Der America’s Cup ist zuletzt im Windschatten des SailGP versackt. Es war unklar, wie es weitergehen würde. Nun sind die Weichen organisatorisch gestellt und die verbliebenen fünf Teams versuchen Fans zurückzugewinnen – das Ainslie-Team mit einer Kenterung.
Kann der America’s Cup nach dem spektakulären Auftritt in Barcelona 2024 noch einmal zurück in die Spur finden? Seitdem ist viel passiert. Anstatt gezielter die Marke weiterzuentwickeln und eine solide Rennserie mit den AC75 aufzubauen, wurde wieder gestritten. Um den Austragungsort, die Machtverhältnisse und überhaupt … einfach um des Streites willen, so als müsse er unbedingt zum America’s Cup dazugehören.
Die Sieger aus Neuseeland machten ungeachtet der Kritik ihr eigenes Ding mit den Italienern, vergaben die Austragung der Regatta nach Neapel und taten so, als wenn nichts wäre. Lange schien es so, als würde nur Luna Rossa gegen die Kiwis antreten. Briten, Amerikaner und Alinghi bemängelten die Eigenmächtigkeit und Transparenz und drohten, die Brocken hinzuwerfen.

Ben Ainslie hatte zudem Probleme im eigenen Haus, indem er sich mit Milliardär Jim Ratcliffe zerstritt und plötzlich den Geldhahn abgedreht bekam. Ernesto Bertarelli forderte Reformen, sagte mit Alinghi dann trotzdem ab. Doug DeVos (American Magic) arbeitete mit Ainslie an einer modernen Struktur der Cup-Organisation und warf dann überraschend das Handtuch, als er bekam, was er wollte: die sogenannte America’s Cup Partnership (ACP), eine Allianz aller verbliebenen Cup-Teams.

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