Warum der Buckelwal mehr ist als die traurige Geschichte eines Meeressäugers

„Noch nie in der Geschichte hat ein Wal so viele Selfiesticks vor sich gesehen“

Die Geschichte rund um den Buckelwal (Timmy, Hope, Buckli, etc.) ist mehr als die traurige Geschichte eines Meeressäugers. Sie zeigt, wie schwer es geworden ist, in einem dauernden Strom aus Emotionen, Halbwissen und Aufmerksamkeit überhaupt noch Vernunft und Fakten von Lärm zu unterscheiden.

Generiertes Symbolbild

 

Der Buckelwal in der Ostsee war am Anfang einfach nur eine seltene Sichtung. Ein großes Tier am falschen Ort. Mehr nicht. Als die ersten Meldungen aus der Wismarer Bucht auftauchten, reagierten viele Menschen zunächst mit Staunen. Ein Buckelwal in der Ostsee ist ungewöhnlich, aber nicht völlig unbekannt. Immer wieder verirren sich Wale über Skagerrak, Kattegat und die Belte in die vergleichsweise engen und flachen Gewässer der Ostsee. Meist endet das schlecht. Genau das erklärten Meeresbiologen und Fachleute auch diesmal sehr früh. Doch diese Geschichte blieb nicht lange eine fachliche Geschichte.

Wenn die Öffentlichkeit ins Spiel kommt

Spätestens mit der ersten öffentlichkeitswirksamen Strandung vor Niendorf begann etwas, das man inzwischen aus vielen anderen Bereichen kennt. Bilder des riesigen Tieres im flachen Wasser verbreiteten sich innerhalb weniger Minuten über soziale Netzwerke. Menschen standen am Strand, filmten, kommentierten, spekulierten. Aus einem erschöpften Wildtier wurde ein digitales Ereignis. Erste Influencer kamen ins Blickfeld und wie so oft gibt es Streit, wenn Influencer auftauchen. Und damit begann sofort die emotionale Aufladung. Nicht nur Anteilnahme, sondern Lagerbildung. Selbst bei der Kreation der Namen wie „Timmy“, „Timmi“, „Buckli“ oder „Hope“ bildeten sich solche Lager. Um den Namen wurde später sogar öffentlich gestritten. 

Als der Wal später erneut vor Poel strandete, war die Sache endgültig außer Kontrolle geraten. In sozialen Netzwerken entstanden regelrechte Echokammern. Menschen ohne jede marinebiologische Erfahrung erklärten plötzlich öffentlich, wie man einen Buckelwal retten müsse. Erst digital, dann mit Plakaten vor ort und durchgeknallten Menschen, die von Fähren sprangen und zum Wal schwammen, um „mit ihm zu reden“.  Gleichzeitig wurden Fachleute, die zur Vorsicht mahnten oder geringe Erfolgsaussichten beschrieben, massiv angegriffen. Wissenschaftler galten plötzlich als herzlos, untätig oder Teil irgendeines angeblichen Behördenversagens. Manche erhielten Beleidigungen und sogar Morddrohungen. Und immer schwingen Verschwörungstheorien mit, bei denen es um Geld oder Macht geht. Damit einhergehend: Falschinformationen, die rausgehauen und für gut befunden werden, solange sie in den eigenen Kram passen. Das ist bei dem Wal nicht anders als bei Impfstoffen, Elektroautos oder Treckerdemos. 

Besonders ernüchternd ist dabei, wie sehr inzwischen die Grenzen zwischen echter Expertise, Vermutungen, Halbwissen und glatten Falschmeldungen verschwimmen. In sozialen Medien stehen wissenschaftliche Einschätzungen heute direkt neben TikTok-Videos, emotionaler Musik unter Handyaufnahmen, KI-generierten Songs, erfundenen Behauptungen und irgendwelchen „Insiderinformationen“. Für viele Menschen ist kaum noch erkennbar, wer tatsächlich Fachwissen besitzt und wer einfach nur laut genug auftritt. Und laut waren plötzlich viele.

Es kommt nicht auf Fakten an, sondern auf Lautstärke

Der größte Teil der Gesellschaft ist bei solchen Themen meistens still. Die meisten Menschen beobachten solche Entwicklungen eher kopfschüttelnd, sprechen vielleicht am Küchentisch darüber und gehen dann wieder ihrem Alltag nach. Sichtbar ist im Netz dagegen fast ausschließlich ein kleiner, extrem lauter Teil. Menschen, die kommentieren, fordern, moralisieren, attackieren und permanent Druck erzeugen. Dieser kleine Teil prägt inzwischen öffentliche Debatten oft stärker als die schweigende Mehrheit. Beim Wal konnte man das in Echtzeit beobachten.

Es entstand ein digitaler Mob, der irgendwann alles und jeden beeinflusste. Medien. Aktivisten. Politiker. Behörden. Offenbar sogar sehr reiche Menschen. Denn plötzlich wurden Summen mobilisiert, die man sonst kaum für den Schutz von Schweinswalen, Seevögeln oder sterbenden Fischbeständen in der Ostsee zusammenbekommt. Rund 1,5 Millionen Euro sollen am Ende bewegt worden sein. Aktiviert durch eine Mischung aus Livetickern, viralen Videos, Social-Media-Kampagnen und dem verzweifelten Wunsch nach einer Heldengeschichte mit Happy End.

