Mit seinem Sieg bei The Ocean Race Europe 2025 war Paul Meilhats IMOCA das Maß der Dinge. Boris Herrmann und Team Malizia hatten gegen Biotherm keine Chance. Dann lief der Sponsorvertrag des Franzosen aus und seine Spur verlor sich. Nun meldet er sich zurück – mit neuem Namen, neuer Mission und modernisiertem Boot. Was dahinter steckt.

Vor gut anderthalb Jahren nutzte Paul Meilhat The Ocean Race Europe als große Bewerbung in eigener Sache. Der Sponsorvertrag mit Biotherm lief aus, einen Nachfolger hatte der Franzose noch nicht. Er setzte alles auf diese eine Karte. Mit dem restlichen Budget und eigenem Geld brachte er sein Team an den Start – in der Hoffnung, mit sportlichem Erfolg neue Partner für die Fortsetzung seiner IMOCA-Karriere zu überzeugen.
Der Plan ging zumindest teilweise auf. Meilhats Team dominierte die Regatta, gewann die Gesamtwertung schon vor der letzten Etappe und ließ der starken Konkurrenz überraschend wenig Chancen. Dabei gehörte seine Verdier-Konstruktion (Baujahr 2022) zwar zu den Neubauten der damals aktuellen Generation, der Rumpf entsprach aber in seiner Form der ex LinkedOut von Thomas Ruyant, mit der Sam Goodchild die vergangene Vendée Globe segelte.

Die Konstruktion sollte also eigentlich längst nicht mehr auf der Höhe der anderen Neubauten sein, war aber nach einem Foilbruch noch vor der Vendée Globe 2024/25 mit neuen Tragflächen bestückt worden und von Meilhat auf höchstem Niveau auf Platz fünf gesegelt worden. Besonders bei leichterem Wind war Biotherm stark – was das Boot auch als bestens geeignet für die Ocean Race Europe mit ihrem Mittelmeer-Finale erscheinen ließ.
Der Erfolg verschaffte Meilhat dann auch die erhoffte Aufmerksamkeit. Sie mündete allerdings nicht in einen entsprechenden Anschlussvertrag mit einem Sponsor, der dem ehemaligen 49er-Segler einen Neubau hätte finanzieren können. Angesichts der großen Schwierigkeiten vieler Kollegen, ein neues Projekt an den Start zu bringen, wurde es auch um Meilhat immer leiser.

Nun meldet er sich allerdings zurück und verkündet den Projektstart unter dem neuen Teamnamen „United by the Ocean“.

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