J–Class

Die schönsten der Schönen messen sich wieder

J-Class-Yacht "Ranger" beim M2008 axi Yacht Rolex Cup vor Porto Cervo/Sardinien/Italien es stürmischer zu. © Rolex/Kurt Arrigo

Wie die britische Zeitschrift Yachting Monthly auf ihrer Internet-Seite berichtet, plant die J-Class-Association in England eine Regattaserie für das Jahr 2012, just zu dem Zeitpunkt, wenn die Augen der Welt ohnehin aufgrund der olympischen Spiele in London auf Großbritannien gerichtet sind.

Es wird das erste Mal in der Geschichte sein, dass mehr als vier der imposanten Yachten gegeneinander in einer Wettfahrt antreten werden. Die Pläne zu der Rennserie sind bereits von den Eignern der Yachten positiv beschieden worden, sodass nun mit der genaueren Planung begonnen werden kann.

Die ersten Regatten der Serie, so Yachting Monthly, wird der Royal Cornwall Yacht Club in Falmouth austragen. Die einzelnen Rennen werden dabei sowohl in der Bucht als auch entlang der Küste stattfinden. Die nächsten Wettfahrten werden dann im Solent gesegelt, traditionelle Heimat der in Großbritannien stattfindenden J-Class-Rennen der 1930er Jahre.

"Velsheda" kämpft auf der Kreuz beim Maxi Yacht Rolex Cup 2009 © Rolex/Kurt Arrigo

Das letzte Rennen der Serie soll auf der Originalstrecke des 1851 ausgetragenen „Hundred Guinea Cup Race“, dem heutigen „America’s Cup“, rund um die Isle of Wight, stattfinden.

In den 1930er Jahren wurden mit den J-Class-Yachten Schiffe gebaut, welche bis heute die größten Regatta-Yachten sind. Nur insgesamt zehn dieser wunderbaren Schöpfungen wurden je fertig gestellt, sechs in den USA und vier in Großbritannien. Nie segelten mehr als vier dieser Yachten innerhalb einer Regatta.

Nur drei der Originale überdauerten den Zweiten Weltkrieg: „Shamrock V“, „Endeavour“ und „Velsheada“. Tatsächlich vegetierten sie alle lange Zeit an verschiedenen Orten vor sich hin – teils im Schlamm vor sich hin rottend, bevor sie Ende des letzten Jahrhunderts mit viel Mühe und finanziellem Einsatz restauriert wurden.

Mit der Gründung der J-Class-Association (JCA) im Jahr 2000, wurde die Möglichkeit geschaffen, Abbilder der historischen Yachten zu bauen, und diese, zusammen mit den Originalen, wieder innerhalb einer Klasse Regatten segeln zu lassen.

Als nächstes Schiff der Klasse wird 2011 „Rainbow“ gelauncht. Sie könnte dann zum Beispiel gegen „Endeavour“ eine Wiederholung des historischen America’s-Cup-Rennens des Jahres 1934 aussegeln. „Hanuman“ („Endeavour 11“) könnte gegen „Ranger“ antreten, wie es schon 1937 im America’s Cup geschah.

Eins steht fest: 2012 wird in Großbritannien eine Flotte starten, die an Schönheit und Eleganz ihres Gleichen sucht wohl nicht zu übertreffen ist. Hier werden Historien-Liebhaber wie Technik-Freaks auf ihre Kosten kommen.

Mathias Müller
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Andreas John

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