Eine Gruppe Jugendlicher, die an einem Segellager teilnahmen, ist in eine plötzlich eskalierende Gewitterlage geraten. Vier Yachten kentern und laufen voll, eine sinkt, 37 Menschen gehen über Bord. Warum die Warnsignale nicht halfen.

Extremwetter hat auf den Masurischen Seen eine Gruppe von Jugendlichen überrascht. Vier von fünf Yachten eines organisierten Segellagers kenterten am Abend des 6.8. innerhalb kurzer Zeit. Insgesamt befanden sich unter den 37 Menschen auf den Booten 29 Minderjährige sowie sechs Betreuer.

Die Rettungskräfte konnten alle Menschen aus dem Wasser bergen. Vier der fünf Yachten liefen voll, eine versank vollständig. Sie konnte zunächst nicht lokalisiert werden. Die Gruppe war mit fünf Yachten unterwegs. Auf den Bildern vom Unfall und der späteren Bergung ist der Typ Phila 880 zu erkennen. Die rund 8,8 Meter langen polnischen Ballastschwert-Yachten sind für die Masurischen Seen entwickelt worden. Die Phila 880 besitzt ein aufholbares Ballastschwert und kann in den flachen Gewässern ihren Tiefgang deutlich reduzieren. Die geringere Stabilität sorgt aber auch dafür, dass die Yachten kentern können.

Weitere Boote der Flotte waren Maxus-26- und Maxus-28-Yachten des Vercharterers Dobryrejs, die ebenfalls mit aufholbaren Schwertern ausgerüstet sind. Sie wurden am Sonntag von der Mazurskie Ochotnicze Pogotowie Ratunkowe, einer spezialisierten Wasserrettungsorganisation für die Masurischen Seen, geborgen.
Insgesamt befanden sich 37 Menschen, darunter 29 Minderjährige, auf den fünf Yachten. Die Rettungskräfte konnten alle Personen aus dem Wasser bergen. Vier der Boote sanken. Nach Angaben der Polizei kam niemand schwer zu Schaden. Ein 17-Jähriger soll mit einem Armbruch ins Krankenhaus gebracht worden sein.

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