Video: In Thailand geraten zehn Renn-Yachten auf Legerwall

Massenstrandung beim Kings Cup

Das nächtliche Drama beim Kings Cup im thailändischen Phuket mag Wasser auf die Mühlen derjenigen Fahrtensegler sein, die den Kollegen von der Regatta-Fraktion generell jegliche Seemannschaft absprechen. Bei einem nächtlichen Sturm strandete zehn große Yachten und mehre kleinere in der Ankerbucht.

Offenbar sind Organisatoren und Segler von einem plötzlichen Windrichtungs-Wechsel in der Nacht vom starken auflandigen Wind überrascht worden. In der Pressemitteilung heißt es nur, diese Bedingungen und die Windrichtung seien für diese Jahreszeit ungewöhnlich.

Die Flotte der 108 Rennyachten lag in der Phuket Bucht vor Anker und wartete auf den letzten Regattatag, als das Drama passierte. Der Wind wurde immer stärker, die Wellen höher. Anker slippten, Leinen brachen. Ein Dutzend Yachten wurden auf den Sandstrand getrieben.

Die Regattateilnehmer halfen mit vereinten Kräften bei der Rettung der betroffenen Yachten. Dabei konnten sie besonders den Multihull-Eignern helfen, indem sie deren Schiffe an Land schob. Erschöpfte Segler versuchten auch Einrumpf-Yachten durch die Brandung wieder in das tiefere Wasser zu schieben. Aber sie hatten kaum eine Chance.

Eine von Japanern gecharterte First 21,7 „TAI II“ traf es am schlimmsten. Sie wurde von der Brandung umgeworfen und verlor ihren Mast. Große Schäden erlitt auch die mehrfache Siegeryacht „Ichi Ban“. Besonders erstaunlich: Für sie war es die zweite Strandung am Kata Beach binnen zwei Tagen. Schon am Pausentag der Regatta hatte ihr Anker geslippt. Sie war auf den Strand getrieben, konnte aber durch das Erzeugen starker Krängung ins tiefere Wasser gebracht werden.

Nachdem die Schlepp-Bemühungen der Royal Thai Navy gescheitert sind, wird jetzt auf eine Beruhigung des Wetters gewartet. Dann sollen die Yachten mit Hilfe eines Kranes wieder in das tiefere Wasser gehoben werden.

"Ichi Ban" bei der ersten Strandung. Sie wird per klassischem Großbaum Hebel befreit.© Guy Nowell/Phuket King’s Cup 2010

Der Mann an der Nock wird herumgeschleudert, als sich das Schiff wieder aufrichtet. © Guy Nowell/Phuket King’s Cup 2010

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Carsten Kemmling

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4 Kommentare zu „Video: In Thailand geraten zehn Renn-Yachten auf Legerwall“

  1. avatar Matti sagt:

    Holy Shit!

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  2. avatar Mirek sagt:

    Zumindest ist das Wasser nicht kalt.

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  3. avatar Marc Bäuml sagt:

    Wer sein Boot liebt, der schiebt 😉

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  4. avatar O.H. sagt:

    Haben die Anker oder nur ein paar schwere Steine genutzt? 😉

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