Die ex-America’s-Cup-Helden Francesco Bruni, Murray Jones und Adam Beashel haben es schon wieder getan. Wie bei der 52-WM lassen sie mit Sled die Gegner beim Start wie Schüler aussehen. Nach zwei Tagen mit spektakulären Starkwind-Bildern vor Lanzarote liegen aber französische Offshore-Helden vorne. Yoann Richomme feiert Premiere als Navigator.
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Es ist ein Rätsel, wie so etwas in dieser Flotte gelingen kann. Normalerweise sind Steuerbordstarts eher ein Zeichen dafür, dass die sportliche Qualität der Teilnehmer unterdurchschnittlich ist. Oder ein solcher Start-Coup glückt einem Außenseiter, der sich unter dem Radar der Favoriten bewegt. Auf ihn achtet niemand.



In diesem Fall ist aber erneut das Sled-Team erfolgreich. Die linke Seite der Startlinie ist bevorteilt, und beim ersten Rennen im vor Lanzarote herrschenden Starkwind scheinen die anderen zwölf Teams so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass sie nicht sehen, wie sich Sled Minuten vor dem Start in die entsprechende Ausgangsposition manövriert.

Wie auch immer. Die drei Cup-Helden, Steuermann Beashel, Stratege Jones und Taktiker Bruni, haben offenbar Spaß daran, sich in Abwesenheit des japanischen Eigners Takashi Okura alles auf eine Karte zu setzen und sich unsterblich zu machen. Der Start reicht aus, um das erste von vier Rennen zu gewinnen.
Französische Offshore-Helden liegen vorne
Auch danach sind die frischgebackenen Weltmeister bei spektakulären Bedingungen schnell unterwegs – mit der Serie 1+2+6+1. Erstaunlicherweise ist aber ein anderes Team noch besser. Die französische Paprec-Crew liegt mit 2+1+1+4 vorne. Das ist insbesondere deshalb bemerkenswert, weil der Vendée-Globe-Zweite Yoann Richomme zu seinem ersten Einsatz als Navigator kommt.

Während der 43-Jährige auf die Fertigstellung seines IMOCA-Neubaus wartet, der für das erste Quartal 2027 geplant ist und wie Malizia von Antoine Koch konstruiert wird – allerdings ausdrücklich nicht als Schwesterschiff –, bildet er sich seglerisch fort. Er segelte Figaro und bereitete eine Teilnahme an der Solitaire vor. Bei der Trophée BPGO zog er sich aber mehrere Rippenbrüche zu und sagte den Höhepunkt ab.
Nun also sein Einsatz bei der 52 SuperSeries auf der Paprec. Das alles ist kein Zufall.

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