Walkadaver im Livestream. Screenshot Youtube

Dabei hatten Fachleute von Anfang an erklärt, wie gering die Chancen sind. Viele Meeresbiologen wiesen früh darauf hin, dass sterbende Großwale häufig flache Bereiche aufsuchen. Nicht nur aus Orientierungslosigkeit, sondern offenbar auch, um nicht in der Tiefe zu ertrinken. So brutal das klingt: Der Wal könnte sich seine letzten Stunden selbst gesucht haben. Doch in einer Welt, in der Fakten inzwischen regelmäßig gegen Emotionen verlieren, wollte das kaum noch jemand hören. Narrativ in den Chats: „Das Meeresmuseum will mit dem Walskelett Millionen verdienen!“

Dann begann ein Rettungsspektakel, das irgendwann jede Grenze verlor. Influencer inszenierten sich vor Kameras. Aktivisten stritten öffentlich. Experten wurden beschimpft. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus schien zwischenzeitlich selbst auf dieser emotionalen „Walflüsterer“-Welle mitzuschwimmen. Gruppen zerstritten sich öffentlich um Zuständigkeiten und Deutungshoheit. Jeder wusste plötzlich alles besser. Jeder wollte derjenige sein, der den Wal rettet. Noch nie in der Geschichte hat ein Wal so viele Selfiesticks vor sich gesehen. 

Und während all das passierte, lief die mediale Maschine zuverlässig weiter. Der Youtube-Kanal News5 sendete rund um die Uhr, noch nach dem Tod des Wals einen Livestream vom Kadaver des toten Wals vor Anholt und sammelt rund um die Uhr Spenden. Dort, wo bei anderen Nachrichtenkanälen Aktienkurse und Kurznachrichten durchs Bild laufen, läuft bei News5 die eigene IBAN und das Paypal Konto. Die BILD produzierte Liveticker, Dauerupdates und maximale Reichweite. Das Internet bekam genau das, was es liebt: Drama, Hoffnung, Wut, Tränen, Schuldige und Heldenrollen in Echtzeit. Am Ende muss man leider sagen: Die eigentlichen Sieger dieser Geschichte heißen Reichweite und Aufmerksamkeit. News5 bekam Klicks, Sichtbarkeit und Spendendynamik. Und Besucher im Chat, die ihre eigenen Wahrheiten verbreiteten und es noch heute tun. Die Bild bekam Traffic und Emotionen. Influencer bekamen Aufmerksamkeit. Kommentarspalten bekamen ihr tägliches Empörungstheater. Auch diese hier wird das wieder tun. 

Ein Wal als Sinnbild

Und sonst? Sonst gibt es eigentlich nur Verlierer. Der Wal ist tot. Wissenschaftliche Expertise wurde öffentlich zerlegt und lächerlich gemacht. Behörden wirkten getrieben statt souverän. Die öffentliche Debatte wurde von Emotionen, Halbwissen und digitalem Gruppendruck dominiert. Und viele Menschen haben erneut gelernt, dass Lautstärke im Netz heute oft mehr zählt als jahrzehntelange Erfahrung.

Das Erschreckende ist: Dieses Muster sieht man längst nicht mehr nur bei einem Wal in der Ostsee. Ob Umweltpolitik, Migration, Verkehr, Energie oder Landwirtschaft — immer häufiger lassen sich politische Akteure von extrem aufgeladenen Online-Debatten treiben. Nicht selten entstehen daraus hektische Entscheidungen, symbolische Maßnahmen oder öffentlicher Aktionismus. Politiker reagieren zunehmend auf den lautesten Teil der Debatte, weil dieser durch soziale Medien riesig wirkt, obwohl er oft nur einen kleinen Teil der Gesellschaft repräsentiert. 

Und genau dadurch verlieren viele Verantwortliche offenbar zunehmend das Gefühl dafür, was die Mehrheit eigentlich erwartet: Ruhe, Vernunft, Augenmaß und Entscheidungen auf Basis von Fakten statt digitaler Erregung. 

Doch diese stille Mehrheit produziert keine viralen Clips. Sie startet keine Shitstorms. Sie schreibt keine Morddrohungen. Sie trendet nicht. Der laute Teil dagegen schon. Und deshalb gewinnen inzwischen oft genau jene, die am meisten Lärm machen. 

Und am Ende verlieren alle. 

Und vielleicht ist genau das der bitterste Gedanke, der von dieser Geschichte übrig bleibt: Der Wal war vermutlich gekommen, um zu sterben. Nun wurde er vorm Sterben nochmal vermarktet, gefilmt und – man muss es so nennen – gequält statt ihn einfach in Ruhe sterben zu lassen, so wie hunderte andere Wale täglich. Nun liegt er verwesend vor der Küste. Das gilt inzwischen offenbar auch für die Vernunft. Sie liegt ganz augenscheinlich immer öfter verwesend irgendwo herum. 

93 Kommentare zu „Warum der Buckelwal mehr ist als die traurige Geschichte eines Meeressäugers“

  1. Theo Klatt

    sagt:

    Der einzig vernünftige Artikel zu diesem Spectaculum, dessen Mediengewalt man sich nur schwer entziehen konnte. Dem Artikel ist eigentlich kaum noch etwas hinzuzufügen.
    Nur: ein SPD-Umweltpolitiker machte sich vor der emotionalisierten Meute zum Hampelmann, vor allem indem er postulierte, die „Rettungsmethode“ mit der Barge etablieren zu wollen, zumindest dies vorzuschlagen.
    Ansonsten ist dss Ganze ein Spiegelbild unserer Gesellschaft: laut schreiendes Gutmenschentum, kombiniert mit Inkompetenz und Politikern, die sich vor der Meute ducken und nach der nächsten Wahl schielen. Einfach nur übel.

