Der zweifache Vendée-Globe-Finisher Didac Costa (45) ist bei seinem aktuellen Abenteuer in Chile gestrandet. Aber nicht Wind oder Welle stoppen den Spanier, sondern die Behörden. Ihnen ist offenbar spät aufgefallen, dass sein segelndes Sportgerät kein Ruder hat.
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Dídac Costa ist in der Vendée-Globe-Welt eine Ausnahmeerscheinung. Auch während seiner aktivsten Phase von 2015 bis 2021, als er das Barcelona World Race um die Welt und gleich danach zwei Vendée Globes absolvierte, kehrte der Katalane zwischendurch in der Vorbereitungsphase immer wieder nach Barcelona zurück, um seinen Dienstplan bei der Berufsfeuerwehr zu erfüllen – ein echter Amateur.

Vordere Plätze im Ranking konnte er mit diesem Zeitplan und geringstem Budget nicht erreichen. Schließlich absolvierte er die drei Nonstop-Weltumsegelungen zwar mit einem berühmten IMOCA, aber dessen beste Zeit war längst vorbei. Mit der alten Yacht (ex Kingfisher) war Ellen MacArthur schon 2001 auf Platz zwei bei der Vendée Globe gesegelt.

Nach seinen Segelabenteuern hieß es jeweils für den Spanier: zurück an die Arbeit in Barcelona. Aber sein Abenteuerhunger war nicht gestillt. Er plante eine neue Herausforderung – und ist jetzt dabei, sie zu realisieren. Er nennt die Expedition „Patagonia en Patín a Vela“, einen Hardcore-Törn mit dem traditionellen katalanischen Strandkatamaran, der auch in Deutschland gesegelt wird und zuletzt beim America’s Cup in das Rampenlicht geriet.


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