Volvo Ocean Race: Von einer Welle erwischt – Annie Lush erleidet Verletzung bei Brunel

Unter Schmerzen

Die britisch Volvo-Ocean-Race-Seglerin Annie Lush hat sich an Bord von Brunel ein Rückenverletzung zugezogen und liegt mit starken Schmerzen in der Koje.

Annie Lush stand mit Peter Burling am Grinder, als eine großen Welle in das Cockpit krachte. Beide wurden bis zur hinteren Reling zurückgeworfen. Ein Life-Belt sicherte sie vor dem Über-Bord-Gehen.

Annie Lush, Volvo Ocean Race

Annie Lush gehört zu den stärksten Frauen im Volvo Ocean Race. © Rich Edwards/Volvo Ocean Race

Burling stand wieder auf, aber Lush hat sich bei dem Vorfall ernsthaft am unteren Rücken verletzt. Sie spürte ihre Hand und den Fuß nicht mehr und musste schnell unter Deck getragen werden. Die Zeit drängte, denn Brunel befand sich nahe der Eisgrenze und musste bei starkem Wind halsen.

Das Manöver klappte, aber die Britin erleidet seitdem große Schmerzen und kann nicht mehr in die Crewarbeit eingreifen. Sie hat Schmerzmittel genommen und steht in Kontakt mit den Ärzten an Land.

Annie Lush

Annie Lush vom Brunel Team. © Brunel

Annie Lush (37) gehört mit 1.78 Metern Körpergröße und fast 80 Kilogramm zu den stärksten Seglerinnen im Volvo Ocean Race. Sie war schon beim vergangenen Rennen mit dem SCA Team dabei, kommt aber eigentlich aus der Match-Race-Szene.

An der Cambridge Universität wurde sie für Sport-Verdienste im Rudern, Rugby und Segeln ausgezeichnet. Die erste Olympia-Kampagne startete sie mit der Olympiasiegerin Shirley Robertson in der Yngling für 2008, scheiterte aber trotz WM-Bronze an der Qualifikation.

Nachdem Frauen-Match-Race für 2012 olympisch worden war, gewann Lush 2010 mit Kate MacGregor die WM und qualifizierte sich für die Spiele 2012. Die Gold-Favoriten mussten sich aber mit Rang sieben zufrieden geben.

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