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    1. Andrea Rademacher

      sagt:

      Warum wird NICHT nach der Ursache gesucht?.Warum muss ein junger Buckelwal ,4-6Jahre alt,so früh sterben? Das ist doch alles Profitgier der industrialisierten mafioesen Fischfang Unternehmen,die Stellnetze usw. auslegen.Umwelt,Nachhaltigkeit bleiben auf der Strecke. Ganz wichtig wäre mir,eine Obduktion vorzunehmen. Ich möchte gerne wissen,woran Timmy ( Hope..)verendet ist.Dann.kann ich endlich mental mit der traurigen Geschichte abschließen! Das ist mir wichtig,auch für meine Nachkommen.Die Welt wird immer perverser.

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      1. Susanne Tekath

        sagt:

        Ich teile diese Auffassung v8ll und ganz.

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      2. jorgo

        sagt:

        Die Welt war schon immer pervers. Ich finde es einfach ein Unding, dass so viel Sterben auf dieser Welt ist. Dabei hätten die Menschen -als Krone der Schöpfung- doch alle Möglichkeiten sämtlichen Lebewesen ewiges Leben zu ermöglichen! Dank medizinischem Fortschritt braucht heute niemand mehr sterben. Alles andere ist doch Systemversagen. Jawoll!
        In diesem Fall hätte der Staat doch proaktiv alle Sandbänke aus dem Weg räumen können. Dann hätte der Timmy zwar einen anderen Namen gehabt … aber das wäre doch verkraftbar gewesen, oder!?
        Es wird so viel Geld für unnötiges Zeugs ausgegeben.
        Mit dem Sand von den Sandbänken hätte der Staat z.B. Häuser bauen können.
        Wenn niemand mehr stirbt werden die doch gebraucht – und zwar in Massen.
        Aber unsere Politiker kümmern sich in erster Linie um sich selbst – ein Skandal!

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        1. Donald

          sagt:

          „Dabei hätten die Menschen -als Krone der Schöpfung- doch alle Möglichkeiten sämtlichen Lebewesen ewiges Leben zu ermöglichen“….
          Es ist nur der Mensch welcher sich, in seiner absolut unvergleichbaren Arroganz, sich selber für die „Krone der Schöpfung“ hält. Man braucht sich nur ansehen wie sich der Mensch seiner Umwelt gegenüber verhält, ganz besonderes während der letzten ca. 10.000 Jahre, um festzustellen dass er alles andere als die „Krone der Schöpfung“ ist.

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          1. jorgo

            sagt:

            Sag ich doch!

    2. Andreas Heinsch

      sagt:

      Und auch dieser Artikel ist ist nichts weiter als das aufspringen auf den von ihm selbst kritisierten Umgang mit all dem. Oder wozu braucht es ein KI generiertes Bild im Titel?

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      1. Sie sind einer großen Sache auf der Spur!

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    3. Juliane G.

      sagt:

      Selten so einen guten Artikel gelesen, der unsere Gesellschaft und die Zeit in der wir leben, anhand einer traurigen Walgeschichte, so auf den Punkt beschreibt. Schade das eine solche Geschichte die perfekte Veranschaulichung unserer problematischen Gesellschaft sein muss.

  2. Katrin Saegner

    sagt:

    @ Thomas Frick
    Palliativ bedeutet „umhüllend“ , „Schützend“…und ja ich würde jemandem, der im Hospitz hinfällt und nicht selbständig aufstehen kann, versuchen zu helfen ,und ihn evtl. mobilisieren…
    Wie krank der Wal wirklich war, kann niemand genau wissen.

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    1. Thomas Frick

      sagt:

      Einen nach Expertenmeinung kranken nicht mehr zu rettenden Wal bis zu 1000km weit irgendwo hinzuschippern kann man wohl kaum damit vergleichen jemandem wieder aufzuhelfen. Als meine Mutter im Hospiz lag kam ich nicht auf die Idee sie nochmals zu mobilisieren, nur damit es mir ein gutes Gefühl gibt.

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    2. Karmen

      sagt:

      also der Wal timmi,war noch sehr fit wo er in Timmendorfer Strand angedockt ist,leider sind ind den buchten zu viele Sandbänke,und so verkantet alles,da ist es schwer als Wal der Antarktis zurecht zu kommen,da es da keine Sandbänke gibt.er hat sich verirrt sie ist ja eine walin und vielleicht hat man ihr ihr Baby weggenommen,weil man es gefangen hat und sie hat gekämpft,und dann die Schraube abbekommen.und das Netz.wer weiss,und dann hatte sie Angst zurück zu schwimmen,wegen dem Erlebnis,Wale sind schlau,wenn man bedenkt daß sie früher an Land gelebt haben🐳nun ist sie im Waldhimmel 🌈

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      1. Ihnen ist schon klar, dass der Wal bereits Anfang März mit vielen Netzresten im Hafen von Wismar auftauchte und da schon in keiner guten Verfassung? Nur weil auf Tiktok und Co behauptet wurde, es ginge ihm in Niendorf gut, stimmt das nicht. Schon da war er in einem kritischen Zustand. Sie sollten sich wirklich nicht in Chats informieren, sondern auf offiziellen Stellen. Sonst bleibt nur Halbwissen (wenn überhaupt). Und mit Verlaub: Sie schreiben wirklich einen maximalen Unsinn. Vielleicht einfach andere Themen suchen.

