Polnischer Velux-5-Oceans-Segler verletzt sich am Windgenerator

Harter Pole. Zähne zusammen und weiter geht`s

Einhandsegler Gutek nach der unliebsamen Begegnung mit seinem Windgenerator. © Gutek

Das Velux 5 Ocean Einhand-Rennen um die Welt hat sein erstes Drama. Der Pole Zbigniew Gutkowski zog sich bei einem Konkakt mit dem Windgenerator am Heck eine stark blutende Kopfwunde zu. Hier sein Bericht:

Schön symmetrisch. Die Wunde auf dem Kopf. Aber der polnische Einhand Pilot nimmt es gelassen.© Gutek

„Wenn lange nichts los ist, dann kann man sich sicher sein, dass irgendetwas passiert. Ich wollte Seetang von meinem Ruder entfernen, ohne dabei den Kurs zu ändern. Und das war es dann. Ich verletzte meinen Kopf an den Rotorblättern des Windgenerators.

Ich konnte die Blutung vorerst stoppen mit einem Kopfverband. Dabei war ich nicht einmal in der Lage, die Größe der Wunde zu schätzen, weil das Blut so sehr in meine Augen lief, dass ich nicht in den Spiegel sehen konnte.

Nach der Behandlung nahm ich Medizin und Kochsalzlösung zu mir und aß etwas Schokolade. Ich hatte ziemlich Angst, dass ich mit dem Verarzten nicht fertig würde bevor ich durch den Blutverlust das Bewusstsein verlieren würde.

Ich bin jetzt sehr ärgerlich, dass mir das passiert ist. Von Anfang an hatte ich das Gefühl, dass die Rotorblätter zu tief montiert sind – Na ja.

Ich hoffe jetzt, dass die Wetterbedinungen so bleiben und die Wunde nicht im Salzwasser nass wird.“

Der Vorfall hört sich an wie in einem schlechten Action Film, wenn der Böse den Guten auf den rotierenden Fleischwolf zu drängt und schließlich – happy End – selbst hineingerät. Brrrrrr. Nicht schön. Aber Gutowski scheint der Vorfall nicht so sehr zu belasten. Einhandsegler nähen sich schließlich auch schon einmal vor dem Spiegel die Zunge wieder an wie einst Bertrand der Broc.

Der Pole mit dem Spitznamen Gutek hatte zuvor schon ein interessantes Video von Bord geliefert, als er für die Behebung eines Schadens in den Mast steigen musste.

Der Pole im Mast bei einem Shooting vor dem Start von Juerg Kaufmann. Nun musste er auf der ersten Etappe auch hinauf. © Juerg Kaufmann

Er liegt zur Zeit auf dem zweiten Platz von fünf Schiffen 83 Meilen hinter dem Amerikaner Brad van Liew. Der Belgier Christophe Bullens ist mit großer Verspätung gestartet, weil er nach einem Riggverlust vor dem Rennen nun ein mit einem anderen Boot startet,  der „Five Oceans of Smile“. Mit ihr musste er noch vor dem Start die nötigen Qualifikationsmeilen absolvieren.Race Viewer

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Gutek in der "Düse". Der Newcomer hat im Einhand Geschäft einen guten Start hingelegt. Hoffentlich behindert ihn die Verletzung nicht zu stark. © Juerg Kaufmann


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Carsten Kemmling

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Ein Kommentar „Polnischer Velux-5-Oceans-Segler verletzt sich am Windgenerator“

  1. avatar Olaf sagt:

    Halte durch!!
    Du hältst Dich wacker, RESPEKT !!

    Good Luck!
    Olaf

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