America’s Cup: Platz in Auckland für acht Teams – Nachmeldungen kosten 1 Millionen Dollar

"Schneller als 50 Knoten"

Grant Simmer erklärt den Cup und glaubt, dass die neuen Cupper das Potenzial haben für mehr als 50 Knoten Speed:

Die Bewerbungsphase für den nächsten America’s Cup hat begonnen, aber noch tut sich viel. Es ist auch nur Platz für insgesamt acht Syndikate. Der neue Ainslie-Boss erklärt den Cup.

2021 startet der 36. America’s Cup und er wird ziemlich sicher in Auckland stattfinden. Darauf haben sich inzwischen das Team New Zealand und die Regierung von Neuseeland geeinigt. Allerdings muss die Basis der Infrastruktur bis zum 30.8.2018 August erkennbar sein, sonst wird die Vereinbarung nicht unterschrieben und möglicherweise wandert der Austragungsort doch noch nach Italien

Das Wynyard Basin in Auckland soll für 140 Millionen Dollar für die Regatta vorbereitet werden und die Regierung rechnet dagegen, dass wohl 4000 bis 8000 neue Jobs in der Region entstehen. Aber es ist auch klar, dass es eng werden könnten. Denn es wäre nur Platz für acht Teams. 2000 hatte Auckland noch 11 Herausforderer beherbergen können.

Die Vision von der neuen America’s Cup Marina in Auckland.

Es wird aber auch nicht erwartet, dass es so weit kommen wird. Denn nach der Entscheidung, mit fliegenden Monohulls  um den 36. Cup segeln zu wollen, ist die Abschreckung groß, dass die Finanzierung ins Uferlose mündet.

Hier sollen die Basen der Teams im Wyneyard Basin entstehen. Es ist nur Platz für acht Teams.

Neben dem Challenger of Record Luna Rossa ist bisher eigentlich nur das Land Rover BAR Team von Ben Ainslie forsch dabei. Die Briten haben gerade die Verpflichtung des neuen Chefdesigners Nick Holroyd bekannt gegeben, der 2013 für das Team New Zealand und 2017 für das japanische Softbank-Team gerabeitet hat. Zuvor war schon mit Grant Simmer (60) ein echter Szene-Promi als CEO verpflichtet worden. Der Australier hat an entscheidender Stelle Cup-Siege zweimal für Alinghi (2003/07) und einmal für Oracle (2013) organisiert.

Spielfeld für Foiling Spezialisten

Auch die Bewerbung des New York Yacht Clubs kann viel Fahrt aufnehmen, aber die Amerikaner haben sich nach der Bekanntgabe des Foiler-Designs bisher verdächtig zurückgehalten. Die bisherigen Programme der privaten Geldgeber waren bisher eher im konventionellen Monohull-Bereich angesiedelt (Maxi72, TP52), und sie hatten auf ein weniger radikales Design gehofft, um einen Startvorsprung zu haben. Nun ist es doch wieder ein Spielfeld der Foiling-Spezialisten. Ob sich Terry Hutchinson und Co da noch wiederfinden?

36. America's Cup

Two-Point Foiling, wie bei der Moth. T-Foils an Schwert und Ruder sorgen für Stabilität. © ETNZ

Die offizielle Meldephase ist seit dem 1. Januar eröffnet, aber es werden eher Sondierungsgespräche hinter den Kulissen geführt, als offizielle Meldungen abgegeben. Es ist immer noch zu unklar, wie das eigentliche Design aussehen soll. Das finale Regelwerk ist erst für Ende März avisiert.

Grant Dalton sagt, dass ihm sieben Herausforderer durchaus genügen. Alles andere ergebe ein logistisches Problem für die Stadt. Schließlich bestehe ein Team inklusive Familien aus gut 250 Menschen, die untergebracht werden müssten. “Wir werden die Zahl der Teilnehmer nicht limitieren”, sagt Dalton dem New Zealand Herald. “Aber ehrlich gesagt weiß ich nicht, wo weitere Team-Basen noch Platz finden sollen.” 

Zu den möglichen sieben offenbar realistischen Herausforderern gebe es sechs bis sieben Anfragen, die ernst genommen werden. Nachmeldungen werden bis zum Ende des Jahres angenommen. Die müssen dann aber 1 Millionen Dollar zusätzliche Gebühr bezahlen.

Die Geschichte des unglaublichen Cup-Gewinns vom Team New Zealand:

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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