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    3. Victoria

      sagt:

      ich sage eindeutig daa der wal Timmy nicht tod ist weil das tier das in der nordsee gestrandet ist kein wal tim.y sondern eindeutig ein Gery eine seltene Meeresschnecke das ist kein wal Timmy wal ist bereits schon in der Arktis angekommen bei seiner Famillie

      1. Ja, davon gehen viele Experten mittlerweile aus. Es ist kein Wal auf Anholt in der Nordsee. Es ist eine Schnecke. Unseren bisherigen Recherchen waren offenbar falsch, jetzt, wo Sie das aufklären.
        Informieren Sie bitte Ihre Gruppen darüber. Sie dürfen das auch gerne verlinken. Danke für die Einblicke.

  3. Donald

    sagt:

    Dass diese sogenannte „Rettungsaktion“, welche, organisatorisch nicht nur ein totales Desaster , sondern auch von Anfang an aussichtslos war, war so ziemlich jedem klar der sich ein wenig mit der Materie auskennt. Meeresbiologen, sowie wie viele andere ebenfalls, haben genau dieses Endresultat (dass der Wal nicht überleben wird), vorausgesehen/vorausgesagt und wurden dafür von den Mitgliedern des „Timmy/Hope“-Kults, diesen selbsternannten „Tierschützern“& „Wal-Experten“ (mit ihren YouTube-Univerisäts Diplomen), ausgelacht, beschimpft, beleidigt und bedroht. Denn diese selbsternannten „Tierschützer“&“Wal-Experten“ glaubten, aufgrund Ihrer „YouTube-Universitäts Ausbildung“, es weitaus besser zu wissen als all die Wissenschaftler und ‚Mutter Natur‘. Die Arroganz, gegenüber der Wissenschaft und der Natur, die diese Zeitgenossen in den letzten Wochen an den Tag legten, ist einfach Atemberaubend! Anstatt auf die Meinung/Expertise von Wissenschaftlern zu hören, und der Natur ihren natürlichen Lauf zu lassen, und den Wal in Ruhe sterben zu lassen, mussten diese Besserwisser ihren Willen durchsetzen. Und die Leitung für diese sogenannten „Rettungsaktion“ eines Wales, wurde einem Youtube/TikTok Influencer, einem Autor von spirituellen Meeresbüchern, sowie einer Tierärztin, welche sich zwar auf die Behandlung von Hamstern, Meerschweinchen, Katzen, Hunden und Pferden versteht (aber keinerlei Erfahrung mit Walen hat, und nicht einmal in der Lage war dem Wal eine Blutprobe zu entnehmen) .. anvertraut. Was hätte, mit solch einem „hochqualifiziertem Experten-Team“, auch schon großartig schiefgehen können?! 🙄…..
    Nun, das Resultat dieser gesamten, äußerst kostspieligen und vollkommen sinnlosen Aktion war, dass der Wal (dessen Überlebenschancen von Anfang an quasi Null waren), bevor er starb, noch zusätzlich (während dieser sogenannten „Rettungsaktion“), leiden durfte.
    Manche sogenannten „Tierliebhaber“, lieben Tiere eben so sehr, dass sie sie buchstäblich zu Tode lieben…..
    Wie heißt es doch noch so treffend?!:
    „Der Weg zur Hölle ist mit guten Absichten gepflastert!“…… Der Wal „Timmy/Hope“ könnte (aufgrund der Erfahrungen, welche er ‚Dank‘ seines Fan-Klubs gemacht hat), ein Lied davon singen.🙄

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    1. Simone

      sagt:

      Das schlimme ist auch, das die „Tierschützer“ jetzt die Schuld bei anderen suchen und auf die Schiffs-Crew abwälzen. Anstatt einzusehen, das dem Wal leider nicht geholfen werden konnt und man nur noch mehr Leid, durch die versuchte Tierrettung verursacht hat.
      Eine Tierrettung gilt für mich auch nur dann, wenn man ein Wildtier wieder auswildert, nachdem! man es erfolgreich aufgepäppelt hat.

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  4. Petra

    sagt:

    Das schlimme an der ganzen Geschichte ist doch, das wir nicht wissen warum Timmy (wenn er es wirklich ist) gestorben ist! Mir tun die Menschen leid, die ihn die ganze Zeit betreut haben und behutsam aus der Barge geleiten wollten. Sie konnten nur hilflos zusehen und von Jeff erfahren, was diese gefühllosen Kreaturen mit Gewalt und ohne Rücksicht auf Timmy gemachten haben. Es war unerträglich wie er geweint hat als sie versucht haben ihn zu drehen. Es war purer Stress !!
    Im Nachgang hat es die ganze Rettungsaktion zu Nichte gemacht, da man nicht sicher sein kann das er wohlbehalten in die Freiheit entlassen wurde. Ich habe ihm das so gewünscht.

    Alles andere, vor allem die Bürokratie, sowie das Kompetenzgerangel ist nur blamabel für Deutschland !

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    1. Wunderbar, wie Sie den Artikel bestätigen. Mehr muss man dazu nicht sagen.

