Falado von Rhodos: Ein geheimnisvolles Leck führte zum Untergang

"Es ist ein Rätsel"

Nach dem Untergang der Brigantine “Falado von Rhodos” vor Island berichtet der Skipper und Miteigner Axel Hommel über das Unglück. Er war mit seiner Crew von zwölf Mitgliedern der Christlichen Pfadfinder Blaustein (CPB) für einen einwöchigen Törn an Bord.

Falado von Rhodos

Die “Falado von Rhodos” wie sie von ihrer Crew geliebt wurde. © Falado

Hommel (45) sagte der Südwest Presse, dass die letzten Stunden des roten Schiffes weniger dramatisch abgelaufen seien, als in den bisherigen Berichten deutlich geworden ist. Die 60 Meilen Etappe vor Island habe wie geplant durch die Nacht geführt, und es habe alles andere als Sturm geherrscht.

Die Bedingungen seien mit etwa vier Windstärken und etwa vier Meter hohen Wellen relativ moderat gewesen. Dennoch lief die Faldo voll Wasser. Ein Leck unterhalb der Wasseroberfläche soll dafür verantwortlich gewesen sein. Hommel kann sich aber nicht erkären, wie es zustande kam.

Nach seinem Seenotruf habe die Küstenwache zwei Pumpen mitgebracht. Das sei aber zu wenig gewesen. Nachdem die Crew mit den sieben Jugendlichen zwischen 11 und 15 Jahren ohne Probleme von den Rettungsschiffen aufgenommen worden war ging das Schiff unter.

Verletzt wurde niemand. Es habe auch keine Anzeichen von Unterkühlung gegeben. Die Jugendlichen seien mit einem Schrecken davon gekommen. Das 44 Jahre alte Schiff ist mehrfach über den Atlantik gesegelt und hat einmal die Welt umrundet. Zuletzt war es von einer Grönlandreise zurückgekommen.

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Carsten Kemmling

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5 Kommentare zu „Falado von Rhodos: Ein geheimnisvolles Leck führte zum Untergang“

  1. avatar Auch mal Oldtimersegler sagt:

    Den gemeldeten Verlust des Schiffes hat wohl jeder mit Bedauern zur Kenntnis genommen.
    Dieser Bericht aber ist für mich erschreckend. Ich hoffe es liegt am Berichterstatter.
    Ein Leck kann ein Schiff sinken lassen, das ist klar. Auch schnell so daß man keine Zeit mehr findet etwas zu unternehmen.
    Aber solch ein Schiff hat doch Lecksegel, Verschlusstopfen und einiges Handwerkszeug an Bord!
    Da kann man doch zumindest mal nachschauen wo und woher es leckt und Gegenmaßnahmen einleiten. Soviel Seemannschaft sollte schon sein.
    Sicher kann der Schaden zu groß sein und am Ende sinkt das Schiff.
    Aber es einfach so geschehen lassen, das ist dünn. Hoffentlich war es nur eine schwache Berichterstattung.

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 6 Daumen runter 21

    • avatar Schlaufuxx sagt:

      Ich denke, ein plötzlicher, starker Wassereinbruch kann jeden von uns aus der Fasson bringen.
      Dazu die Verantwortung für 7 Jugendliche.
      Ich hab schonmal bei 30cm Wasser veruscht die Seeventile zu prüfen.
      Und das bei einem 10m Schiff.
      Bei einem alten Holzkutter, mit unendlich tiefer Bilge, im dunklen ein Leck zu finden ist nahezu ausgeschlossen.
      Dazu 4m See.
      Da ist der rechtzeitige SOS Ruf genau die richtige Massnahme.
      warum lange damit warten ?!
      Der Beweis ist ja, dass niemandem was passiert ist.

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      • avatar Micha sagt:

        .. zwei Pumpen von der Küstenwache konnten den Wassereinbruch nicht stoppen!!!
        Da handelt es sich nicht um ein einfaches Leck “.Da kam richtig Wasser rein !!!

        Das hat der Skipper erkannt, und richtig gehandelt und damit Größe gezeigt.
        Er hat das einzig richtige getan, Schutzbefohlene Jugendliche vor Schaden bewahrt.

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  2. avatar lauterbach sagt:

    es ist immer wieder erstaunlich, wie menschen aufgrund einer kurzen nachricht meinen zu wissen, was das beste ist…. der skipper der “falado von rhodos” axel hommel hat sein schiff aufgeben müssen und alle passagiere sind mit dem schrecken davongekommen – das genügt mir, um sagen zu können: hier hat ein
    verantwortungsvoller schiffsführer richtig gehandelt.

    egal wie dunkel und tief die bilge ist, ob bei 4 bft 4 meter wellen, 2 zusätzlichen pumpen usw.
    die versicherung und ggf. eine behörde, die seeunfälle untersucht und bewertet, werden dies zu untersuchen haben…. nur diese ergebnisse interessieren die wirklich interessierten, nichtwahr?

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  3. avatar Segelfreund sagt:

    Warten wir die Untersuchungsergebnisse ab. Verständlich dass Crew und Skipper erst mal wenig sagen bis der Seeunfallbericht abgeschlossen ist.

    PS: Pumpen können auch verstopfen wenn das Schiff voll Wasser ist und alles drin rum schwimmt, oder erst gar nicht funktionieren.

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