Weltcup Hyères: Gerz/Szymanski führen im 470er – 72.000 Euro Preisgeld

Gemischte Gefühle

In Hyères hat mit dem Start des Weltcups eine neue Zeitrechnung begonnen. Erstmals wird nach dem neuen Format gesegelt. Die deutschen Favoriten liegen hinten. Dafür konnten sich die 470er perfekt in Szene setzen.

Finn Dinghy

Finn Dinghy Segler hängt sich rein Phillip Kasüske in Luv versucht dagegen zu halten. © Franck Socha

“Es lief beschissen”, sagt Erik Heil ehrlich nach dem ersten Tag des World Cups in Hyères. Der 49er Steuermann bringt auf den Punkt, wie es einem Großteil der deutschen Hoffnungsträger am ersten Tag in Frankreich erging. Heil/Plößel sind 29. im 49er und ihre Trainingspartner Schmidt/Böhme 34. Auch Philipp Buhl ist 29. und Surfer Toni Wilhelm hält als 15. den Schaden noch in Grenzen.

Es gebe noch Anpassungsschwierigkeiten an das neue Format sagt Heil. Die 49er sind Gruppen zu 25 Booten gewohnt. Nun gibt es keine Qualifikation mehr, weil nur noch 40 Schiffe zugelassen sind. Alle segeln zusammen. Das ist taktisch ein großer Unterschied.

Duell der Besten

Die erfahrenen Teams kommen aber auf Anhieb damit klar. Olympiasieger Nathan Otteridge und Iain Jensen liegen an der Spitze. Erstmals nach langer Zeit fordern die Artemis Cup Segler wieder die seit zweieinhalb Jahren ungeschlagenen Kontrahenten Burling/Tuke, die prompt punktgleich an der Spitze liegen.

Aber die Bedingungen waren schwierig. Bei extrem leichtem Wind im ersten Rennen verpassten gleich sechs Spitzenteams das Zeitlimit. Heil sagt: “Wir haben viel gelernt, und können hoffentlich noch angreifen.”

Aber die ersten Punkte lasten schwerer auf den Schultern als bisher. Denn es gibt keine Gruppenrennen mehr und insgesamt werden weniger Läufe gesegelt. 30 Boote konnten sich über die Weltrangliste qualifizieren, 10 bei der Qualifikation in Mallorca. Das heißt, es sind wirklich die besten Segler am Start.

Grandiose 470er

Das Konzept der ISAF geht auf. Und auch die Belohnung wertet die Aufmerksamkeit auf. Insgesamt werden 72.000 Euro Preisgeld für die zwölf Disziplinen ausgeschüttet. Bleiben 6000 Euro für die Top drei pro Bootsklasse. Der Weg zur Professionalisierung, einer klareren Stuktur und einer höheren Bewertung der Weltrangliste macht Sinn.

Diese Zuspitzung scheint besonders der deutschen 470er Flotte Beine zu machen. Ferdinand Gerz und Oliver Szymanski liegen nach dem ersten Tag sensationell in Führung. Und auch Wagner/Balduan verbuchten als 4. einen perfekten Start.

Ebenso begann bei den Frauen das neu formierte Duo Bochmann/Steinherr sehr stark als 7. wie auch Böhm/Goliaß als 9. Auch Paul Kohlhoff und Carolina Werner im Nacra 17 sind als 9. mit einem zweiten Platz in der Wertung sehr gut in die Regatta gestartet.

Philipp Buhl war eigentlich bester Dinge, als er das folgende Video vom Training postete. Aber wie es immer so ist, mit dem Start der Regatta war der Wind verschwunden. Auch im der zweite Tag startet erst einmal mit einer Startverschiebung.

Ergebnisse Hyères

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Carsten Kemmling

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