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  5. Katinka

    sagt:

    Naja etwas ‚blumig‘ formuliert, das ganze, liegt mir nicht so mit dieser ebenso theatralischen Schreibweise…aber ich hab’s trotzdem mal gelesen.
    Abgesehen davon stimmt es in Teilen, dass Influencer einfach nicht zu gebrauchen sind und an dieser Stelle nicht hätten Presenz zeigen dürfen, weil es dabei immer um deren Reichweite und Klicks geht, eh klar…versteh nicht, dass es überhaupt die Möglichkeit gab, dass die Werbefläche bekamen….verrückt!!!
    Aber:
    ‚Es wurden Experten beleidigt‘ heißt es da..
    Die haben sich doch untereinander in ihren Methoden nicht einigen können, und oft nicht gemeinsam souverän entschieden! Die haben sich auch unabhängig von der Bevölkerung beleidigt und ihre Kemntnisse und Erfahrungen gegenseitig immer wieder untergraben, sich sogar gegenseitig bloßgestellt…tolle Experten! Super peinlich! Viel größeres Problem! Das zeigt nur, mit welchen Deppen man es zu tun hat, einer unfähiger als der andere.
    Zuletzt wurde der Wal mit ziemlich groben Vorgehen losgeworden, weil die Zeit drängte und man anderweitig zu tun hatte, und wieder war man sich nicht darüber einig, wie das ablaufen sollte. Es wurde zB. Jeffrey Foster gedroht, das filmende Handy ins Wasser zu werfen, als er die Methoden aufzeichnen wollte. Es gab hitzigste Diskussionen. Geplant war alles ganz anders, aber die ach so professionelle Ansammlung von Experten konnte nicht miteinander kommunizieren. Man wollte andere Helfer nicht mehr dazu holen, es stehen Aussagen gehen andere Aussagen.
    Zur Freilassung von dem Wal gibt es daher ganz unterschiedliche Schilderungen….Das ist doch nicht ihr Ernst, nicht mal darüber kann man einen einheitlichen Bericht schreiben….
    Der Text von den Segelreportern ist naja, eine emotionale Meinung mit wenigen Fakten und einigen Anschuldigungen an die Gesellschaft, dabei war es lediglich ein Prozess, für den jetzt der Schuldige bitte seine Stimme als erster erheben sollte. Sorry. Allein die Überschrift sagt garnichts, obwohl sie verspricht, mehr Details beleuchten zu wollen. Sehr allgemein geschrieben, mit dem Oton, „hättet ihr euch mal für was anderes interessiert, ihr Schwurbler“.
    Gut, ich bin persönlich der Meinung, dass die Dunkelziffer an Delfinen etc in Fischerzetzen auch eine gehörige Aufmerksamkeit verdient! Durch unseren Konsum und die benötigten Netze gehen viel zu viele Tiere ins Netz, die nicht gefischt werden wollten, dann aber sterben!
    Wale verlieren ihre Orientierung sehr häufig durch Sonarsysteme
    …vielleicht wollte der Wal sterben, vielleicht haben die aber alle viel zu wenig Ahnung, um das einschätzen zu können.
    Darüber wird hier leider garnicht geschrieben.
    Dass ein enormes Bedürfnis der Rettung aufkam hat vielleicht aich damit zu tun, dass Menschen sich für das Verhalten anderer verantwortlich und schuldig fühlen.

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    1. Lesen Sie mal – nur ein Beispiel – die Stellungnahme der britischen Wal-Rettungsexperten vom 8. April, also weit vor der ganzen Aktion. Die haben genau das vorausgesagt, was nun passiert ist, und das auch begründet. Es wurde damals schon davon abgeraten, den Wal irgendwo hin zu schleppen weil es einen Grund hatte, dass er drei Mal gestrandet ist. Es wurde vorausgesagt, dass der Wal sterben wird, wenn man ihn dort weg transportiert. Dass er wieder stranden wird. In den Kommentaren dazu wurde Herr Backhaus als „Bestie“ beschimpft. Muss ich mehr schreiben?

      https://segelreporter.com/panorama/stellungnahme-warum-britische-wal-retter-raten-timmy-sterben-zu-lassen/

      Aber Erfahrung und Expertise scheint kein Thema zu sein, oder? Katinka, welche Informationen und welches Wissen haben Sie? Gehen sie, wenn sie krank sind zu einem Arzt oder zu TikTok?

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    2. Carsten

      sagt:

      Sie scheinen nicht zu verstehen, was „Experten“ wirklich sind. Das sind nicht die Leute die sich selbst als solches bezeichnen. Sondern Menschen, die über Jahre über ihre fachliche Arbeit gezeigt haben, dass sie sich mit dem Thema auskennen.

      Und diese Crew, die sich selbst als Experten bezeichnet gehörte sicher nicht dazu.

      Die echten Experten haben schon früh gesagt: „Dem Wal ist nicht zu helfen, lasst ihn in Ruhe sterben. Alles andere ist Tierquälerei.“

      Aber das wollte keiner hören, das „hat ja kein Mitgefühl“. Doch, hat es.

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  6. Philipp

    sagt:

    Es ist so lächerlich wie viele Menschen sich dafür interessieren und sich gleichzeitig Fleisch, Fisch, Milch, Eier und so weiter reinziehen.

    Kannst du dir nicht ausdenken. Milliarden Tiere abschlachten, vergewaltigen und fressen ist OK aber man wird ganz traurig wenn irgendwo im Fernsehen ein Tier verendet.

    Was bin ich froh wenn der Mist endlich vorbei ist. Das Vieh hat mich noch nie interessiert und wird es nicht egal wie oft darüber berichtet wird. Und für alle die es interessiert vielleicht mal Dominion und ähnliche Filme anschauen.

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  7. Katharina

    sagt:

    Dein Beitrag ist so nichtssagend, wie vieles, was wir aus der Politik kennen.
    Es kommt auch überhaupt nicht zur Sprache, dass die sogenannten Experten untereinander ihre Autorität untergraben haben, und das ja schon fast so lächerlich, wie das Verhalten vieler Influencer….
    sehr mangelhaft durchleuchtet, auf der Suche nach den Verschwörern….wie immer sind sie in der Gesellschaft zu finden NAJA.
    Dass Sonarsysteme und Fischernetze ihren Teil zum Leid der Meerestiere beitragen, kommt stattdessen überhaupt nicht zur Sprache.

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    1. Lesen Sie mal das hier: vom 8. April. Die Experten haben keine Autorität untergraben. Das kam von außen. das haben Sie irgendwo gelesen und glauben das.

      Hier: Pressemitteilung von britischen Experten, die wirklich Experten sind. https://segelreporter.com/panorama/stellungnahme-warum-britische-wal-retter-raten-timmy-sterben-zu-lassen/
      Danach können sie die Kommentare auf Facebook dazu lesen und feststellen, wer da was untergräbt. Sie verwechseln scheinbar echte Expertise mit all diesen Tiktokern, selbst ernannten Walflüsterern und Außenstehenden. Und Sie bestätigen ganz anschaulich die Richtigkeit der These in diesem Beitrag. Dafür einen herzlichen Dank.

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    2. Franz

      sagt:

      Die Experten waren sich früh einig: Das Tier wird sterben und man sollte es in Ruhe lassen. Alles andere ist Tierquälerei.

      Zum Nachlesen:

      https://web.de/magazine/wissen/tiere/greenpeace-experte-tragoedie-abspielen-42096042
      https://de.whales.org/2026/03/30/buckelwal-in-der-ostsee/
      https://naturschutz-initiative.de/aktuell/klartext/dr-wolfgang-epple-zur-medialen-aufmerksamkeit-fuer-den-in-der-ostsee-gestrandeten-buckelwal/
      https://www.deutschlandfunk.de/daenischer-meeresbiologe-nennt-rettungsaktion-fuer-buckelwal-tierquaelerei-und-geldverschwendung-106.html

      Aber klar, das ist nicht so toll emotionsgeladen wie die vielen Youtube- und Instagram-„Experten“, deren Expertise eher im Geldverdienen als in der Meeresbiologie liegt.

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  8. Simone

    sagt:

    Man hätte den Bericht nicht besser schreiben können !!
    Dies ganze muss wirklich rechtlich aufgearbeitet werden und vorallem darf sowas nicht nochmal passieren.
    Die Problematik die sich dort entwickelt hat, wird sonst immer wieder passieren und Fachleute werden angefeindet und verstummen irgendwann.
    Die wenigstens Menschen können mit einem Mop so umgehen und knicken ein.
    Das gleiche passiert im Moment i. S. Wolf. Betroffene schweigen, weil sie Angst haben vor dem Wolfsschützern.
    Jeder mit einem klaren Menschenverstand wird sich aus jeder Hilfsaktion für Tiere, auch wenn es eine mit erfolgsaussichten ist, raus halten. Weil man Angst haben muss dass man an den öffentlichen Pranger gestellt wird.

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  9. Claudia

    sagt:

    News5 ist eine Nachrichtenagentur mit livestream! Es wird immer gesagt das die Zuschaer sich aussuchen können ob der Stream dort weitergeht oder nicht! Es wird nicht nach Spenden gefragt sondern das die Klicks und das dranbleiben als Stimme zählt !
    news5 geht transparent damit um das sie die Videos aus den Stream verkaufen!
    Sie gehen auf die Zuschauer ein!
    Sie versuchen Dinge möglich zu machen um die man bittet!
    Sie lassen keine Gerüchte und Beleidigungen zu! Wer anfängt zu erzählen was er für ein Gerücht gehört hat wird sofort gesperrt! Es wird erklärt warum man sowas hier nicht haben will! Geduldig, sich immer wiederholen gleichbleibend freundlich!
    Ich wünschte mir andere Sender die sich so mit ihrer Community verstehen und so transparent sind!
    Man fühlt sich ernstgenommen und informiert!
    Vielleicht ein Modell der Zukunft, man nutzt sein Internet nicht mit Mittagessen fotografieren und sein Gesicht zu filtern sondern mit Nachrichten und Ereignissen!

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    1. news4

      sagt:

      Sind sie blind? Kommentare aus dem Chat von gestern: Da wird nichts gelöscht.

