ocean Race Start in Alicante am 4.1o. wird allerdings knapp.

avatar

Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
Spenden
http://blueocean.berlin/magicmarine-team-werden/

11 Kommentare zu „Volvo Ocean Race Update: Kiwi-Koop mit Spanien – sechs Teams am Start“

  1. avatar Zuschauer sagt:

    Angesichts der ersten Auflage im OD-Modus von “nur” sechs Teams zu sprechen erscheint mir doch etwas übertrieben – wieso der pessimistische Unterton?

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 7 Daumen runter 4

  2. avatar 1 sagt:

    Gibt es irgendwo eine Übersicht wie viel Geld der deutsche Golfball Spinner schon zusammen hat?

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 12 Daumen runter 5

    • avatar Joachim Blankenberg sagt:

      wer ist denn der Golfball Spinner?

      Like or Dislike: Daumen hoch 0 Daumen runter 6

      • avatar Wuuast-Wasser sagt:

        Der Spinner – guckst Du hier:
        http://www.golfoceanracing.com/news.html

        Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 7 Daumen runter 2

        • avatar Ballbreaker sagt:

          Was denkt ihr eigentlich, was mit der eingeworbenen Kohle passiert, wenn “erstaunlicherweise” festgestellt wird, dass es leider doch nicht für eine Kampagne reicht?

          Also, einer gewinnt auf jeden Fall…….

          😉

          Like or Dislike: Daumen hoch 2 Daumen runter 3

          • avatar hurghaman sagt:

            Angeblich soll das Geld dann ja an die medecin sans frontieres gehen. vermutlich aber nicht ohne den Abzug von Aufwendungen, Kosten etccccc……

            Like or Dislike: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

          • avatar Yachti sagt:

            Ganz einfach Mr. Ballbraker, das Geld wird für wohltätige Zwecke verwendet. Ein neuer Wohnwagen, ein neues Auto… du verstehst schon

            Like or Dislike: Daumen hoch 2 Daumen runter 0

    • avatar Arne Reuter sagt:

      Sehr geehrte Damen und Herren,
      ich habe lange überlegt, ob ich mich hier zu der von mir gestarteten Kampagne (Golf Ocean Racing) äußern soll. Es stimmt mich etwas nachdenklich, dass sich hier Menschen äußerst Stillos und beleidigend äußern. Ganz abgesehen davon, dass Beleidigungen in Deutschland nach § 185 Strafgesetzbuch strafbar sind. Wenn hier jemand die Befürchtung hat, dass ich Sie betrügen möchte, können Sie mich gerne anzeigen und ich werde mich dann gegenüber der Gesetzgebung rechtfertigen. Ich habe nichts zu verbergen.

      Ich appelliere an die Vernunft das Konzept meiner Kampagne zu überdenken. Wenn ich als Händler offiziell Golfbälle einkaufe und diese an Endverbraucher wieder verkaufe, so agiere ich wie jeder normale Händler auch. Aufgrund der Tatsache, dass es sehr schwierig ist einen Sponsor für den Segelsport zu finden, war dieses Vorgehen für mich ein logischer Schritt. Wenn SCA beispielweise ein Team beim VOR sponsert, dann möchte SCA durch Ihr Engagement z.B. mehr Tempo Taschentücher verkaufen. Ob sich dann der Geschäftsführer einen Luxusgeschäftswagen kauft oder auch nicht, wird ja auch nicht hinterfragt.

      Mit solch einem Vorhaben wie dem Golf Ocean Racing Projekt an die Öffentlichkeit zu gehen, erfordert viel Engagement und auch Kraft. Kraft vor allem, da man sich gegenüber dem Misstrauen und dem Gegenwind Tag für Tag durchsetzen muss (nicht nur gegenüber solchen Foren wie diesem, sondern auch gegenüber der Presse).

      Ich würde mich viel mehr darüber freuen, wenn sich jemand die Mühe machen würde konstruktive Kritik oder gerne auch Vorschläge zu bringen, wie man die Kampagne zu einem Erfolg machen könnte! Vielleicht wäre es dann auch möglich ein Team mehr für das VOR zu melden! Soll ich einen Notar engagieren, der den Verkauf überwacht?

      Lasst und doch vielmehr zusammen als gegeneinander arbeiten!

      Falls Sie Vorschlage, Fragen, Ideen oder sonstige Beiträge haben, dann können Sie mich gerne kontaktieren.
      Vielen Dank und Gruß
      Arne Reuter

      Like or Dislike: Daumen hoch 3 Daumen runter 3

  3. avatar yuammy sagt:

    …naja, die Neuseeländer hatten ja auch schon beim letzten mal ein Projekt “mit spanischen Freunden” 😉

    Like or Dislike: Daumen hoch 0 Daumen runter 2

  4. avatar Max sagt:

    Meintet Ihr einen Kiwi-Coup? Koop ist doch der Name einer Handelskette oder so …
    lol

    Like or Dislike: Daumen hoch 3 Daumen runter 4

  5. avatar coist sagt:

    Das Boot von ADOR sieht riiiiichtig gut aus.

    Im Grunde gibts drei ambitionierte Teams und den Rest. Eher mau, trotz – oder wegen? – One-Design.

    Like or Dislike: Daumen hoch 0 Daumen runter 3

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *