Die größte Frauensegelregatta der Welt ist bei stürmischem Wind zum neunten Mal in Hamburg über die Bühne gegangen. Zum fünften Mal gewann Silke Basedow mit ihrem Team. Aber es gab starke Gegnerinnen unter den 64 J/70-Teams.
Das war der Helga Cup 2026:
Rund 360 Teilnehmerinnen aus acht Nationen nahmen 2026 am Helga Cup teil. Die hochkarätige internationale Konkurrenz fehlte diesmal, und weitgereiste Crews aus Australien, Kanada oder den USA waren nicht am Start der J/70-Hauptveranstaltung. Aber umso mehr hat das Happening seinen Charakter als Breitensportveranstaltung gewahrt. So punktet der Helga Cup wieder mit der legendären Partystimmung an Land, und die Seglerinnen können verschmerzen, dass die Nettosegelzeit für die meisten Teams von sechs Kurzrennen in drei Tagen – also insgesamt etwas 45 Minuten – relativ gering ist.

Aber es geht insbesondere um das Treffen von Gleichgesinnten aus ganz Deutschland, die sich für regelmäßiges Training zusammenfinden und den Helga Cup als Höhepunkt bestreiten. So war es umso anspruchsvoller, dass an diesem Wochenende Böen mit bis zu 30 Knoten über die Alster fegten und zeitweise ohne Gennaker gesegelt wurde.
Für die zehn Spitzenteams waren die Bedingungen aber kaum ein Problem. Längst kommen immer öfter Frauen in verschiedenen Crews regelmäßig bei der Segel-Bundesliga zum Einsatz, und insbesondere Silke Basedow hat mit ihrem erfahrenen Team während ihrer aktiven Zeit für den HSC Hamburg gezeigt, dass sie mühelos in der Liga mithalten und auch siegen kann.

Allerdings haben die Frauenteams normalerweise Schwierigkeiten, das Optimalgewicht für eine J/70 im Liga-Format von 310 bis 320 Kilogramm zu erreichen und dürfen in der Liga deshalb zu fünft segeln. Bei Bedingungen wie am Wochenende können die kleinen Kielboote deshalb schwer am Optimum gesegelt werden und laufen insbesondere unter Gennaker schnell aus dem Ruder.

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