      “ Es ist nicht hope es ist ein weibchen, hope ist in Norwegen er wurde mit Sender da gesichtet worden …..er lebt ..“

      „Ohne Dna- Abgleich kann nicht eindeutig festgestellt werden, dass es sich hier um Timmy handelt. Hautfetzen von Timmy hatten sie ja genügend. Und sie haben ja anscheinend schon einmal eine Dna- Probe genommen. Sonst wollen sie ja auch immer alles mittels Proben verifizieren. Wieso hier nicht? Weil ihnen das vermeintliche Ergebnis so gut passt.“

      „Wäre die Entlassung so verlaufen wie es geplant war mit den Tierärztinnen Team von Jeff und Sergio, dann würde er hundertprozentig noch leben. Die Sardisten haben ihn wahrscheinlich so schwer verletzt das er nur paar Tage und sicher unter großen Schmerzen noch überlebt hat!!! Die müssen dafür bestraft werden. So eine brutale Bande!😡“

      „Ich vermute, dass Timmy nie einen Tracker hatte. Der Tracker sollte angeblich mit Schrauben an der Rückenflosse befestigt worden sein. Der Taucher brauchte nicht mal 2 Minuten, den Tracker zu finden und abzuschrauben. Als er wieder auftauchte, hatte er den Tracker am Rücken bereits verstaut. Irgendwie ist das für mich nicht glaubwürdig. So wird versucht, einen falschen Wal zu Timmy zu machen“

      „Bestimmt liegt er dort so weil die ihn so brutal raus gezogen haben über Sandsäcke😡😓 wie müll einfach los werden. Unglaublich. Bodycams bei solchen Aktion fordern ❗“

      Mehr muss man dazu nicht sagen.

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    2. Katrin Saegner

      sagt:

      Ein Beitrag, der wohl nur die erste Expertise der Experten berücksichtigt, die niemals wirklich am Tier dran waren.
      Dass der Wal gestrandet ist, war nicht naturgegeben, sondern Menschen gemacht.
      Ihn dort noch wochenlang liegen zu lassen , bis er irgendwann verhungert , wäre meines Erachtens die weit größere Tierqälerei gewesen.

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      1. Lesen Sie mal die Pressemitteilung der britischen Experten vom 8.April. (!):

        Zitate:
        Es ist wichtig, den Hintergrund dafür zu verstehen, warum Wale stranden, bevor man sich mit den Einzelheiten der aktuellen Situation in Deutschland befasst. Viele Strandungen von Walen geschehen, weil diese aufgrund von Krankheit, Verletzungen, Hunger, Erschöpfung und hohem Alter bereits geschwächt sind und bereits einen langfristigen Gesundheitsverfall durchgemacht haben, bevor sie an Land kommen. Daher ist das Stranden ein Symptom eines schwerwiegenden zugrunde liegenden Problems, das in einer akuten Strandungssituation oft sehr schwer, wenn nicht gar unmöglich zu lösen ist. In diesen Fällen können dann entweder palliative Pflege oder Euthanasie als alternative Tierschutzoptionen in Betracht gezogen werden, wenn die Aussichten auf eine Wiederaussetzung schlecht sind, um anhaltendes Leiden und Schmerzen zu verhindern.

        Speziell für die Situation in Deutschland mit dem Buckelwal galt: Schon bei seinem ersten Auftauchen war er in Fischereiausrüstung verfangen, was zu einer erheblichen Verschlechterung seines Gesundheits- und Ernährungszustands geführt hatte, und die Einsatzkräfte befanden sich bei der Abwägung der Optionen in einer erheblichen Nachteilssituation. Ein Wiederaussetzen eines kranken Tieres, das sich anschließend erfolgreich erholen würde, wäre ohnehin sehr unwahrscheinlich.

        Das Tier ist inzwischen mindestens dreimal gestrandet, was zeigt, dass es bei fortgesetzten Wiederaussetzungsversuchen sehr wahrscheinlich erneut an Land kommen wird, da es zu geschwächt bzw. dem Tod so nahe ist, dass es nicht mehr überleben kann. Die Fortsetzung von Maßnahmen zur Wiederaussetzung eines sterbenden Tieres wird vor allem zu größerer Belastung führen, da es bewegt wird, erneut strandet und dieser Vorgang sich immer wieder wiederholt.

        Link: https://segelreporter.com/panorama/stellungnahme-warum-britische-wal-retter-raten-timmy-sterben-zu-lassen/

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        1. Katrin Saegner

          sagt:

          Euthanasie kam nicht in Frage….und palliative Betreuung fand erst statt, als die Privatinitiative mit ihren Helfern vorort war.
          Vorher hatte man ihn zwei Wochen einfach liegen lassen.

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          1. Thomas Frick

            sagt:

            Mir ist beim Lesen verschiedener Kommentare aufgefallen, dass dort viele schrieben, dass sein Leiden nun verkürzt wurde und somit diese ganze Aktion ja gut war weil er nicht noch länger leiden musste. Ja was war das ganze nun?
            Eine Rettungsaktion oder palliative Massnahmen?
            2 Wochen Stress für das Tier, damit er dann ertrinkt? Würden sie einen Todkranken Menschen aus dem Bett rupfen, ihn in einen Wald fahren weil die Luft da so rein ist und ihn dann dort auf eine Bank setzen, nur weil sie der Meinung sind, die Waldluft bringt ihn wieder auf die Beine? Oder würden sie diesem Menschen seine Würde lassen?

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          2. Genau. Ohne diese Aufregung hätte man ihn in Ruhe dort liegen lassen. So aber wurde er wochenlang mit Außenbordern umkreist, von Menschen gestört, weil sie sich vor ihm inszeniert haben. und danach wurde er tagelang in einer schaukelenden, engen Barge gequält.
            Aber jetzt andere beschuldigen.

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  10. Markus Harbort

    sagt:

    wie bei der Corona “ Krise“:dummköpfe lesen irgendwas 6 mal..und plötzlich sind sie Experten..halten sich und ihre Meinung für die einzig wahre.Duese Endwicklung hat schon früher zum Untergang ganzer Demokratien geführt oder zur Entstehung von Diktaturen und totaliärer Staaten..Bleibt die Hoffnung dass durch Globalisierung..freiem Internet..mit der zeit ein Lernprozess einsetzt..die Hoffnung stirbt zuletzt..munter bleiben

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  11. jorgo

    sagt:

    Sehr treffend beschrieben.
    Für mich war die ganz offensichtliche Tierquälerei am Schlimmsten zu ertragen. Hoffentlich fährt bei mir nicht dauernd jemand mit dem Aussenborder rund um Sterbebett – oder fängt nebenan penetrant an zu baggern…

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  12. Rodolfo Keller

    sagt:

    Meine Hochachtung für diese konzise Analyse.

    Der mediale Pöbel wird in kurzer Zeit ein neues Opfer oder Betätigungsfeld gesucht und gefunden haben. Das ist der Lauf der Zeit und leider gar nicht so neu, sondern heute durch die elektronische Vervielfältigung einfach viel rascher und brutaler.

    Eher Sorgen macht mir, dass auch einst demokratisch gewählte und damit «honorable» Personen wie der Backhaus gnadenlos den Hype für ihre Zwecke missbrauchen. Auch dieses Muster ist nicht neu, aber deswegen nicht weniger verwerflich.

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    1. jorgo

      sagt:

      Demokratisch gewählte Populisten eben😉.
      Das wirft kein gutes Licht aufs Volk.

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  13. Birger

    sagt:

    Das ist der beste Bericht den ich bisher in den ganzen Wochen dazu gelesen habe. Danke für die sachliche und unaufgeregte Perspektive.mfg

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  14. Stefan

    sagt:

    Ich stimme dem ebenfalls vollkommen zu. Hier ist mal wieder ein Schauspiel gelaufen, bei dem einem immer noch die Hände vom an-die-Stirn-klatschen weh tun.

    Nur, dass in den „sozialen“ Medien und allem was niveaumäßig darum angesiedelt ist, eine Unmenge Idioten unterwegs sind, die bei jeder passenden Gelegenheit ihren unqualifizierten Senf abgeben, ist seit Jahren so und wieder bei unveränderten Rahmenbedingungen auch immer so bleiben.

    Für mich ist es inzwischen fast genauso anstrengend, zu lesen, wie sich Stephan in schöner Regelmäßigkeit daran abarbeitet. Dabei ist das alles genauso erwartbar, wie die jährlichen Medien-Aufreger bei der Zeitumstellung, der Frage nach dem richtigen Zeitpunkt für Winterreifen oder den üblichen medialen Wetterkatastrophen, die letztlichen in einem mittelschweren Nieselregen niedergehen. Ist das alles also wirklich noch eine Nachricht oder gar einen längeren Artikel wert? Ich denke nicht..

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    1. Stephan Boden

      sagt:

      Ich glaube schon, dass man das immer wieder thematisieren muss. Denn das gerät offenbar völlig aus dem Blick. Ich vermisse bei dieser Geschichte die „vom Anfang bis Ende“-Aufarbeitung.
      Wenn sich alle, die bei der lauten Fraktion nicht mitmachen, völlig zurückziehen, gibt man auf.
      Letztlich ist es augenscheinlich immer häufiger so, dass Entscheidungen in nahezu allen gesellschaftlichen und politischen Bereichen. wegen solcher Schwingungen in den Netzwerken getroffen werden. Das ist alles sehr ungesund.

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  15. Das ist eine brilliante Analyse, vielen Dank dafür!

    Von dem Polit-Profi Backhaus hätte man weiß Gott mehr Haltung erwarten können; bis dato redet er die „Rettungs“aktion schön und bezeichnet wissenschaftliche Expertise als gefühllos und an Zahlen ausgerichtet und damit unzureichend, um „menschliche“ Entscheidungen zu treffen. (Pressemitteilung nach Bekanntgabe der Wal-Identifizierung). Auch Herr Gunz ist uneinsichtig und „würde es nochmal machen“ – so wird aus dem groß angelegtem Scheitern ein Politikum, das uns wohl noch länger beschäftigen wird.

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    1. Niemand sieht irgendwas ein. In den Chats wird auch spekuliert, es sei ein anderer Wal, weil hier eindeutig ein „Weibchen“ zu sehen sei, außerdem wurde der Tracker „vom Taucher zum Wal geschmuggelt“. Oder einfach: „Hope ist nicht tot, er hat eine neue Familie gefunden und schwimmt glücklich im Atlantik.“

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      1. Die Frage ist, ob man jeden rausgehauenen Spruch ernst nehmen muss. Was mir mehr Sorgen macht, ist die 180° Drehung eines Ministers, der Verantwortung aus der Hand gibt, eine Behörde, die juristisch fragwürdige Entscheidungen mitträgt, mit dem Ergebnis eine gewalttätige Lösung durchgedrückt zu haben, die – das hat Backhaus ja im NDR-Interview nicht ohne Stolz gesagt – „keinen Pfennnig gekostet hat“. Unglaubwürdiger gehts ja nicht.

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        1. Das Problem ist die mediale Selektion. Aus zwei Kommentaren wird in der Berichterstattung schnell ein: „im Netz..“

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          1. Und ein Folgeproblem sind dann politisch Verantwortliche, die sich davon leiten lassen. Wenn das Schule macht, landen wir in einer demokratiegefährdenden Abwärtsspirale.

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      2. Tom schüttelt den Kopf

        sagt:

        Jetzt tun mir schon wieder die Hände vom Stirnklatschen weh! Wie kann man nur so naiv sein?

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